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Fakten und Hintergründe zum Film "Mein Schatz, unsere Familie und ich"

Fakten und Hintergründe zum Film "Mein Schatz, unsere Familie und ich"

Das bringt der Serienherbst auf Disney+

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Produktion: Idee und Story

„In diesem Film geht es um das Grundthema des Weihnachtsfestes: Panik“, sagt Regisseur Seth Gordon, ohne die Miene zu verziehen. „Feiertage und Familienfeste führen uns unaufhaltsam zu unseren Wurzeln zurück, sodass nie verheilte Wunden wieder aufbrechen. Nichts eignet sich besser für einen Komödienstoff.“

Über diesen konkreten Fall sagt er: „,Mein Schatz, unsere Familie und ich‘ handelt von der ewigen Fehde, die wir alle ausfechten müssen, um den Konflikt zwischen ,Wer sind wir?‘ und ,Was wollten die Eltern aus uns machen?‘. Die Frage ist letztlich: ,Wohin führt uns das alles?‘ Daher kann ein Besuch zu Hause so schwierg sein. Sobald man in die Tür kommt, wird man mit Ansichten konfrontiert, die die Vergangenheit spiegeln – denn unsere Eltern und Geschwister ändern ihre Meinung über uns nicht –, obwohl wir uns vielleicht längst weiterentwickelt haben. Sofort fühlt man sich unwohl.“

Diese erniedrigende und peinliche Erfahrung wird sogar noch gesteigert, wenn der Lebenspartner als Zeuge dabei ist – denn der soll uns mehr als alle anderen für cool halten. Oder zumindest für normal. Oder zumindest nicht genetisch gehandicapt durch einen asozialen Bienenschwarm, der sich Familie nennt.

„In ,Mein Schatz, unsere Familie und ich‘ fühlen sich Brad und Kate extrem unbehaglich, weil sie ihre Familiengeschichte erstmals mit den Augen des Partners erleben“, sagt Jonathan Glickman, der den Film mit Roger Birnbaum und Gary Barber produziert hat. „Drei Jahre lang sind sie wie kultivierte, attraktive und selbstbewusste Menschen miteinander umgegangen. Doch an diesem Tag entdecken sie die schlimmsten Seiten des anderen – nämlich all das, was sie verdrängt und verheimlicht haben. Das wird jetzt ans Licht gezerrt.“

„So gut man jemanden auch zu kennen glaubt – man endeckt immer noch neue Seiten an ihm, wenn man ihn im Kreis seiner Familie erlebt und Einzelheiten aus der Kindheit zu hören bekommt“, sagt Vince Vaughn, der die Rolle des Brad spielt. „Eltern und Geschwister wissen sehr gut, wie man solche Erinnerungen wachruft.“

Reese Witherspoon, die als Kate zu sehen ist, bestätigt: „Tatsächlich bewerten viele Leute ihre eigenen Beziehungen im Vergleich zum Verhältnis ihrer Eltern, was in vielerlei Hinsicht abschreckend wirken kann.“

Genau aus diesem Grund haben Brad und Kate den Moment der Wahrheit tunlichst hinausgeschoben, wie Vaughn berichtet: „Sie lieben sich und wollen die Beziehung nicht gefährden. Im Verlauf der Handlung merkt man, dass sie in der Kindheit einiges durchgemacht haben, als die Eltern sich trennten. Sie sehen nur noch den Stress und die Familienpflichten – Freude kommt wahrlich keine auf. Deshalb haben sie sich zu unabhängigen Erwachsenen stilisiert und versuchen, die Fehler der Eltern zu vermeiden, um ein glücklicheres Leben zu führen.“

Dieser Plan funktioniert auch recht gut – bis ihre weihnachtliche Flucht im Nebel endet und sie plötzlich gezwungen sind, all dem unvermittelt – und gemeinsam – die Stirn zu bieten.

„Als Brad und Kate am Flughafen stranden und von Familie zu Familie weitergereicht werden, ergeben sich längst überfällige, unangenehme und sehr komische Situationen, weil die beiden aneinander unvorteilhafte Aspekte ihrer Vergangenheit entdecken. Es geht also um die Frage, ob ihre Zweierbeziehung angesichts dieser neuen Fakten auf Dauer weiterbestehen kann, oder ob all das nicht sogar zur sofortigen Trennung führt“, sagt Peter Billingsley, einer der Executive Producers des Films. Billingsley übernahm auch eine Gastrolle als Schalterbeamter am Flughafen, der den Frust des Paares zu spüren bekommt, als ihr Urlaubsplan im Nebel verpufft.

Sehr passend begannen die Dreharbeiten zu „Mein Schatz, unsere Famile und ich“ Anfang Dezember, und während der Weihnachtspause bekamen die Mitwirkenden Gelegenheit, privat mit ihren Familien zu feiern. Natürlich ließ sich die akute Filmstory auch zu Hause nicht ausblenden: Die meisten brachten zusätzliche Comedy-Munition mit, als sie anschließend an den Set zurückkehrten.

