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Mein Leben im Off

Kinostart: 04.08.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Regiedebüt um einen erfolglosen Schriftsteller, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.

Frank ist ein erfolgloser Schriftsteller und lebt in einer kriselnden Beziehung mit Akim. Da trifft er auf die charismatische Kathrin und will sie zur Heldin seines neuen Buches machen, das zum Bestseller werden soll. Er verfolgt sie und arbeitet sogar in ihrer Firma, um ihr näher zu kommen. Das gelingt, sie landen zusammen im Bett, und als Akim ihn aus der Wohnung schmeißt, zieht Frank sogar bei Kathrin ein, kocht für sie, kümmert sich um den Haushalt. Doch auch Kathrin hat ihre Hintergedanken.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Regisseur Oliver Haffner nimmt sich in seinem Langfilmdebüt „Mein Leben im Off“ viel Zeit, um die Geschichte einer Charakterwandlung zu erzählen: Zu Beginn der Filmhandlung hängt Frank – wie auch die meisten seiner Freunde – in seinem Leben in der Wartschleife. Er wartet darauf, dass etwas einmalig Großes passiert, statt das Leben zu genießen. Er wartet auf die Zukunft als berühmter Schriftsteller, ist aber nicht bereit, Entscheidungen zu treffen, damit diese Zukunft beginnen kann. Auch die Beziehung zu seinem Lebensgefährten Akim ordnet Frank diesem Warten unter. An diesem Punkt lernt er Kathrin kennen, das genaue Gegenteil von ihm und seinem Umfeld: Sie lebt ausschließlich im Jetzt, aber nicht nur für sich allein, sondern auch für ihr ungeborenes Kind und ist auch darüber hinaus immer wieder bereit für andere einzustehen. Zu Beginn ihrer Abmachung, scheint sich Franks Situation erst einmal zu verschlimmern, denn er saugt sich so sehr an Kathrins Leben fest und ist wie besessen von der Enthüllung ihrer Geheimnisse, dass er dabei sein eigenes Leben aufs Abstellgleis stellt, es nur noch im Off stattfinden lässt.

      Doch dann beginnt sich langsam etwas zu verändern: Durch seine Beobachtungen erhält er nicht nur tolles Futter für seinen Roman, sondern ganz nebenbei zeigt ihm Kathrin, was „leben“ heißt, wie man das machen muss, den „Moment genießen“, dass dazu manchmal nicht mehr nötig ist, als einen wunderschön sonnigen Nachmittag am See zu genießen und dass es noch besser funktioniert, wenn man den Moment mit einem Menschen teilen kann. Und siehe da, bald ist keine Spur mehr von dem unsozialen Egomanen.

      Es macht unglaublich viel Spaß, diesem Scheusal Frank, der eindeutig an Jack Nicholson in „Besser geht´ s nicht“ (James L. Brooks, 1997) erinnert, bei seiner Wandlung zuzuschauen. Zu verdanken ist das in erster Linie Haffners ausgeklügeltem Drehbuch und der schauspielerischen Leistung von Thomas Schmauser. Eigentlich Teil des Ensembles der Münchner Kammerspiele ist er hier in seiner ersten Kinohauptrolle zu sehen. Sein Frank Blumberg ist bis ins kleinste Detail – die furchtbaren strähnigen Haare im Gesicht zum Beispiel – ein absolut authentischer Unsympath und auch die Wandlung hin zum Familienmensch stellt Schmauser glaubwürdig mit viel Witz und Herzenswärme dar.

      Zu Beginn könnte man „Mein Leben im Off“ fälschlicherweise für eine nicht weiter beeindruckende Komödie halten. Doch plötzlich – und zum Glück schon recht bald – entpuppt sich das Langfilmdebüt als kleiner feiner Film, der eine große Portion Komik perfekt mit einer kleinen Note Tragik zu verbinden weiß. Obwohl durchaus Potential vorhanden wäre, wenn sich Kathrin und Frank die Frage nach dem Ursprung des Wesens eines Menschen stellen und beschließen später Kathrins Tochter mit einem Knall anzuzeigen, wenn sie nach dem Tod zurückkommen, umschifft Haffner gekonnt den Eisberg Kitsch und gibt seine Figuren nie der Lächerlichkeit preis.

      „Mein Leben im Off“ ist definitiv ein Film fürs Herz. Situationskomik und Dialogwitz sorgen für einige wohltuenden Lacher, das Quäntchen Tragik für Ergriffenheit und das Ende des Films sorgt dafür, dass man das Kino mit einem Lächeln im Gesicht verlässt.

      Fazit: Ein kleiner feiner Film über die Komik und Tragik des Lebens mit viel Herz und einer Idee, was uns unsterblich macht.
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    2. Mein Leben im Off: Regiedebüt um einen erfolglosen Schriftsteller, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.

      Oliver Haffner lässt in seinem Regiedebüt zwischen Drama und trockenem Humor die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Die erfolgreichen Theater- und Gelegenheitskinoschauspieler Thomas Schmauser und Katharina Marie Schubert überzeugen mit starken Performances. Nach Festivalkarriere inklusiver diverser Auszeichnungen erlebt die Independent-Produktion nun auch einen regulären Kinostart.
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      Kino.de Redaktion