Mein Traum oder Die Einsamkeit ist nie allein

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   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Mein Traum oder Die Einsamkeit ist nie allein: Mischung aus absurden Theater, experimenteller Video-Installation, TV-Satire und Psychotherapiesitzung.

Ein namenloser Mann (Wolfgang Seidenberg) hat sich vor der ewigen Wiederholung des Lebens auf ein stillgelegtes Baugelände geflüchtet, wo er die Müllsammlerin Godot (Mira Gittner) trifft, die nach Zeichen im Abfall sucht. In der folgenden Nacht lässt er sein Leben Revue passieren: Ein Showmaster (Antonio Exacoustos) führt ihn durch sein Unterbewusstsein, wo ihm seine verlassene Ehefrau (Marina Anna Eich) und andere Figuren schwere Vorwürfe machen.

Realität und das Selbst lösen sich in dem phantasmagorischen Trip Roland Rebers („24/7 – The Passion of Life„) regelrecht auf. Wie in einer manischen TV-Show drehen sich die mit Ironie gespickten philosophischen Ansichten zum schwindelerregenden Gedankenkarussell.

Ein Mann hat seine kommunikationslose Ehewüste verlassen und sucht nun, auf der Straße im urbanen Niemandsland gestrandet, Anschluss bei einer Müllsammlerin, die sich Godot nennt. Parallel dazu wird er in der satirischen TV-Show „Nur die Einsamkeit zählt“ mit den Vorwürfen seiner frustrierten Frau und der zum Sexobjekt degradierten Geliebten konfrontiert.

Ein Mann hat seine kommunikationslose Ehewüste verlassen und sucht nun, auf der Straße im urbanen Niemandsland gestrandet, Anschluss bei einer Müllsammlerin, die sich Godot nennt. Parallel dazu wird er in der satirischen TV-Show „Nur die Einsamkeit zählt“ mit den Vorwürfen seiner frustrierten Frau und der zum Sexobjekt degradierten Geliebten konfrontiert. Dazu gesellen sich ein alberner, Schenkelklopfer absondernder Freund, und nicht zuletzt Adolf Hitler, der aus einer Mülltonne heraus Judenwitze zum Besten gibt.

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Kritikerrezensionen

  • Roland Rebers unabhängig finanzierte Mischung aus absurdem Theater, experimenteller Video-Installation, TV-Satire und Psychotherapiesitzung ersetzt in seiner erschlagenden Erkenntnis-Fülle ein komplettes Philosophie-Studium.

    Was abseits der staatlich kontrollierten Filmförderung sprießt, muss nicht immer nur rabiater Amateur-Splatter, sondern kann auch eine bizarre Wundertüte sein, die sich mit Verve und Einfallsreichtum auf die Suche nach der verlorenen männlichen Mittelschicht-Identität begibt und dabei die Kopfkapazität des mitdenkenden Zuschauers testet. Die Reise ins Unterbewusstsein eines namenlos bleibenden Mannes (Wolfgang Seidenberg) braucht keine Narration, sondern nur den Anlass: Er hat seine kommunikationslose Ehewüste verlassen und sucht nun, auf der Straße im urbanen Niemandsland gestrandet, Anschluss bei einer Müllsammlerin (Mira Gittner), die sich Godot nennt – nur der erste Hinweis auf die Nähe zum später auch am „Rotkäppchen“-Märchen durchexerzierten experimentellen, dialektischen Theater.

    Leistet der Mann mit seinen übernaiven Fragen der altklugen Godot Vorschub für reihenweise Aperçus, die tiefsinnig, hintersinnig oder sinnlos – manchmal auch alles zusammen – sind, führt ein Talkmaster (Antonio Exacoustos) in die zweite Ebene des Films: Die satirische TV-Show „Nur die Einsamkeit zählt“ streift durch das Unterbewusstsein des Protagonisten, konfrontiert ihn mit den Vorwürfen seiner frustrierten Frau, der zum Sexobjekt degradierten Geliebten, seinem holocaustleugnenden Vater. Dazu gesellen sich ein alberner Freund, der dümmliche Mario-Barth-Schenkelklopfer absondert und nicht zuletzt Adolf Hitler, der aus einer Mülltonne heraus Judenwitze zum besten gibt.

    Das ist freilich nichts für den schnellen, gefahrlosen Konsum, sondern ein herausfordernd stacheliges wie originelles Füllhorn, das kein Tabu kennt und sich einen Spaß daraus macht, mit psychologischer Selbsterkenntnis und philosophischen Volten die Suche nach der Wahrheit erst zu verfolgen, alsdann zu torpedieren. Existenzialismus meets Dadaismus, gespickt mit ätzenden Betrachtungen zur Medienödnis und Triebleben, erkenntnisreichen zu Geschlechterverhältnis und Dasein im Konsumkäfig. Ein brillantes, lohnenswertes Experiment, das wichtige Fragen aufwirft, statt vorschnelle Antworten zu geben. tk.

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