Filmhandlung und Hintergrund

Komödie um den Bundeswehr-Ausbilder Schmidt, der durch Zufall auf die Schliche arabischer Terroristen kommt und nun sich, eine wunderschöne Prinzessin und die ganze Welt retten muss.

Der Weltfrieden ist bedroht - wie gut, dass es Ausbilder Schmidt (Holger Müller) gibt. Als Scharfmacher mit Zigarre, Sonnenbrille und Barett ahnt er augenblicklich von der terroristischen Verschwörung, die hinter dem Friedensgipfel auf Schloss Schwangau lauert. Dort soll das zerrüttete Kalluschistan geeint werden. Prinzessin Shirin (Collien Fernandes) und der pazifistische Rekrut Rainer (Axel Stein) assistieren bei der Jagd nach angeblichen Attentätern.

Die Comedy-Figur Ausbilder Schmidt, die mit schneidigem Drillton viele Fans gewonnen hat, kommandiert nun auch im Kino ein renitentes Fähnlein Untergebener bei der Suche nach einer Verschwörung, die vielleicht gar keine ist. Mike Eschmann („Achtung, fertig, Charlie!„) inszenierte den Spaß.

Ein Schleifer von altem Schrot und Korn ist Ausbilder Schmidt; er ist knallhart, konservativ und nicht der Hellste. Er bekommt es ausgerechnet mit dem friedliebenden und dicklichen Rekruten Rainer zu tun. Doch weil das Leben der schönen Prinzessin von Kalluschistan in großer Gefahr ist, wird die Bundeswehrroutine hintangestellt. Man rauft sich zusammen und sichert den anstehenden UN-Friedensgipfel, macht arabische Terroristen unschädlich und bewahrt nicht nur die Prinzessin, sondern auch die Bundeskanzlerin vor dem Schlimmsten.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Wahrscheinlich ist die Fan-Basis von Ausbilder Schmidt fest, aber nicht sehr groß. Da kann man dann natürlich in einen einschlägigen Film nicht genug Geld stecken, um den Dilettantismus der Produktion ganz zu kaschieren; und so werden eher simple Mittel verwendet, um großes Kino vorzutäuschen.

      Was ja auch ganz charmant sein könnte, man könnte ja aus der Not eine Tugend machen; doch nicht nur fehlt eine solche Selbstironie, nein, aus jeder Szene, aus jedem Bild spricht das Unvermögen: in Timing, in Darstellung, in Inszenierung.

      Weil nun nicht jeder Ausbilder Schmidt kennt, besingt er sich in Vor- und Abspann erstmal selbst, ihn, den Luschenfresser, die Ausgeburt der Männlichkeit, der sich alles rannimmt, was irgendwie weich zu sein scheint, und das schneller, als man „Memme“ sagen kann. Für Comedy kann diese Kunstfigur ganz gut funktionieren, stelle ich mir vor; für einen 90-minütigen Kinofilm ist sie aber dann doch zu eindimensional und zu schnell aufgebraucht. Davon abgesehen, dass ihr Darsteller Holger Müller sichtlich überfordert ist. Allein schon sein Nuscheln. Und: irgendwer scheint ihm gesagt zu haben, dass die Filmmikrophone recht empfindlich sind, deshalb brüllt er mit angezogener Handbremse. Ich meine: wenn ich in einen Film gehe, in dem einer Figur beim Rumbrüllen einer abgeht, dann will ich auch, dass er wirklich rumbrüllt!

      Aber so ist es halt in diesem Film, es passt alles nicht so recht zusammen, und was da ist, wird recht willkürlich und hanebüchen zusammengestoppelt. Die Handlung natürlich sowieso, klar, die schlägt so manchen Haken, um dann irgendwo in irgendein Ziel zu stolpern. Immerhin hat der Film drei Haupt-Drehbuchschreiber verschlungen plus Hilfe von den ominösen „Screenwriters Berlin“ plus Mitarbeit von Holger Müller und noch einem. Und da kommen dann halt Figuren bei raus, die auf- und plötzlich wieder abtauchen; Bernhard Hoeckers eifriger Adjutant zum Beispiel, der halt doch immer ins Leere läuft, aber irgendwann weg vom Fenster ist.

      Das Bemühen, irgendwas auf die Leinwand zu bringen, ist offensichtlich. Da sieht Schmidt das Bild der schönen Prinzessin, die gekleidet ist wie im Bollywoodfilm, und zur Musik von „Lawrence von Arabien“ (naja, ist auch irgendwo Richtung Indien) verliebt er sich heiß; woraus dann im weiteren Verlauf nichts wird, zumal sie ja mit einem Prinzen glücklich verheiratet ist. Dafür geht’s dann flugs in eine Verfolgungsjagd im Rückwärtsgang, die Schmidt direkt in einen höllischen Ort katapultiert: eine Bio-Mühle, von Blinden betrieben. Die auch noch Meister in Kung-Fu sind: Blinden-Power! Wobei die Martial-Arts-Einlage so holprig ist, vor allem im Filmschnitt, der die Unfähigkeit von Darstellern, Regie und Choreographie gar nicht zu verbergen vermag…