Gordon erinnert sich: „Über die Feiertage wurde mir immer wieder klar, wie zeitlos diese Story ist. Zu Hause gab es Spannungen: Meine Schwester war sauer auf mich – es ging darum, wer Oma zum Essen abholen sollte, und ich dachte: ,Genau deswegen wirkt Weihnachten so komisch.‘ So viele Einzelheiten des Films bestätigten sich in der Praxis – ich fühlte mich exakt so wie damals, als ich beim ersten Lesen des Drehbuchs laut lachen musste. In diesem Film gibt es all die Familienkonstellationen, mit denen jeder von uns etwas anfangen kann – nur werden sie hier auf die Spitze getrieben.“

„Jeder hat seine eigenen Neurosen gebeichtet“, bestätigt Glickman. „Der Regisseur, die Drehbuchautoren, die Schauspieler – alle haben ihre eigene Version des Skripts erlebt. Das geht uns alle an, egal was wir jeweils von unseren Familien halten. Wir alle können eigene Geschichten beitragen. Vince bringt einige eigene Erfahrungen ein, Reese ebenso – die Mischung entsteht aus den Beiträgen aller Beteiligten. Als Dokumentarfilmer hält sich Seth zwar an die Grundstruktur, aber er ist auch bereit, den Dingen ihren Lauf zu lassen, denn bei dieser Art Film und bei dieser Besetzung ist das genau die richtige Methode.“

Großes Lob bekam Seth Gordon 2007 für seine Dokumentation „The King of Kong: A Fistful of Quarters“, die eine Nominierung für den Preis der Chicagoer Filmkritiker erhielt. Darin geht es um die heftige Rivalität zweier Männer beim Kampf um eine Videogame-Meisterschaft. Aufgrund der humorvollen und bewegenden Erkenntnisse in diesem Film wurden die Produzenten von „Mein Schatz, unsere Familie und ich“ und auch Vince Vaughn auf Gordon aufmerksam. Dazu Vaughn: „Mein erster Gedanke war: Der Typ ist wirklich originell und komisch – er hält überhaupt nichts vom Schubladendenken.“

Bei ihrem emotionalen Schlagabtausch in „Mein Schatz, unsere Familie und ich“ werden Vaughn und Witherspoon von einem bemerkenswerten Ensemble berühmter Darsteller unterstützt, die sich nicht nur vor der Filmkamera, sondern auch auf Bühne, Bildschirm und in der Musikbranche profiliert haben. Robert Duvall und Sissy Spacek spielen Brads längst geschiedene Eltern Howard und Paula, die sich nach der Trennung so unterschiedlich entwickelt haben, dass man sich fragt, wieso sie immer noch dieselbe Sprache sprechen. Mary Steenburgen und Jon Voight übernehmen die Rollen von Kates ähnlich unterschiedlichen Eltern Marilyn und Creighton. Dwight Yoakam spielt den Pastor Phil, Marilyns aktuellen Lebenspartner, dem sie sich total anpasst. Jon Favreau und Tim McGraw verbünden sich als große Brüder Denver und Dallas gegen Brad, und Kristin Chenoweth als Courtney macht Kate durch weibliche Geschwisterrivalität das Leben schwer.

Dazu Gordon: „Diese Schauspieler zählen zu den besten ihrer Generation und sogar aller Generationen. Weil sie sich derart einbringen, eröffnet sich dem Film eine neue Dimension. Ich wäre schon glücklich gewesen, wenn ich auch nur mit einem von ihnen hätte arbeiten dürfen.“

Während der Dreharbeiten bestand die gemeinsame Arbeit vor allem in Improvisationen, wobei Vaughn für das Ensemble das Tempo vorgab, als sie die Schlüsselszenen auf komisches Potenzial abklopften und neue Pointen erfanden.

„Vince ist eine Naturgewalt“, bestätigt Witherspoon. „Man lässt ihn einfach sein Ding machen und hofft, angemessen reagieren zu können. Er ist außerordentlich komisch, ohne dass er immer auf Gags abzielt; immer hat er klar vor Augen, wie sich seine Figur verhalten würde und auf welcher emotionalen Ebene das abläuft. Es brachte riesigen Spaß, gemeinsam mit ihm und den anderen Schauspielern Ideen zu entwickeln und zu beobachten, wie dies die Story vorantrieb. Manchmal hatten wir bereits das Gefühl, dass wir den Nagel auf den Kopf getroffen hatten, doch dann kam jemand mit einem weiteren Einfall, und wir alle überlegten noch mal und fügten weitere Details hinzu, bauten aufeinander auf und probierten, wie das funktioniert. Es war toll zu erleben, wie wir uns gegenseitig inspirierten und in das Projekt einbrachten.“

