Mit Herz und Handschellen: Fünf Freunde

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   2007
Mit Herz und Handschellen: Fünf Freunde Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Mit Herz und Handschellen: Fünf Freunde: Nina Metz und Leo Kraft auf der Jagd nach einem Serienmörder...

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Vier Jahre hat es gedauert, bis Sat.1 endlich die letzten beiden Filme der Krimireihe „Mit Herz und Handschellen“ ausgestrahlt hat. Und auch wenn Sat.1-Fiction-Chef Joachim Kosack meint, die Zeit sei jetzt erst reif dafür: Wer weiß, wie lange die Produktionen noch auf Eis gelegen hätten, wenn Henning Baum nicht so erfolgreich als „Letzter Bulle“ gewesen wäre.

    Hier Mick Brisgau, Polizist aus Essen, der zwanzig Jahre lang im Koma lag und sich im Jahr 2010 mit seinen rustikalen Methoden aus den Achtzigern wenig Freunde macht; dort Leo Kraft, schwuler Kommissar aus München, der nicht nur mit seinem Freund, sondern auch mit seiner Kollegin Nina Metz (Elena Uhlig) in einer Wohngemeinschaft lebt: die Rollen könnten kaum unterschiedlicher sein. Immerhin teilen die beiden Ermittler eine Vorliebe für alte Autos: Brisgau fährt einen uralten Opel Diplomat, Kraft einen nur unwesentlich jüngeren Porsche Targa.

    „Fünf Freunde“ gehört allerdings nicht zu den stärksten Werken der Reihe; die eigentliche Krimihandlung hätte auch im Rahmen einer Serienfolge erzählt werden können. Entscheidender für die Beliebtheit der Geschichten ist aber ohnehin die Beziehung zwischen dem Ermittlerpaar: Nina Metz hat nicht zuletzt deshalb immer wieder Probleme mit den Männern, weil sie ihren Kollegen liebt; aber der hat nun mal anderweitige Interessen. Als ihr die Leitung der Abteilung übertragen wird, steckt sie in einem doppelten Interessenkonflikt. Für komische Zwischenspiele sorgt der Kollege Wacker (Jannis Spengler), der überzeugt ist, eigentlich habe er den Posten des Abteilungsleiters verdient.

    Aber auch die Krimiebene ist interessant (Buch: Benedikt Gollhardt): Nach und nach werden die Mitglieder eines Freundesclique dezimiert. Die rätselhaften Todesfälle, die auf den ersten Blick wie tödliche Missgeschicke wirken, stehen offenbar im Zusammenhang mit dem Brand eines Hauses, bei dem ein Jahr zuvor eine komplette Familie ums Leben gekommen ist. Obwohl die Clique damals nachweislich ganz woanders war, scheint sich irgendjemand an den fünf Freunden rächen zu wollen. Der Reiz des Falls liegt vor allem in seiner völligen Undurchschaubarkeit, und beim fesselnden Finale auf dem Münchener Containerbahnhof beweist Thomas Nennstiel, Regisseur diverser sehenswerter romantischer Komödien („Die Masche mit der Liebe“, ebenfalls mit Henning Baum), dass er auch anders kann. Trotzdem lebt der Film vom sympathischen Zusammenspiel zwischen Elena Uhlig und Henning Baum. tpg.

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