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Meine Mütter - Spurensuche in Riga

Kinostart: 28.02.2008

Meine Mütter - Spurensuche in Riga: Dokumentarfilm über Rosa von Praunheims Suche nach seiner leiblichen Mutter, die ihn zur Adoption freigab.

Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentarfilm über Rosa von Praunheims Suche nach seiner leiblichen Mutter, die ihn zur Adoption freigab.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Meine Mütter - Spurensuche in Riga: Dokumentarfilm über Rosa von Praunheims Suche nach seiner leiblichen Mutter, die ihn zur Adoption freigab.

    Rosa von Praunheim ist einer der bekanntesten hiesigen Filmemacher, obwohl die meisten Deutschen seine Filme nie gesehen haben. Einen Namen machte sich der Regisseur, weil er enorm zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Homosexuellen beitrug („Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“, 1970). Größere Popularität verschaffte ihm allerdings ein Akt der Denunziation, als er 1991 in der Sendung „Der heiße Stuhl“ (RTL plus) die Homosexualität von unter anderem Hape Kerkeling und Alfred Biolek öffentlich machte.

    Mit dem Dokumentarfilm „Meine Mütter“ offenbart von Praunheim (eigentlich Holger Mischwitzky) eine ganz andere Seite. Während seine früheren Filme oft den Charakter von Pamphleten hatten, lässt sich der Regisseur von seiner bevorzugten Kamerafrau Elfi Mikesch nun bei einer sehr persönlichen Spurensuche begleiten: Erst vor wenigen Jahren gestand ihm seine alte Mutter, dass er 1942 als Kind in Lettland adoptiert worden sei. Nach ihrem Tod machte sich von Praunheim auf eine Recherche, die ihn tief in die deutsche Historie eintauchen lässt. Dank eifriger Mitarbeiter findet sich in einem Archiv tatsächlich ein Hinweis auf seine Geburt: Er ist unter dem Namen Holger Radtke in Riga in einem Gefängnis zur Welt gekommen.

    Mit dieser Information gibt sich Rosa von Praunheim allerdings nicht zufrieden. Im Verlauf der Suche nach dem Vater wird er mit der Geschichte des lettischen Judentums konfrontiert; 97 Prozent aller Juden sind damals ermordet worden. Sein Film fasziniert daher auf zwei Ebenen: Einerseits ist es dank von Praunheims eigener Ergriffenheit sehr berührend, wenn er zu Beginn mit seiner Mutter über die „alten Zeiten“ spricht. Später nimmt die Dokumentation eine völlige Wendung. Zwar gibt es immer wieder persönliche Szenen, wenn er beispielweise den Ort seiner Geburt besichtigt oder bei einem Vertriebenentreffen den Verwandten begegnet, aber die ungleich berührenderen Momente sind die Gespräche über den lettischen Holocaust oder die barbarischen Behandlungsmethoden in der Psychiatrie. Darüber hinaus hat von Praunheim aus alten Fotos, schwarzweißen Filmschnipseln, Interviews und Reiseerlebnissen einen facettenreichen Film komponiert; eine spannende Mischung aus ganz persönlicher und deutscher Geschichte. tpg.
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