Undercover küsst man nicht

Filmhandlung und Hintergrund

Die romantische Komödie ist der Diplomfilm von Regisseur Jan Haering.

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Kritikerrezensionen

  • Undercover küsst man nicht: Die romantische Komödie ist der Diplomfilm von Regisseur Jan Haering.

    Simon ist ein notorisch misstrauischer Kontrollfreak, Lea ist eher der unkonventionelle Typ. Er hat seine Obsession zum Beruf gemacht und arbeitet in der Sicherheitsabteilung eines Stuttgarter Lebensmittelkonzerns; sie jobbt in der Kantine des Unternehmens und träumt von einem mobilen Imbiss.

    Zwei derart gegensätzliche Menschen würden sich im wirklichen Leben nicht mal über den Weg laufen. Im Film kann daraus wahre Liebe werden; vorausgesetzt, Simon lässt sich wach küssen. Mit Florian Bartholomäi und Natalia Belitski ist der Film treffend besetzt: Ihm glaubt man den verklemmten Einzelgänger sofort, und sie, sexy, aufregend und voller Energie, verkörpert den Gegenentwurf ausgezeichnet. Auch die Umstände, unter denen das Drehbuchschicksal die Figuren zueinander führt, sind stimmig: Das Unternehmen hat eine Formel für fettfreies Fett gefunden. Als sie geklaut wird, fällt der Verdacht umgehend auf Lea, die Simon wegen ihres unkonventionellen Benehmens schon einige Male negativ aufgefallen ist. Damit sein Chef und väterlicher Freund Schilinski (Reiner Schöne) nicht den Job verliert, willigt Simon ein, Lea zu beschatten, um zu verhindern, dass sie die Formel an die Konkurrenz übergibt. Im Verlauf einiger gemeinsamer turbulenter Erlebnisse kommen sich die beiden näher, als Simon je für möglich gehalten hätte. Dass Lea eine Spionin ist, glaubt er längst nicht mehr - und wird prompt dafür bestraft, dass er zum ersten Mal einem anderen Menschen vertraut. Aber das ist noch lange nicht das Ende der Geschichte.

    Die Produktion ist im Rahmen eines Abkommens zwischen ProSiebenSat.1 und der Filmakademie Baden-Württemberg entstanden. 2014 hat die TV-Gruppe die entsprechenden Debüts noch beim Zwergsender Sixx versendet; Jan Haerings Erstlingswerk aber passt prima auf den Sendeplatz am Dienstag. Tatsächlich ist sein Diplomfilm deutlich flotter als manch‘ andere Sat.1-Komödie; wenn nicht alles täuscht, ist er der erste Schritt einer vielversprechenden Karriere. Haering hat seine Schauspieler prima geführt, auch die Nebenrollen interessant besetzt und kongeniale Mitstreiter gefunden. Vor allem Schnitt und Musik sorgen dafür, dass „Undercover küsst man nicht“ ein eindrucksvolles Tempo vorlegt. Ähnlich auffällig ist die Bildgestaltung. Die Bilder von Kameramann Lukas Steinbach, der zuvor mit „Der Himmel zwischen den Welten“ eines der „Sixx-Debüts“ gedreht hat, wirken relativ aufwändig.

    Das Drehbuch erfreut mit einer Vielzahl schöner Handlungsideen, die für die Geschichte nicht wichtig sind, aber dafür die Figuren charakterisieren. Bei der Umsetzung dieser Szenen beweist Haering ein bemerkenswertes Talent für die richtigen Zeitpunkte: Er weiß genau, wann er das Tempo anziehen und wann er für Entspannung sorgen muss. Die Haltung, mit der er „Undercover küsst man nicht“ konzipiert und inszeniert hat, zeigt sich auch in der eleganten Erzählweise. Dabei hat er womöglich aus der Not des überschaubaren Budgets eine Tugend gemacht: Einige Szenen, die anderswo mit viel Aufwand ins Zentrum gerückt worden wären, spielen sich bei ihm beinahe beiläufig im Hintergrund ab, was seine Arbeit erst recht souverän wirken lässt. Für die Hingabe aller Beteiligten steht nicht zuletzt der sympathisch animierte Vorspann; und mit den Irisblenden zu Beginn und zum Schluss macht Haering deutlich, in welcher Komödientradition er seinen Film inszeniert hat. tpg.

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