Mein linker Fuß Poster

Daniel Day-Lewis zum Ritter geschlagen

Ehemalige BEM-Accounts  

Er verschmilzt mit seiner Rolle wie kein anderer.

Ist ab sofort ein Sir: Daniel Day-Lewis Bild: Kurt Krieger

Akribische Vorbereitungen, wenn nötig auch jahrelang, eiserne Disziplin und solange der Film gedreht wird, bleibt er immer in seiner Rolle, selbst wenn die Kamera gar nicht mehr läuft: Daniel Day-Lewis ist der Inbegriff der extremen Schauspielschule, e ist der Meister des sogenannten „Method Acting“.

Das Ergebnis: Für seine beiden letzten Filme – und wegen seiner intensiven Studien der Figuren waren es nur zwei Filme innerhalb von sieben Jahren – gewann Day-Lewis jeweils den Oscar als bester Hauptdarsteller: für seinen Öl-Mogul in „There Will Be Blood“ und den legendären US-Präsidenten in „Lincoln„. Es waren Lewis‘ Goldjungs Nummer zwei und drei nach dem ersten Oscar für seinen behinderten Schriftsteller in „Mein linker Fuß„. Nun gab’s obendrauf auch noch den Ritterschlag von Prinz William.

Vom Kuhdorf in die Weltstadt und zurück

So darf sich der Mime fortan offiziell „Sir Daniel Day-Lewis“ nennen lassen. Die Zeremonie war allein schon deshalb bemerkenswert, weil Day-Lewis ansonsten äußerst zurückgezogen lebt – im Dorf Annamoe 30 Kilometer südlich von Dublin, mit seiner Frau Rebecca Miller, Tochter des berühmten Dramatikers Arthur Miller, und zwei Söhnen. Doch vor seinem Ritterschlag scherzte der Schauspieler noch gut gelaunt mit Prinz William und zeigte sich ungewohnt leutselig.

Interviews wollte Day-Lewis zwar am Tag der Ehrung dann doch nicht geben, aber als im Juni verkündet worden war, dass er zum Ritter geschlagen werden soll, sagte Day-Lewis mit typisch britischem Understatement: „Ich bin ebenso ungläubig wie hocherfreut!“

Nun weiß Daniel Day-Lewis also, wie es Fans und Kritikern geht, wenn sie ihn schauspielern sehen.

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