„Auf Reeses Reaktionen und Repliken kann man sich locker einstellen, weil sie ihre Figur bereits in- und auswendig kennt – beim Dreh kann sie also aus dem Stegreif jede Menge Varianten durchspielen“, sagt Vaughn. „Bei der Improvisation geht es ja nicht darum, einfach rauszublubbern, was einem gerade einfällt, wenn die Kamera läuft; man muss schon einen Plan im Kopf haben. Immer geht es ausschließlich darum auszuprobieren, was der Szene am besten dient.“

Produktion: Erste Weihnachtsfeier

Brad und Kate beginnen das Fest mit einem großen Knall (und einem Unfall) vor Brads Elternhaus. Hier hat sich sein Vater Howard (gespielt von Robert Duvall) als Hintern-kratzender Single eingerichtet, nachdem Brads Mutter vor 20 Jahren das Weite gesucht hat. Poster von Ultimate-Fighting-Meisterschaften, eine Sammlung von Pelztieren, die Brads Brüder persönlich erlegt und ausgestopft haben, Howards altmodischer Fernseher mit Zimmerantenne und ein Kühlschrank voller Bier… „All das kündet von einem Testosteron-Amoklauf“, sagt Glickman. „Wenn keine Frau dazwischenredet, dann ist niemand da, der Howards Verhalten im Zaum hält – er lebt wie ein wildes Tier in der Wolfshöhle.“

Dabei ist Howard durchaus kein schlechter Mensch, wie Duvall berichtet: „Aber er bestimmt eben gern selbst, wo es langgeht. Er führt ein verrücktes, asoziales Leben, und wir treiben es natürlich auf die Spitze. Tatsächlich ist es doch so, dass jede noch so abgefahrene Idee irgendwie aus real vorhandenen Umständen hervorgeht. Ich will niemandem auf die Füße treten“, lacht er. „Aber es gibt ganz sicher Familien, die so leben.“

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Brads Brüder Denver und Dallas wären gern Ultimate Fighting Champions und begrüßen ihn mit einem Wrestling-Griff, der ihn rücklings aufs Parkett legt und damit sofort in seine gar nicht so unbeschwerte Kindheit zurückversetzt.

Jon Favreau ist mit Vaughn befreundet und hat seit ihrem Durchbruch 1996 mit der Komödie „Swingers“ oft mit ihm zusammengearbeitet. Jetzt übernahm er die Rolle des Denver in einer kurzen Drehpause während seiner Regiearbeit am Blockbuster „Iron Man“. „Ein Intellektueller ist Denver nicht gerade“, gibt er zu. „Action ist ihm lieber als zu viel Nachdenken. Wie sein Bruder möchte er ein berühmter Cage-Fighter werden – sie haben zwar keinen großen Erfolg, aber an mangelnder Übung liegt das sicher nicht. Was Brad angeht, sind sie wahrscheinlich eifersüchtig, weil er als Anwalt Erfolg hat.“

„Die älteren Brüder sehen es als ihre Pflicht an, ihn richtig einzunorden“, gibt der mehrfach Platin-veredelte Sänger und Songschreiber Tim McGraw zu, dessen außergewöhnliche Schauspielerleistung in „Friday Night Lights“ (Friday Night Lights – Touchdown am Freitag; 2005) die „Mein Schatz“-Filmemacher veranlasste, ihm die Rolle von Denvers Sparringspartner Dallas anzubieten. „Auf meine Rolle musste ich mich nicht besonders vorbereiten“, grinst McGraw. „Denn diese beiden erwachsenen Männer benehmen sich wie 16-Jährige – das fällt mir überhaupt nicht schwer. Doch für die Wrestling-Szenen musste ich mir eine gute Kondition antrainieren. Denn dieser Favreau ist wahrlich kein Leichtgewicht. Ich musste mich richtig anstrengen, um ihm den Hintern zu versohlen.“

Vaughn berichtet, wie er mit Favreau die Obsession der Brüder entwickelte: „Wir sehen sie als Ultimate Fighters, die aber nicht das Können mitbringen, wie man es im Fernsehen geboten bekommt. Sie prügeln sich eher wie die Jungs, die ihre Kämpfe im Garten austragen und die Videos dann auf YouTube einstellen. Favreau nahm diese Idee auf und hat sie ausgebaut – bis zum Irokesenschnitt und den Tattoos.“

Es bleibt nicht aus, dass die brüderliche Rivalität unter dem Konkurrenzdruck ausartet. Leider verlagert sich dieser Konflikt auf das Dach von Howards Haus, denn Brad will sein handwerkliches Können beweisen und eine Satellitenschüssel installieren, während ihm seine Brüder buchstäblich nur so viel Kabel zugestehen, dass er sich daran aufhängen kann.

