Filmhandlung und Hintergrund

Thriller über eine Gruppe von FBI-Trainees, die auf einer verlassenen Insel von einem Killer terrorisiert werden.

In einem Schulungslager auf einer Insel mitten in den Weiten des Atlantiks sollen sieben hoffnungsfrohe Jung-Profiler den letzten Schliff für die spätere Arbeit beim FBI erhalten. Von Ausbildern gelegte Fährten und Indizien führen zu einem simulierten Serienkiller. Alles scheint zunächst seinen gewohnten Gang zu gehen. Doch dann beginnt eine mysteriöse Todesfallserie die Reihen der Probanden zu lichten. Und diesmal ist es keine Übung…

Wayne Kramer

SSieben FBI-Profiler erleben am Ende ihrer Ausbildung den letzten Härtetest. Auf einer einsamen Insel sollen sie in einer Simulation einen Killer stellen. Doch aus der Übung wird blutiger Ernst, als ein echter Psychopath mit verschlüsselten Hinweisen Morde ankündigt und diese auch ausführt. Ein sadistisches Spiel beginnt, dessen Tätersuche auch in die Gruppe der Profiler führt.

Bei ihrer Abschlussprüfung geraten die sieben besten Nachwuchs-Profiler des FBI selbst ins Visier eines gnadenlosen Killers. Auf einer abgelegenen Insel zusammen mit einem Detective der Mordkommission von Philadelphia ausgesetzt, finden sich die Rookies bald inmitten eines atemlosen, blutigen Katz-und-Maus-Spiels wieder. Was als Übungsfall beginnt, entpuppt sich nach dem bestialischen Mord an einem der ihren schnell als knallharter Überlebenskampf. Und schon bald wird klar, dass der Täter nur aus ihren eigenen Reihen stammen kann.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Eine düstere Atmosphäre herrscht in Mindhunters. Die auf der Insel nachgestellte Stadt wirkt unwirklich. Bevölkert wird sie von vor sich hinrottenden Puppen, welche ein normales Stadtleben simulieren sollen. In einer erhängten Katze steckt eine Uhr, mit der der Killer seinen ersten Mord ankündigt. Diese hängt im Waschraum der FBI-Trainees - gleich zu Beginn kommt ihnen die Bedrohung näher als erwartet. Der Film arbeitet mit den für das Hollywood-Kino gewohnten Mitteln: Einer manchmal bedrohlich umherschleichenden Kamera, einem elektronischen Soundtrack und viel Action, was auch Namen wie Christian Slater, Val Kilmer und LL Cool J bereits erahnen lassen. Durch die standardisierten Mittel langweilt oder belustig der Film meist. Schockeffekte, die wir schon tausendmal gesehen haben, die aber dennoch funktionieren. Agent Willis' (Patricia Verlasquez) theatralischer Tod beim Rauchen dürfte der Zigarettenindustrie gar nicht gefallen. Am Ende - soviel sei verraten - fliegen die Überlebendem in einem Helikopter der plötzlich untergehenden Sonne entgegen - sie könnten auch auf einem Pferd reiten und der Kitsch wäre nicht besser.

      Kompensiert wird dies durch die hohe Stardichte und überzeugende Darsteller. Besonders brilliert Kathryn Morris als Agent Sara Moore. Moore ist ein unsicherer Charakter. Als Kind musste sie zuschauen, wie ihre Schwester ertränkt wurde, was ihre Angst vor dem Wasser erklärt. Bereits früh erfährt sie, dass ihre Chancen als Profiler schlecht stehen. Die Darstellung ihres Charakters als Menschen mit Selbstzweifeln und als FBI-Agentin in kühler Entschlossenheit ist eine wie für Morris geschaffene Rolle. Auch LL Cool J ist als Cop in seinem Element. Lediglich Christian Slater als J.D. Reston wirkt etwas farblos.

      Das gelungene Casting geht einher mit einer spannenden Story - bis zuletzt bleibt es dem Zuschauer ein Geheimnis, wer tatsächlich der Killer ist. Dabei zeigen raffinierte Mordmechanismen liebe zum Detail, wie z.B. einstürzende Dominosteinketten (welche leider in mehreren Schnitten gezeigt werden und somit an Faszination und Dynamik verlieren) oder mit Blut geschriebene Zahlenketten als Hinweis auf den nächsten Mord. Auch weitere, humorvolle Details sind bei genauerer Betrachtung zu sehen: So füllt Detective Jensen (LL Cool J) nebenbei ein Kreuzworträtsel aus und kreuzt dabei die Begriffe "Elba" und "Bait": die Insel, auf die Napoleon verbannt wurde und das englische Wort für Köder.

