Monsieur Lazhar (2011)

Monsieur Lazhar: Warmherziges Drama über einen algerischen Auswanderer, der in einer kanadischen Schule nach dem Selbstmord einer Lehrerin einspringen soll.
Kinostart: 12.04.2012
Kino Tickets DVD/Blu-ray jetzt vorbestellen
Monsieur Lazhar Poster

Kinotickets in

Kinotickets in

Noch sind keine Kinotickets in diesem Ort verfügbar.

Alle Bilder und Videos zu Monsieur Lazhar

Filmhandlung und Hintergrund

Monsieur Lazhar: Warmherziges Drama über einen algerischen Auswanderer, der in einer kanadischen Schule nach dem Selbstmord einer Lehrerin einspringen soll.

Nach dem Suizid einer Lehrerin will die Schulleiterin schnell zur Tagesordnung übergehen mit einem neu gestrichenen Klassenzimmer und etwas psychologischer Beratung. Der aus Algerien stammende Ersatzlehrer gewinnt trotz seiner ziemlich rigiden Erziehungsmethoden, seinen schwierigen Balzac-Diktate und seinem für Franco-Kanadier seltsamen Französisch das Vertrauen und die Herzen der Schüler. Obwohl er selbst an einem schweren Schicksalsschlag zu knabbern hat, hilft er den Kindern, mit Tod, Trauer und Verlust umzugehen.

Ein algerischer Auswanderer soll in einer kanadischen Schule eine Lehrerin, die Selbstmord begangen hat, ersetzen. Tief empfundenes Drama über einen Fremden in einer fremden Welt, das sich durch seine Wärme und Menschlichkeit auszeichnet.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Oscar nominiertes packendes Drama um eine Grundschulklasse, die unter ihrem unkonventionellen algerischen Lehrer Traumata und Trauer verarbeitet.

    Eine Lehrerin hat sich im Klassenzimmer erhängt, zwei Schüler haben die Tote gesehen und versuchen sehr unterschiedlich, mit dem Schock fertig zu werden. Die Schulleiterin will so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen und stellt einen algerischen Ersatzlehrer ein, der von dem Selbstmord gelesen hat und sich ganz spontan bei ihr meldet. Nicht genug damit, dass es den traumatisierten Kindern schwer fällt, mit Trauer und Verlust umzugehen, auch der aus Algerien geflüchtete Mann, der auf politisches Asyl hofft, kämpft mit den Dämonen der Vergangenheit und einer persönlichen Tragödie.

    Statt eines Tränen hervorlockenden Dramas erlaubt Philippe Falardeau parallel zur tiefen Traurigkeit auch kleine Freuden des Alltags, intoniert eine filmische Hymne auf die Überlebenskraft des Individuums. Erwachsene und Kinder sind mit Euphemismus konfrontiert, ein neu gestrichenes Klassenzimmer und ein bisschen psychologische Beratung müssen reichen, damit alles wieder seine Ordnung hat. Eine wirkliche Auseinandersetzung soll und darf nicht stattfinden. Wie Monsieur Lazhar trotz seiner etwas rigiden Erziehungsmethoden, seinem für frankophone Kanadier in Montreal seltsam klingendem Französisch und für die Altersklasse schwierigen Balzac-Diktaten das Vertrauen und die Herzen der Schüler gewinnt und mit ihnen die Problematik Tod diskutiert, wird zu einer berührenden Reise, in deren Verlauf sich die Kinder öffnen. Der optimistische Grundton ermöglicht den Protagonisten des leisen Dramas ein Stück Hoffnung.

    Der Film, basierend auf dem Theaterstück “Bachir Lazhar”, behandelt gleichzeitig sehr subtil Themenkomplexe wie Immigration und Integration, Erziehung und Verantwortung, soziale Tabus und nationale wie kulturelle Grenzen. Auf dem Prüfstand steht auch das Verbot jeglicher Berührung durch den Lehrer. Dass dieser Fremde einem Schüler auch schon mal Trost spendet, indem er ihn in den Arm nimmt, gilt fast als Skandal. Lazhar ist kein idealistischer Lehrer wie die Figur in Laurent Cantets “Die Klasse”, sondern einer mit gesundem Menschenverstand und Empathie, wunderbar dargestellt vom algerischen Komiker Fellag und unterstützt durch natürlich agierende Kinderdarsteller. mk.

Zuletzt angesehen und Empfehlungen

News und Stories

Kommentare