Unterdessen flüchtet sich Kate in die Küche zu Denvers schwangerer Frau Susan, die von Katy Mixon („The Informers“) gespielt wird. Dort darf Kate Susans bereits vorhandenes Kind babysitten – was ähnlich traumatische Folgen hat.

Als Brad sich schließlich den Staub abklopft, ist er derart dankbar, dass er endlich verschwinden darf und alle seine Rippen noch heil sind, dass er nicht bemerkt, wie Kate sich allmählich verändert. Mitten im Gewühl, als Brad in einer ruhigen Minute seine kleine Nichte eher widerwillig auf den Arm nimmt, beoabachtet ihn Kate und sieht ihren attraktiven – wenn auch nicht perfekten – Lebensgefährten in einem ganz neuen Licht.

Produktion: Zweite Weihnachtsfeier

Zwar fehlen vor Marilyns Haus die üblichen Weihnachtsdekorationen – dafür steht dort aber ein lebensgroßer Jesus mit ausgebreiteten Armen, sodass Kate sich fragt, wer wohl der aktuelle Freund ihrer Mutter ist und ob er auch noch andere Aspekte ihres Haushalts beeinflusst.

Mary Steenburgen spielt die Marilyn und erklärt: „Sie ist mit sehr vielen Männern zusammengewesen. Marilyn sucht ständig nach der wahren Liebe, und obwohl sie keinen Erfolg hat, hofft sie unverdrossen, dass der nächste Mann der Richtige ist. Sie passt sich jedem neuen Freund an, beugt sich seinem Geschmack, seinen Interessen, sodass Kate nie sicher sein kann, wen sie vorfindet und wie das Haus aussieht, wenn sie heimkommt.“

Während Marilyn, wie es ihre Art ist, von Brad als groß, dunkel und gut aussehend schwärmt, fährt Kate die Klauen aus, als sie auf ihre Schwester Courtney trifft, die von Kristin Chenoweth gespielt wird. Courtney war früher Cheerleader und gehört laut Gordon „zu jenen Mädchen, die ihren größten Triumph in der Highschool erlebt und das nie recht überwunden haben, obwohl sie ausgesprochen positiv denkt. Für diese Rolle brauchten wir eine Schauspielerin, die wirklich eklig mit ihrer Schwester umgeht, deren Verhalten aber trotzdem nachvollziehbar und irgendwie auch sympathisch bleibt – dafür war Kristin die absolut perfekte Besetzung.“

Es hat laut Witherspoon auch nicht geschadet, dass „wir beide aus dem Süden stammen, klein und blond sind – wir sehen bereits wie Geschwister aus. Es war toll, mit Kristin zu arbeiten und ein Schwesternverhältnis aufzubauen, in dem wir uns buchstäblich die Haare ausreißen, aber trotzdem deutlich machen, dass wir uns im Grunde ehrlich liebhaben.“

Dazu Chenoweth: „Courtney war in der Highschool sehr beliebt, während die linkische Kate eher eine Außenseiterin war. Courtney erwartete also, sich einen tollen Ehemann zu angeln und in der gesellschaftlichen Hierarchie aufzusteigen, aber das hat nicht geklappt. Gleichzeitig hat sich Kate in einen echten Schwan verwandelt, fand eine Spitzenstellung und einen coolen Partner. Also wird es jetzt Zeit, Kate – und übrigens auch Brad – daran zu erinnern, wie Kate einst ausgesehen hat und was für ein Loser sie war.“

Die Festtagsriten verlagern sich bald in Marilyns Kirche, wo der Grund für ihre plötzlich erwachte Religiosität deutlich wird, als sich ihr neuer Partner vorstellt: Der charismatische Pastor Phil wird vom Countrymusik-Superstar und renommierten Schauspieler Dwight Yoakam dargestellt, der die Rolle mit seiner ganzen Persönlichkeit füllt.

„Pastor Phil sollte ursprünglich Gitarre spielen und eine kurze Predigt halten, aber Dwight spielt ihn als einen solchen aufgeblasenen Angeber, dass er mit erhobenen Armen und donnernder Stimme selbst die Schäflein in der letzten Kirchenbank erschüttert“, sagt Gordon. Daraufhin beriet das Filmteam und fügte eine riesige Videoleinwand in die Kirche ein: sein Gesicht ist in Großaufnahme zu sehen, und umrahmt wird er von einer Lichtershow, Musik und einer gerammelt vollen Bühne als Hintergrund.

