Mein kleines Kind

Kinostart: 10.04.2003

Filmhandlung und Hintergrund

Autobiographischer Dokumentarfilm einer werdenden Mutter, die über Leben und Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden muss.

Die Diagnose der Ultraschalluntersuchung lautet: „Komplexes Fehlbildungssyndrom in der 21. Schwangerschaftswoche, Verdacht auf Chromosomenanomalie“. Eine junge Mutter muß sich entscheiden zwischen spätem Schwangerschaftsabbruch oder der Geburt eines möglicherweise schwerbehinderten Kindes. Vor der Kamera einer Freundin nehmen die widersprüchlichen Gefühle ihren Lauf.

Ein persönliches Drama verarbeitet Hebamme und Filmemacherin Katja Baumgarten in diesem sehr sensibel in Szene gesetzten Dokumentarfilm. Die Kamera einer Freundin begleitet die junge Frau von der Diagnose über die Geburt bis zum Tode ihres kleinen Sohnes.

In der 21. Schwangerschaftswoche lautet die Diagnose einer Ultraschalluntersuchung: „komplexes Fehlbildungssyndrom, Verdacht auf Chromosomenanomalie.“ Die werdende Mutter wird vor die Wahl eines Schwangerschaftsabbruchs gestellt und vertraut ihrer Freundin und deren Kamera an, was sie bewegt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mein kleines Kind: Autobiographischer Dokumentarfilm einer werdenden Mutter, die über Leben und Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden muss.

    Die Hebamme und Filmemacherin Katja Baumgarten erfährt in der 22. Woche bei einer Ultraschalluntersuchung, dass ihr Kind an „komplexem Fehlbildungssyndrom“ leidet und steht vor der Frage, Abtreibung oder nicht. Ein autobiografischer Dokumentarfilm, der Fragen nach den Grenzen des Persönlichen aufwirft und der individueller Verantwortung.

    Fast wie in Trance hörte die werdende Mutter die Stimme des Facharztes für Pränataldiagnostik: „Sie müssen entscheiden, die sofortige Beendigung der Schwangerschaft ist in solchen Situationen der übliche Weg.“ Es besteht Verdacht auf Chromosomenanomalie, das Kind wird nicht lebensfähig sein. Fast ein Todesurteil für den Fötus. Soll sie dieses in ihrem Bauch strampelnde Wesen durch eine vorzeitig eingeleitete Geburt sterben lassen oder ihm Leben und Tod in Würde geben? Die dreifache Mutter, Hebamme, Filmemacherin und Ich-Erzählerin trägt das Kind aus. Ihre Freundin, die renommierte Kamerafrau Gisela Tuchtenhagen, begleitet sie durch die schwierige Zeit der Ungewissheit und des Zweifels bis zur Geburt des kleinen Martin Tim, dokumentiert auf Video das Alltagsleben und die persönliche Lebenskrise der Schwangeren, ihre Reflexion über den Entschluss, dem Kind eine Chance zu geben. Die Kamera ist immer ganz nahe dran, ohne voyeuristisch zu sein. Während die Ärzte auf den Ultraschallbildern nur Deformationen erkennen, sieht die Mutter einen werdenden Menschen. Gegen die kalte Medizintechnologie steht die familiäre Atmosphäre, eine Geborgenheit, die Gefühle erlaubt. Der Junge kommt zu Hause zur Welt, umringt von seinen Geschwistern, nach dreieinhalb Stunden stirbt er ruhig in den Armen der Mutter. Erst ein Jahr später sichtete die Regisseurin das Material und entschloss sich, das einschneidende Erlebnis filmisch aufzuarbeiten. Manchmal ist dieser Blick zurück unerträglich, schmerzt die radikale Subjektivität. Fast zu intim wirkt diese Chronologie des Hoffen und des Bangens, brisant ist die ethische Dimension. Auch wenn man sich gegen den Mut zum Privaten sträubt - die schonungslose Offenheit ist bewundernswert. mk.

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