Filmhandlung und Hintergrund

TV-Thriller um das Psychoduell zweier Staatsanwältinnen.

Die Trauer hält sich in Grenzen, aber Staatsanwältin Göpfert ist nun Witwe: Ihr Mann wurde erstochen. Der Gatte galt als cholerisch und hatte viele Feinde. Zeugen haben jedoch gesehen, wie sich das Paar kurz vor dem Mord heftig gestritten hat. Weil sich die Staatsanwältin zusehends verdächtig macht, kommt es zum Prozess, der aber in ein höchst überraschendes Urteil mündet: Offenbar hat sie den Mörder gedeckt. Doch mit dem Freispruch ist der Fall noch nicht am Ende.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mordgeständnis: TV-Thriller um das Psychoduell zweier Staatsanwältinnen.

    Wenn ein Fall gelöst, der Film aber noch längst nicht zu Ende ist, vermutet man mit Fug und Recht: Da passiert noch was. Und wenn eine Geschichte richtig gut ist, gibt es am Schluss einen weiteren Dreh; der muss dann aber auch ein richtiger Knüller sein.

    Schlicht „Mordgeständnis“ heißt dieser Krimi von Detlef Michel (Buch) und Thorsten Näter (Regie), der völlig auf vordergründige Effekte verzichtet und statt dessen auf die Neugier des Publikums spekuliert. Das hat allerdings seinen Preis: Die erste Hälfte des Films besteht aus vielen Großaufnahmen (Kamera: Achim Hasse) und noch mehr Dialogen. Wer sich von Regieroutinier Näter, der sich regelmäßig in praktisch allen Krimireihen tummelt, eine flottere Inszenierung erhofft hat, muss sich mit Geduld wappnen. Die ersten 45 Minuten sind praktisch Prolog, aber eben auch unverzichtbare Voraussetzung für den zweiten Teil, der schließlich dramatisch endet.

    Der große Reiz der Geschichte liegt in den Rollen der Kontrahentinnen: Sie sind beide Staatsanwältin. Schon mit den ersten Bildern deutet Näter die Rivalität zwischen den Frauen an. Gegenspielerinnen aber werden sie erst nach einem Mord: Während einer spontanen Reise nach Polen ist Sonja Göpfert (Dagmar Manzel) unversehens Witwe geworden; daheim liegt ihr Mann auf dem Bootssteg, erstochen. Die Haushälterin hat erst die Tatwaffe im Mülleimer und dann den Toten gefunden. Der Mann galt als cholerisch und streitsüchtig, hatte viele Feinde und erst kürzlich eine handgreifliche Auseinandersetzung mit jungen Leuten, die das Seegrundstück gern als Abnützung benutzen. Allerdings hätte auch die Staatsanwältin ein Motiv; die Jugendlichen haben kurz vor der Tat einen heftigen Streit zwischen dem Ehepaar beobachtet. Göpfert fordert ihre junge Kollegin Juliane Bertram (Claudia Michelsen) zwar auf, „ohne Ansehen der Person“ vorzugehen, weist sie aber auch süffisant immer wieder auf Ermittlungs- und Befragungsfehler hin. Davon abgesehen macht sie sich zusehends verdächtig. Es kommt zum Prozess, der aber in ein überraschendes Urteil mündet; und das ist noch längst nicht das Ende dieses klugen Drehbuchs.

    Naturgemäß lebt der Film zunächst vom Duell der beiden Hauptdarstellerinnen. Erst in der zweiten Hälfte, wenn all die Indizien und Zeugenaussagen aus den ersten 45 Minuten in völlig anderem Licht erscheinen und sich die weiteren Entwicklungen nach der Tat als perfider Plan entpuppen, weiß man zu schätzen, wie sorgfältig Michel die Handlung rund um einen perfekten Mord gestaltet hat. Gleiches gilt für Näters Inszenierung, die dem Zuschauer zudem die Möglichkeit lässt, wichtige Details selbst zu entdecken. tpg.

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