Yoakam verrät: „Ich berufe mich dabei auf bestimmte Momente meiner eigenen Biografie, denn ich bin in einer fundamentalistischen Gemeinde aufgewachsen – und ich betone das mit größter Zuneigung. Die besten Prediger dieser Tradition können zum Teil sehr dramatisch auftreten, ihr Sprachstil führt manchmal zu absurden Auswüchsen, aber immer weiß man, dass der Betreffende wirklich aus tiefstem Herzen etwas kommunizieren möchte. In diesem Fall ist es die allumfassende Liebe. Darum geht es bei Pastor Phil.“

Während die Situation rapide chaotischer wird, müssen Brad und die extrem unter Lampenfieber leidende Kate unversehens die Weihnachtsprozession in der Kirche anführen: Im blendenden Licht der Scheinwerfer, unter den Augen der gesamten Gemeinde wirken ihre zahlreichen Patzer noch um einiges bizarrer. Als sie endlich verschwinden können und den nächsten Stop ihrer Festtagstour ansteuern, reden sie kaum noch miteinander.

Produktion: Dritte Weihnachtsfeier

Auf den ersten Blick wirkt Paulas Haus im Marin County sehr einladend und gemütlich: ein luftiger, von Kissen übersäter New-Age-Tempel und damit das genaue Gegenteil zur Show des Pastor Phil… warum ist Brad also derart zugeknöpft?

Vielleicht weil Paula auf ihrem Selbstfindungstrip einen sehr willigen Anhalter mitgenommen hat: Brads früheren Schulfreund Darryl, der von „Swingers“-Veteran Patrick Van Horn gespielt wird. Paulas Seelengefährte und Lebenspartner Darryl pendelt also zwischen kumpelhaften Erinnerungen an die alten Zeiten mit Brad und altklugen Ratschlägen à la „Hör auf deinen Stiefvater“.

„Das stammt ganz von Vince“, gibt Gordon zu. „Er schlug vor: ,Wie wäre es, wenn sie jetzt mit Brads bestem Schulfreund ins Bett geht?‘ Daraus entstand diese irre Szene, in der er sich höchst unbehaglich fühlt und die gleichzeitig erklärt, warum Brad nichts mehr mit seiner Mutter zu tun haben will.“

Paula wird von Sissy Spacek gespielt, die begeistert „die seltene Gelegenheit wahrnahm, in einer temporeichen Komödie richtig die Sau rauszulassen“. Sie bezeichnet diese Erfahrung als den Versuch, „auf einen fahrenden Zug aufzuspringen und dabei nicht unter die Räder zu kommen“.

Es war eindeutig Spacek, die für Brad und Kate das Tempo vorgab, als sie gemeinsam und ohne Rücksicht auf Verluste eine Runde Taboo spielen: Bei diesem Spiel versuchen die Partner jeweils durch Andeutungen einen Begriff zu erraten.

Obwohl die Szene im Drehbuch stand, entschloss man sich im letzten Moment, auf die zuvor ausgesuchten Spielkarten zu verzichten und einfach nach dem Zufallsprinzip vorzugehen, als ob sie tatsächlich spielen würden. „Das passte letztlich noch besser zur Geschichte, denn in dieser öffentlichen Situation traten interessante Aspekte der Beziehung zutage“, sagt Gordon.

Paula bedient die Strafpunkt-Klingel, wendet aber recht undurchsichtige Regeln an. Dazu Spacek: „Paula glaubt, das Spiel im Sinne des Reglements zu spielen, was aber nie funktioniert. Sie sollte eigentlich bei Kate klingeln, macht das aber bei Brad und zur falschen Zeit, sodass die beiden sie immer nur fassungslos anstarren. Wenn man bedenkt, dass Paula eigentlich eine gebildete, versierte Therapeutin ist, muss man wohl annehmen, dass ihr Intelligenzquotient im Verlauf dieser Szene in den Keller purzelt. Ihre Patienten kann man nur bedauern.“

Bei Taboo kann das hohe Tempo und die Spontaneität die Spieler dazu provozieren, über ihre Antworten nicht nachzudenken und dadurch heimliche Gefühle preiszugeben. Vor allem kommt es auf eine starke persönliche Bindung zwischen den Partnern an, weil die Spieler Phrasen formulieren, die ihre Partner richtig interpretieren sollen. Da Brad und Kate sich bei dem Spiel in Bezug auf ihre Kommunikationsfähigkeit nicht gerade mit Ruhm bekleckern, wird einmal mehr deutlich, dass sie sich offensichtlich nicht so gut kennen, wie sie bisher geglaubt haben. Kate ahnt sogar, dass sie vielleicht gar nicht zusammenpassen.

Produktion: Vierte Weihnachtsfeier

Der vierte und letzte Stop führt das Paar zum Haus von Kates Vater Creighton (Jon Voight) am Lake Tahoe. Inzwischen haben die beiden weitreichende Entscheidungen getroffen. Als sie ankommen, steigt nur Kate aus dem Wagen.

Im Haus kommt es zu einem unerwarteten Gespräch mit ihrem Dad.