      Dennoch bleibt Mindhunters ein Popcorn-Movie der B-Klasse. Und Popcorn wird der Zuschauer auch viel brauchen, um die logischen Fehler im Plot nicht zu bemerken. Beispielsweise suchen die Agenten nach dem ersten Mord die Insel mit Suchgeräten ab und finden nichts. Später stellt sich heraus: Ihr Ausbilder war stets auf der Insel anwesend und wurde vom Killer gezwungen sich all das mitanzusehen. Auf den Wärmesuchern der Suchtrupps aber keine Spur von ihm. Dass der Film technisch nicht mehr bietet ist allerdings auch nicht sonderlich schade, wenn man bedenkt, dass dieses Spiel, "einer von uns ist der Mörder", altbekannt und kein neuer oder origineller Stoff ist. Wer sich aber mit etwas Action und etwas Spannung unterhalten lassen will, ist mit "Mindhunters" bestens bedient.

      Fazit: Wer sich aber mit etwas Action und etwas Spannung unterhalten lassen will, ist mit "Mindhunters" bestens bedient.
    2. Mindhunters: Thriller über eine Gruppe von FBI-Trainees, die auf einer verlassenen Insel von einem Killer terrorisiert werden.

      Im TV-Zeitalter populärer Spurensucher und Tatortanalysten („C.S.I.“, „Jordan“) gibt auch der Profiler, der sein Berufsbild ebenso schon mit eigener TV-Show vorstellen durfte, eine transferfähige Heldenfigur im Kino ab. Davon überzeugt ist dieser mehrfach verschobene Film von Renny Harlin („Deep Blue Sea“), der eine Gruppe von Nachwuchsprofilern ins Zentrum einer Story stellt, die die Jäger zu Gejagten und eine Trainingssituation zum Ernstfall macht. „Knochenjäger“ und Freunde ähnlicher Serienkiller-Thriller erwartet hier ein harter, wegen Konsistenzproblemen für schnellen Konsum geeigneter Genrehappen.

      Verschrecken, Verwirren, Enträtseln - das sind die Komponenten, mit denen Harlin und Drehbuchautor Wayne Kramer („The Cooler“) unterhalten wollen. Und das gelingt auch, sofern man sein Anspruchsdenken in der DVD-Sammlung („Sieben“) parkt und sich hineintreiben lässt in ein Labyrinth von Fallen, Morden und Plotüberraschungen, in dem die Ablenkung mehr als der Ausgang zählt. Das Täuschungsszenario eröffnet ein nächtlicher Jagdeinsatz auf einen Killer, der sich als Bewährungstest für junge FBI-Profiler entpuppt. Weil die smarten, aber unerfahrenen Sieben kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung den letzten Schliff bekommen sollen, schickt sie ihr Boss (Val Kilmer in einer Gastrolle) in eine simulierte Bedrohungssituation auf einer Insel. Der isolierte, einsame, verlassene Schauplatz spiegelt laut Dialogzitat das Milieu im Verstand eines Psychopathen und sorgt für das Gefühl von Ausgeliefertsein, aus dem Thriller wie dieser versuchen Spannung zu beziehen. Als der erste Profiler unerwartet schnell und ohne Rücksicht auf Besetzungsprominenz den Tod findet, erkennen die Kollegen schnell, dass ein echter Psychopath hier spielen will. Von diesem Zeitpunkt an geht es den zwei Frauen (darunter Patricia Velasquez aus „Die Mumie“) und vier Männern (am auffallendsten Ex-Rapper LL Cool J) existenziell darum, das Phantom aufzuspüren, bevor es sein nächstes Opfer findet. Weil der sadistische Unbekannte jede neue Tat mit verschlüsselten Hinweisen ankündigt, sind analytische Kenntnisse gefordert, nicht Martial Arts-oder Waffenkompetenz. Zum Rennen gegen die Uhr gesellt sich schließlich auch um sich greifende Paranoia, könnte doch der Täter auch einer von ihnen sein. Irgendwo zwischen „Das Ding aus einer anderen Welt“ und „Cube“ ist „Mindhunters“ angesiedelt, vertraut auf Cleverness und Härte seiner Mordszenarien wie auf die Toleranz der Thrillerfans, die Konventionen und mitunter absurden Hakenschläge des Genres als gegeben hinzunehmen. Wer diese Gelassenheit mitbringt, zeigt gute Nerven. Mehr fordert ein Film wie dieser auch nicht. kob.

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