Monday

Kinostart: 07.06.2001

Monday: Groteske schwarze Komödie, in der das Leben eines unbescholtenen Angestellten binnen 24 Stunden auf den Kopf gestellt wird.

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Filmhandlung und Hintergrund

Groteske schwarze Komödie, in der das Leben eines unbescholtenen Angestellten binnen 24 Stunden auf den Kopf gestellt wird.

Ein einfacher Angestellter erwacht in einem Hotelzimmer und erinnert sich zunächst an nichts. Langsam dämmert es ihm. Er besuchte eine Beerdigungsfeier, bei der der Leichnam explodierte. Das war auch der Startschuss für 24 Stunden, die das Leben des unbescholtenen Mannes komplett auf den Kopf stellen und ihn buchstäblich durch die Hölle gehen lassen.

Der unbescholtene Angestellte Takagi wacht in einem Hotelzimmer auf und kann sich zunächst an nichts mehr erinnern, das in den letzten 24 Stunden passiert ist. Nur langsam und in Fetzen kehrt sein Gedächtnis zurück, da war zum Beispiel eine Totenfeier, bei der der Leichnam in die Luft geflogen ist. Eine heruntergekommene Kneipe mit Yakuza-Gangstern spielte auch eine Rolle, und gab es nicht noch eine Schießerei? Aber dabei bleibt es nicht. Nur ganz allmählich dämmert ihm, wie sehr sein Leben wirklich aus den Fugen geraten ist.

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Kritikerrezensionen

  • Monday: Groteske schwarze Komödie, in der das Leben eines unbescholtenen Angestellten binnen 24 Stunden auf den Kopf gestellt wird.

    Von den Verirrungen einer alkoholgetränkten Nacht in der Großstadt ebenso wie von einer individuellen Eruption in einer Kollektivgesellschaft erzählt ein für westliche Sehgewohnheiten eher gewöhnungsbedürftig anmutendes Gegenwartsgleichnis aus der Werkstatt des japanischen jungen Wilden Sabu.

    Da sitzt er nun auf irgendeinem Hotelbett, der gute Herr Takagi (Shinichi Tsutsumi), und kann sich an nichts mehr erinnern. Dass Montagmorgen ist, entnimmt er der Zeitung, die er vor der Tür gefunden hat. Die Zeitung weiß auch von einer Schießerei zu berichten, und noch ahnt Takagi nicht, dass auch diese Schlagzeile Bedeutung für ihn hat. Die Erinnerungen überkommen ihn portionsweise, immer dann, wenn seine Aufmerksamkeit auf etwas fällt, das an die verschütteten Geschehnisse gemahnt. Eine Packung Totensalz in seiner Tasche z.B. erinnert ihn an eine Begräbniszeremonie, es könnte Samstag gewesen sein. Die Veranstaltung lief irgendwann tragisch aus dem Ruder, oder war es tragikomisch, denn Schuld daran trug ein explodierender Herzschrittmacher im Körper des Aufgebahrten. Irgendwie ist Takagi später in eine schummrige Bar geraten, wo Gangster tranken und ein hübsches Mädchen saß, daran erinnert ihn der mächtige Kater. Aber was hat es bloß mit der Schrotgewehrpatrone auf sich, die da auf dem Nachttisch steht?

    „Monday“, neuester Thriller des (neben Takashi Miike) bestgefeierten jungen Nippon-Regisseur, Sabu, ist ein verschachteltes Rätsel für seinen Protagonisten ebenso wie für den Zuschauer, der lange Zeit (und vielleicht am Ende immer noch) ebenso ratlos dasitzt wie Herr Takagi. Zu zusammenhanglos erscheinen die ersten Flashbacks, wenig sinnstiftend auch die Medienmeldungen, die, mal aus Radio hallend, mal auf dem Bildschirm flimmernd, auf etwas wie einen Amoklauf hinweisen, dessen Umstände die Gemüter zu erhitzen und die Meinungen zu spalten scheinen. Erst mit fortgeschrittener Spieldauer ergibt sich aus den Fragmenten ein geschlossenes Bild, und man ahnt, einer Variante von „Falling Down“ beizuwohnen. Nur eben einer sehr japanischen Variante. Und das bedeutet nicht nur eine gewöhnungsbedürftige Struktur, sondern auch ungewöhnliche Dramaturgie und Effekte bis in Details. Ein ums andere Mal verlässt Sabu dabei die lästigen Grenzen von Logik und Physik, bis irgendwann der geneigte Betrachter ebenso wie der bedauernswerte (Anti-)Held kaum noch wissen, was Traum, Wunschvorstellung und bizarre Wirklichkeit ist. Natürlich verbirgt sich allerhand Subtext in diesem makabren Totentanz, Kritik am manipulativen Kollektiv ist spürbar, auch die Gewalt an sich wird gegeißelt, ob gesellschaftlich sanktioniert in Polizeiuniform daher kommend oder von den unvermeidbaren Yakuza ausgeübt (selbst wenn Sabu sich der damit verbundenen Effekte besonders in der zweiten Hälfte mit Wonne bedient). Wer jedoch mit den Feinheiten der japanischen Gesellschaft nicht näher vertraut ist, wird in „Monday“ wenig mehr als einen pitoresken Horrorthriller mit einer gesunden Portion schwarzem Humor finden. Aber das ist ja auch schon etwas. ab.

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