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Meine Schwester - À ma soeur!

Kinostart: 19.09.2002

Filmhandlung und Hintergrund

Provozierendes Drama um die Hassliebe zweier Schwestern und den Verlust der Unschuld.

Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Die pummelige 12jährige Anais (Anais Reboux) und ihre hübsche, 15jährige Schwester Elena (Roxane Mesquida). Beide verbringen den Sommer im elterlichen Ferienhaus, und die Pubertät nimmt ihren grausamen Lauf. Während Anais in einer Phantasiewelt stochert und ihre Schwester beneidet, lässt sich diese vor ihren Augen von einem jungen Italiener deflorieren. Als die Eltern von Elenas amourösen Aktivitäten erfahren, kommt es zu einer Katastrophe.

Schriftstellerin und Regisseurin Catherine Breillat („Romance„) fügt ihrer schillernden Filmographie mit diesem sowohl sensiblen als auch schockierenden „Hassliebesfilm“ einen weiteren Skandalerfolg hinzu.

Die pummelige 12jährige Anais und ihre schöne 15jährige Schwester Elena erleben den Sommer im Ferienhaus als Zeit der Flirts und des Betrugs. Während Anais lustlos Banana Split lutscht, mit den Steghaltern des Pools spricht, als wären sie Liebhaber, reißt Elena einen jungen Italiener auf, der sie heimlich nachts defloriert, während Anais im Bett daneben mit Tränen und Begierde zusehen muss.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Meine Schwester - À ma soeur!: Provozierendes Drama um die Hassliebe zweier Schwestern und den Verlust der Unschuld.

    Die Entdeckung der eigenen Sexualität ist das Dauerthema der Schriftstellerin und Regisseurin Catherine Breillat, die mit „Romance“ einen Skandalerfolg errang, weil sie u.a. mit den Grenzen der Darstellung von Körperlichkeit im Film spielte. Auf der Berlinale 2001 wurde ihr aus einer Zeitungsnotiz heraus entwickelter Film um die Hassliebe zweier Schwestern und den Verlust der Jungfräulichkeit heftig angegriffen, weil Breillat einen Liebestraum in einer Tragödie enden lässt.

    Die pummelige 12jährige Anais (Anais Reboux) und ihre in ihren Augen verteufelt schöne 15jährige Schwester Elena (Roxane Mesquida, die aussieht wie die junge Romy Schneider) erleben den Sommer im Ferienhaus mit Swimming Pool als Zeit der Flirts und des Betrugs. Während Anais lustlos Banana Split lutscht, mit den Steghaltern des Pools spricht, als wären sie Liebhaber, reißt Elena einen jungen Italiener auf, der sie heimlich nachts defloriert, während Anais im Bett daneben mit Tränen und Begierde zusehen muss. Durch den gestohlenen Ring, den er Elena schenkt, fliegt die Geschichte auf, die Mutter (Atom Egoyans Muse Arsinée Khanjian) fährt die Mädchen heim, als auf dem Rastplatz eine Katastrophe aus heiterem Himmel Gewalt und Tod bringt.

    Breillat zeigt die Sexualität zwischen Mann und Frau sensibel und schonungslos, kulminierend in der 15minütigen Szene, in der der Italiener die Tricks des Umwerbens, der raffinierten Überredungskunst und sanften bis fordernden Gewalt anwendet, um Elena „rumzukriegen“ (zynisch gesehen: echte Arbeit für den Verführer). Das ist durchaus kein Gemeinplatz, wie kritisiert, sondern eher Anti-Rohmer und Anti-Liebesfilm. Das Ende schließlich, bei dem auch Anais ihre physische und psychische Unschuld verliert (aber anders als erträumt), ist keine göttliche Bestrafung, wie sich verraten fühlende Altfeministinnen glaubten, sondern herkömmliche Dramaturgien der über den Haufen werfende Willkür des Zufalls. Den haben anerkannte Autoren von Robert Bresson bis Krzysztof Kieslowski gefeiert. Warum dann nicht Breillat? Ihr Film wird in Programmkinos zweifellos für ähnliche Diskussionen sorgen. ger.

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