Filmhandlung und Hintergrund

Biographisch eingefärbtes Drama von James Ivory über Picassos Leben ab 1943 bis in die frühen 50er Jahre.

Paris 1943. Pablo Picasso lernt die attraktive, junge Malerin Francoise Gilot kennen, die sich sofort zu dem weltoffenen Künstler hingezogen fühlt. Francoise gibt ihr bürgerliches Leben auf und zieht mit ihm wenig später an die Südküste Frankreichs. Dort orientiert sich Picassos Schaffen zunehmend an der mediterranen Kunst und Keramik. 1953 verläßt ihn Francoise.

Paris 1943. Pablo Picasso macht die Bekanntschaft der attraktiven, jungen Malerin Francoise Gilot, die sich sofort zu dem weltoffenen Künstler hingezogen fühlt und schnell den Platz seiner aktuellen Geliebten Dora Maar einnimmt. Francoise gibt ihr bürgerliches Leben auf und zieht mit ihm wenig später an die Südküste Frankreichs. Als Francoise den Maler 1953 mit ihren beiden Kindern Claude und Paloma verläßt, bricht für Picasso eine Welt zusammen…

Das Leben des außergewöhnlichen Künstlers wird hier einmal aus der Sicht einer seiner Lebensgefährtinnen porträtiert. Im Jahre 1943 lernte die junge Francois Picasso in Paris kennen. Sie folgt ihm in den Süden Frankreichs. Doch auch sie zerbricht an dem Genie und verläßt ihn nach 10 Jahren. Filmbiografie mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mein Mann Picasso: Biographisch eingefärbtes Drama von James Ivory über Picassos Leben ab 1943 bis in die frühen 50er Jahre.

    Nach „Jefferson in Paris“ hat James Ivory wieder einen biographisch eingefärbten Film über eine herausragende Persönlichkeit der Weltgeschichte gedreht: Über Pablo Picasso (1881 - 1973). Er beleuchtet Picassos Leben ab 1943 bis in die frühen 50er Jahre hinein und somit die Periode, in der Francoise Gilot die wichtigste Frau in dessen Leben war. Wie immer erlesen in der Ausstattung und dem Thema ambitioniert verpflichtet, hinterläßt einen der Film allerdings unbefriedigt. Zu einseitig, zu reduziert, um als Charakterportrait Gültigkeit zu haben, zu wohltemperiert und plakativ in Atmosphäre und Aussage, um dem Menschen Picasso gerecht zu werden. Ein Ambiente-Film, der sich dem Mysterium des Jahrhundertgenies letztlich verschließt.

    Paris 1943. Picasso (Anthony Hopkins) macht die Bekanntschaft der jungen Malerin Francoise Gilot (Natascha McElhone), die schnell den Platz seiner aktuellen Geliebten Dora Maar (Julianne Moore) einnimmt. Anthony Hopkins gibt ihm zweifelos das nötige Format, aber Picassos Charisma und vor allem seine erotische Aura sucht man vergebens. Sie wird erklärt. Von Picassos Noch-Geliebter Dora und seiner Kunst- und Kunstgewerbe-Entourage. Vignetten, Arabesken, Anekdoten, mehr nicht. Es bleibt dem Zuschauer verschlossen, warum die ebenso talentierte wie attraktive Francoise ihr bürgerliches Leben mit einem Mal hinter sich läßt, um sich mit Haut und Haar Picasso hinzugeben. Daß für sie eine große Faszination von Picasso ausgeht, die weit über den Boheme-Kult, das Künstlermilieu und die persönliche Rebellion gegen das Establishment hinausgeht ist evident - aber nicht sichtbar. Das liegt gewiß nicht an den hervorragenden Schauspielern sondern an der Art der Inszenierung. Hier werden Fakten geschaffen, Positionen markiert. Wenig später ziehen Picasso und Francoise nach Südfrankreich, wo sich Picassos Schaffen vor allem an der mediterranen Kunst und Keramik orientiert. Ivory und seine langjährige Drehbuchautorin Ruth Prawer Jhabvala versuchen Picasso zwischen Monster und Kindskopf zu lokalisieren. Sowohl Dora Maar als auch die Ehefrau Olga (Jane Lapotaire) hauen in die gleiche Kerbe: Picasso als Frauenverführer, Frauenverächter, der sie nur benutzt - zum Beispiel um sich die Zehennägel schneiden zu lassen. Grund für diese sehr verengte Sichtweise dürfte das Buch von Arianna Stassinopoulos Huffington sein, das als Vorlage diente. Als Francoise Picasso 1953 mit ihren beiden Kindern Claude und Paloma verläßt, bricht für ihn zunächst eine Welt zusammen. Schnell tröstet sich der Meister aber mit Jaqueline Roque (Diane Venora), die er 1961 heiratet und die ihm bis zu seinem Tode treu ergeben bleibt. In „Surviving Picasso“ werden vor allem biographische Zäsuren abgehakt, die inneren Spannungen Picassos, sein seelisches Dilemma, sein Ringen mit den Kräften des Unterbewußtseins und der Zwang, sich eben so und nicht anders ausleben zu müssen, werden weitgehend ausgeblendet. Ähnlich oberflächlich geht Ivory mit dem Künstler Picasso um. Farbe, Pinsel und Leinwand allein und auch das Nachstellen von dokumentarisch Verbürgtem (etwa das Malen in der Luft mit einer Taschenlampe) entschlüsselt nur unzureichend die Magie dieses Genies. Was den Film schließlich doch sehenswert macht, sind die Haupdarsteller. Anthony Hopkins ist wie schon bei „Nixon“ eine fast authentische Reinkarnation. Und manchmal - vor allem bei den Szenen, die nach den Bildern des berühmten Fotografen David Douglas Duncan inszeniert wurden - hat man das Gefühl, daß einen tatsächlich Picasso anschaut. Als große Entdeckung darf Natascha McElhone gelten. Demnächst in „The Devil’s Own“ wiederzusehen, überzeugt sie beeindruckend in ihrer Darstellung der gedemütigten-geliebten Muse Picassos. In einer Sequenz schließlich zeigt sich die Meisterschaft Ivorys dann doch: Als Francoise und Picasso den Maler Matisse (Joss Ackland) in dessen Atelier aufsuchen. Dann nämlich geht der Film weit über das Biopic-Schema hinaus und alles fließt, flirrt, atmet und legt Zeugnis ab. Diesen Esprit hätte man sich die ganzen 123 Minuten lang gewünscht. ull.

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