Voight hat mit Reese Witherspoon bereits 1993 den Western „Return to Lonesome Dove“ (Weg in die Wildnis) gedreht. Er meint: „Die eigentlich einfache Szene entsteht ganz aus dem Gefühl und wird wohl vielen Zuschauern aus dem Herzen sprechen. Creighton versucht ihr zu erklären, welche Fehler er in seinem Leben und besonders als Vater gemacht hat – das bringt Kate zum Nachdenken.“

Dazu Gordon­: „Creighton lässt sich nicht so leicht durchschauen wie die anderen Figuren. Er wird am Anfang des Films nicht vorgestellt, sondern erscheint später als entscheidende Schachfigur, in der all das kulminiert, was wir bisher erlebt haben – als Vorbereitung auf den Schluss des Films. In Creightons Gespräch mit Kate nimmt der Konflikt eine konkrete Form an.“

„Jon strahlt sehr viel Würde aus“, stellt Witherspoon fest. „Er arbeitet sehr überlegt und ernsthaft. Er hat sich sehr intensiv in die Szenen eingebracht, in denen er wieder gutmachen möchte, was er Kate damals angetan hat. Eine wunderbare Leistung, die uns alle gerührt hat.“

„Vince hat Jon gleich zu Anfang für diese Rolle vorgeschlagen, weil Jon eine solche Szene emotional in den Griff bekommt, ohne sie zu überladen, er verleiht ihr Bedeutung und Dramatik, aber auch eine gewisse Milde, die der Atmosphäre des Films sehr zugute kommt“, sagt Glickman. „Die gleichen Überlegungen haben uns auch bei der Besetzung der übrigen Elternrollen geleitet. Wir wünschten uns also keine Comedians, sondern Schauspieler, die die Szenen komisch gestalten können. So kam eine großartige Besetzung zusammen – alle sind sie Oscar-Preisträger, die legendäre dramatische Rollen gespielt haben, jetzt aber die Chance bekommen, richtig auszuflippen und Spaß zu haben.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus

Die Dreharbeiten begannen am 4. Dezember 2007, als alle Beteiligten bereits in Weihnachtsstimmung waren.

Gordon, der auch eine Ausbildung als Architekt absolviert hat, hatte keinerlei Verständigungsschwierigkeiten mit Produktionsdesigner Shepherd Frankel („27 Dresses“), als sie die Eckdaten für jene vier Häuser festlegten, durch die Brads und Kates hektischer Festtagstrip führt. „Seth kann Gebäudegrundrisse lesen, kennt sich mit Modellen und Raumaufteilung aus. Das war eine wunderbare Zusammenarbeit“, sagt Frankel, der seinen Master in Architektur an der University of Californa/Los Angeles gemacht hat. Als die Figuren sich entwickelten, gewannen auch Details der Häuser an Bedeutung – mithilfe der Vorgeschichten der Helden konnte er seine Entwürfe präzisieren. „Wir bereiteten uns nicht auf vier Häuser vor, sondern auf vier individuelle Lebensbereiche.“

„Jeder Haushalt wird von der Persönlichkeit seines Besitzers geprägt“, sagt Glickman.

Dazu Gordon: „Für alle Familienmitglieder entwarfen wir detaillierte Lebensgeschichten, um sinnvoll erklären zu können, was bei der Trennung passiert ist – welches Kind eher zum Vater oder zur Mutter gezogen ist und so weiter. Brad zum Beispiel hat schon als kleiner Junge ganz klar lieber bei seiner zivilisierten Mutter gewohnt, ihre Bindung ist eng, während seine Brüder bei Dad in seiner ,Junggesellenhöhle‘ blieben. Paula hat noch einmal von vorn angefangen, eine Ausbildung gemacht, sie ist Therapeutin geworden und nach Marin County gezogen, und wir überlegten, wie sie sich wohl einrichten würde: buntes Fensterglas, bunt zusammengewürfeltes Mobiliar aus aller Welt, handgewebte Teppiche, Bücherstapel, Reiseerinnerungen… die Ästhetik eines akademischen Hippies. Ihr Haus setzt sich unübersehbar von den anderen ab und umgekehrt – dank Shepherds virtuoser Arbeit. Wir haben uns ganz dem Absurden verschrieben – aber auf eine Art, die niemand infrage stellt.“

Dagegen hat es sich Paulas Ex, Brads Vater Howard, sehr zufrieden in einer maskulin geprägten Umgebung gemütlich gemacht, die laut Gordon aussieht wie „ein Ranchhaus, das schon bessere Tage gesehen hat“.