      Aber egal, es geht ja um Schmidt, sexistisch, rassistisch, faschistoid und strohdumm, typisch Bundeswehr eben (wie es mal im Film heißt), geboren natürlich in Braunau und stolz darauf, Deutscher zu sein. In dieser Figur könnte ja was Satirisches stecken; und zumal auch in seinem Opa, einem militaristischen Stalingradveteranen und angedeutetem Erz-Nazi. Der auch ein paar Ballereien und Explosionen in den Film einbringen darf. Die Ausbilder-Schmidt-Figur ist sogar ungewöhnlich genau ausgearbeitet, wie sie sich selbst bloßlegt, wie sich langsam herausschält, dass die harte Tour, die Schmidt fährt, der ganze Macho-Schwachsinn, das Rumgebrülle, das genussvolle Suhlen in Vorurteilen und Political Incorrectness nur Kaschierungen der eigenen Tollpatschigkeit sind, also eigentlich Zeichen der Schwäche; wobei auch eine sexuell-masochistische Note mitschwingt…

      Aber andererseits wird das Potential, das darin steckt, Ironie durch Überaffirmation zu erzeugen und damit das Dargestellte implizit zu kritisieren, wiederum vom Film selbst begraben. Wo es geht, geht es in Richtung Klamauk, und es ist ganz offensichtlich, dass hinter dem Film große Kinder stecken, die gerne mit Kriegsspielzeug hantieren: Explosionen, Zerstörungen, Krach und Radau allerorten.

      Und was immer in der ausgestellten Frauen-Ausländer-Memmen-Schwule-Behinderte-Ökos-kurz alles-Feindlichkeit satirisch gemeint sein könnte, wird wiederum vom Film selbst diskreditiert, wenn Schmidt einer Klischee-Schwulen-Tanztruppe begegnet (und hier eine militärisch-tuntige Musicalnummer (!) aufführt); oder wenn er am Ende trotz seiner Dummheit einem weltweiten feministischen Terrorring auf die Spur kommt. Was ihn halt dann doch bestätigt.

      Achso, das alles soll natürlich eine Komödie sein. Doch Ausbilder Schmidts Standardbefehl „Lachen, das war ein Scherz“ zu verweigern: ist das schon Wehrkraftzersetzung?

      Fazit: Es explodiert viel, aber es zündet nichts.
    2. Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film: Komödie um den Bundeswehr-Ausbilder Schmidt, der durch Zufall auf die Schliche arabischer Terroristen kommt und nun sich, eine wunderschöne Prinzessin und die ganze Welt retten muss.

      Und noch eine „Männersache“: Auch Militärcomedian Holger Müller bläst jetzt auf der Leinwand zum Großangriff auf die deutschen Lachmuskeln.

      Nachdem Mario Barth bewiesen hat, wie man auf vergleichsweise niedrigem Niveau größtmöglichen Unterhaltungswert erzielen kann und mit seinem Leinwanddebüt „Männersache“ gigantische Erfolge feiert, will es ihm Komikerkollege Holger Müller, besser bekannt als Ausbilder Schmidt, gleichtun. Müller ist zwar nicht so berühmt wie Barth, seine Radiocomedy „Morgen Ihr Luschen“ zählt aber mit 500 Folgen zu den erfolgreichsten ihrer Sparte. Für den gleichnamigen Kinofilm hat Müller die populäre Figur des knallharten, brutalen, erzkonservativen, aber auch ziemlich dämlichen Bundeswehrsoldaten abendfüllend ausgebaut. Tatkräftige Unterstützung erhielt er dabei von Philip Voges, als Produzent von leichten Komödien wie „Der letzte Lude“ oder „Die Nacht der lebenden Loser“ einschlägig erfahren, vom Schweizer Regisseur Mike Eschmann, der in seiner Heimat mit „Achtung, fertig, Charlie!“ schon einmal im Genre der Militärklamotte reüssierte, und von Axel Stein, der sich bereits für „Kein Bund fürs Leben“ in die Uniform zwängte.

      In „Morgen ihr Luschen! - Der-Ausbilder-Schmidt-Film“ spielt er den friedliebenden Rekruten Rainer Zielinski, der eigentlich von Schleifer Schmidt zum perfekten Soldaten ausgebildet werden soll. Doch weil das Leben der schönen Prinzessin von Kalluschistan (Collien Fernandez) in großer Gefahr ist, haben die zwei plötzlich Besseres zu tun - nämlich den anstehenden UN-Friedensgipfel sichern, arabische Terroristen unschädlich machen und die Prinzessin, die Bundeskanzlerin und andere Schutzsuchende vor Verletzung und Tod bewahren.

      Sprüche wie „Bei dir hat man wohl die Nachgeburt großgezogen“ oder Witze wie „Er ist erst vor einem Jahr aus Stalingrad zurückgekommen. - Warum? - Er ist in die falsche Richtung gelaufen“ haben ihr Haltbarkeitsdatum vielleicht längst überschritten, aber eingefleischte Fans der Ausbilder-Schmidt-Figur werden an dem vertrottelten Militaristen, der gern erst die Waffen sprechen lässt, bevor er verhandelt, dennoch ihre Freude haben. Neben dem Auftritt eines Angela-Merkel-Doubles darf man sich zudem auf Cameos von Müllers Kollegen wie Bernhard Hoecker, Ingo Appelt und Elton freuen oder - wer es mag - auf Horst Krause als Opa Schmidt, der in Wild-West-Manier sein Eigenheim mit Hilfe eines gigantischen Waffenarsenals verteidigt. Unterstützt wird die ganz bewusst banal gehaltene Ballermannorgie durch ein paar gelungene musikalische Einlagen. Vor allem gefallen eine neue Version des Markus-Ohrwurms „Ich will Spaß“ zu einer fetzigen Verfolgungsjagd sowie der Song „Hey, Drecksack, ich sag was“, den Holger Müller nach der Melodie von „Say Captain Say Wot“ zum Abspann rappt. lasso.

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