„Man hat den Eindruck, dass an dem Haus absolut nichts getan wurde, seit Paula damals ausgezogen ist und die beiden Jungs als Teenager dort ziemlich übel gehaust haben“, sagt Frankel. „Die Zimmerdecken sind klassisch verputzt, es gibt noch die Leuchtstofflampen, in der Küche die Ziehharmonika-Tür im Stil der 1970er-Jahre und natürlich altmodische Plattenspieler und Fernseher.“

Falls sich das Haus in den vergangenen Jahren überhaupt verändert hat, dann laut Frankel „nur in Bezug auf Howards dekorative Verschönerungen, in denen sich seine Hobbies und die der Jungs spiegeln – vor allem die Jagd und Ultimate Fighting. Dazu gehört auch die Sammlung ausgestopfter Eichhörnchen, Streifenhörnchen plus Stinktier, die in Vitrinen an der Wand untergebracht sind. Selbst Howards Weihnachtsdekoration sieht so aus, als ob er sie jedes Jahr aus der Garage hervorkramt.“

Auch im Haus von Kates Mutter Marilyn spielt die Weihnachtsdekoration eine Rolle – oder besser deren demonstrative Abwesenheit. Dadurch wird ganz klar, dass Marilyn mit einem neuen Partner zusammenlebt, der sie dazu gebracht hat, auf den traditionellen Weihnachtsmann samt Rentier zu verzichten und sie durch etwas Spirituelleres zu ersetzen.

Da Marilyn leicht zu beeinflussen ist, wird ihr Haus laut Frankel von „Oberflächen, von Furnier geprägt, die eine eigenständige Persönlichkeit vermissen lassen“. Gleichzeitig legt sie großen Wert auf Symmetrie und Ordnung: Die Tapeten passen zum Muster der Sesselbezüge und suggerieren den Einfluss einer Frau, die sich ständig um eine Verschönerung ihrer Inneneinrichtung bemüht – genauso, wie sie auch an der perfekten Beziehung arbeitet.

Doch letztlich soll dieser Set Kate in Verlegenheit bringen, weil darin Gegenstände auftauchen, die wie Minen unter ihr explodieren können: zum Beispiel Fotos, die die schwärzesten Stunden ihrer Jugend als Außenseiterin belegen. Am schlimmsten empfindet sie eine aufblasbare Geisterbahn, die sie „Jump-Jump“ nennt – sie erinnert Kate an ein besonders katastrophales Erlebnis aus ihren Kindertagen.

Als Ergänzung von Marilyns Lebensbereich besucht die Familie kurz die United Church of Faith and Worship im Stadtteil Piedmont, wo Pastor Phil seine beeindruckende Show abzieht.

Das Kirchenkonzept veränderte sich laut Frankel im Laufe der Drehbuchentwicklung sehr nachhaltig: „Pastor Phils Predigt sollte ursprünglich von einer altersschwachen Rauchmaschine unterstützt auf einer kahlen Bühne gehalten werden. Doch als Dwight an Bord kam, verwandelte sich die Szene in einen echten Rock’n’Roll-Event mit Projektionswänden, Scheinwerfern und einer von Neonröhren angestrahlten Krippenszenerie. Den Rauch haben wir aber auch eingesetzt – er ist ein wesentliches Element dieses Sets.“

Mit einer Ausnahme wurden alle Innenräume in den Hallen der Ren-Mar Studios gebaut.

Pastor Phils andächtige Gemeinde füllt die Bänke einer realen Kirche in Hawthorne/California. Die Außenaufnahmen von Paulas Lebensbereich im Zen-Stil wurden auf einem Privatgrundstück im Topanga Canyon gedreht, während der minimalistische Eingang zu Marilyns Haus im Studio errichtet wurde. Doch die Außenmauern und das Dach von Howards Haus mussten komplett auf einem Abhang im Viertel Shadow Hills im San Fernando Valley bei Los Angeles gebaut werden.

„Die Unfallgefahr war unsere größte Sorge, denn nicht nur die Schauspieler sollten sich sicher auf dem Dach bewegen können, sondern auch das Filmteam mit all den Kameras und der Ausrüstung“, berichtet Gordon. „Howards Haus wurde komplett von unserem Team errichtet. Durch die Dachluken konnte man das Dach betreten. Wir verwendeten Scherenhebebühnen als Basis für die Kameras sowie einen riesigen Titan-Kran, sodass wir von allen Seiten drehen konnten.“ Die Illusion war so vollkommen, dass laut Frankel „manche Mitarbeiter durch die Eingangstür traten und ganz schockiert ein leeres Haus vorfanden. Sie fragten: ,Wo ist denn der Rest?‘ Ein schöneres Kompliment hätte man mir nicht machen können – sie glaubten wirklich, es sei ein richtiges Haus.“

Außerdem drehte das Team an Originalschausplätzen in und um San Francisco: an der Golden Gate Bridge, am Fisherman’s Wharf, am Union Square, am Embarcadero, in Chinatown und am San Francisco International Airport. Die Eingangssequenz entstand in einem realen Terminal, der mit 500 Statisten bevölkert wurde.

Der Dreh am Flughafen erwies sich als glücklicher Zufall – die Idee kam dem Regisseur, als er von einer Motivsuche in San Francisco zurückkehrte. Gordon berichtet: „Ich ging zunächst in den falschen Terminal und musste dann durch einen Bereich gehen, der wegen Umbaus geschlossen war, um zu meinem Gate zu gelangen. Das war das perfekte Motiv für uns. Wir mussten nur ein paar eigene Schilder anbringen.“

Der vierte und letzte Besuch auf Brads und Kates emotionaler Achterbahnfahrt führt die beiden zum Haus ihres Vaters am Ufer des Lake Tahoe. Gordon stellte sich das Ambiente entsprechend der gewünschten Atmosphäre als das traditionellste der vier Häuser vor, im klassischen Sinne fast nostalgisch, mit formellem Eingangsbereich, der zum großen Speisezimmer führt, mit warmer Beleuchtung und Tapetenmustern.

Die Szenen vor und in Creightons Haus wurden im Boddy House in den Descanso Gardens gedreht, einem öffentlichen, geschichtsträchtigen Park in La Cañada Flintridge im südlichen Kalifornien. In diesem Haus wohnte einst Manchester Boddy, der Eigner der Los Angeles Daily News und Gründer der Descanso Gardens. Die Villa im Hollywood-Regency-Stil wurde 1938 vom „Architekten der Filmstars“ James E. Dolena entworfen und bietet ein prächtiges, von Eichen umrahmtes 180-Grad-Panorama der San Gabriel Mountains.

Am Endpunkt der Reise „sollen auch die traditionellen Weihnachtsbilder suggeriert werden“, sagt Frankel. „Wir haben die Büsche geschmückt und einen Baum aus Weihnachtssternen konstruiert, weil die Szene abends spielt und wir uns ein besonders romantisches Ambiente wünschten. Drinnen bauten wir einen großen Kamin, der als klassischer Treffpunkt der Familie dient. Und ein Arbeitszimmer gestalteten wir als Esszimmer, indem wir mit unserer eigenen Holztäfelung die Bücherregale an den Wänden verdeckten, Wandleuchter und Tapeten hinzufügten.“

Nicht nur logistisch gesehen stellte Creightons Haus das Ende der Reise dar, sondern auch in Bezug auf Kates und Brads emotionale Berg- und Talfahrt, die ihnen ganz neu offenbart, was sie einander bedeuten.

„Von vornherein war klar, dass ,Mein Schatz, unsere Eltern und ich‘ ein emotionales Zentrum braucht. Klar, der Film sollte lustig werden, allein schon durch die Ausgangssituation und die vielen Slapstick-Elemente, aber ganz offensichtlich bildet unterschwellig ein sehr bewegendes Thema den Kern der Story – es geht um zwei Menschen, die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen, damit es eine gemeinsame Zukunft für sie geben kann“, sagt Glickman.

Gordon berichtet: „Als die Helden auf ihrer Odyssee das zweite Haus betreten, sollten die Zuschauer allmählich merken, dass wir die beiden zwar viele peinliche Situationen erleben lassen, aber im Grunde geht es um jene Dinge, die sie voreinander verborgen haben. Die Wahrheit kommt ans Licht und könnte möglicherweise zur Trennung führen. Wenn sie das Problem nicht anpacken und sich der Situation stellen, werden sie nie erfahren, wer sie eigentlich sind.“

Das gleiche gilt für die Familien, die sie nie so akzeptieren und lieben lernen, wie sie nun mal sind.

„Letztlich geht es um die Erkenntnis, dass es nichts gibt, was uns so den letzten Nerv raubt wie die Familie“, sagt Glickman. „Und trotzdem fährt man 150 Kilometer durch einen Schneesturm und verbringt Stunden auf Flugplätzen, um die Feiertage im Familienkreis zu verbringen. So sind die Menschen nun mal. Das können wir nicht ignorieren.“

Über Kates und Brads schwere Prüfung sagt Billingsley: „Anfangs halten wir die beiden für verrückt, weil sie sich dem Familienfest verweigern. Doch dann begleiten wir sie in all diese Häuser und merken, dass sie als einzige in dieser Gruppe noch bei Verstand sind. Am Ende bekommen wir aber mit, dass auch ihre Familien durchaus nicht verrückt sind. Alle sehnen sich nach Liebe – und sie bemühen sich redlich.“

Dazu Witherspoon: „Die Familie ist so wichtig – wir müssen sie eben so nehmen, wie sie ist, denn ehrlich gesagt: Ändern wird sie sich nie.“

„Eigentlich geht es in der Geschichte darum, was die Weihnachtszeit grundsätzlich bedeutet: Man soll dankbar dafür sein, dass man eine Familie hat – egal, wie gut, böse oder hässlich sie auch sein mag. Man sollte zu schätzen wissen, wenn man Liebe erlebt“, sagt Vaughn. Und mit einem Grinsen fügt er hinzu: „All das sollte uns aber durchaus nicht davon abhalten, herzhaft darüber zu lachen.“