Mein bester Freund

  1. Ø 5
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Mein bester Freund: Dramödie um einen Antiquitätenhändler, der feststellen muss, dass er ein Leben ohne Freunde lebt.

Der erfolgreiche Antiquitätenhändler François (Daniel Auteuil) ist ein rettungsloser Workaholic, der sich für nichts außer sein Metier interessiert. Bis ihn seine Geschäftspartnerin Catherine (Julie Gayet) damit konfrontiert, er habe keine Freunde. Entrüstet schließt François mit ihr eine Wette ab, binnen 10 Tagen seinen besten Freund zu präsentieren. Doch die Anschuldigungen sind begründet: In ganz Paris will sich niemand zu ihm bekennen. Taxifahrer Bruno (Dany Boon) verspricht ihm beizubringen, wie man Freunde gewinnt.

Von leichter Hand inszeniertes Drama von Patrice Leconte („Der Mann der Friseuse„), das in Frankreich ein Millionenpublikum begeisterte. Feinsinnig und mit stillem Humor beobachtet Leconte die Identitätssuche und späte Kurskorrektur im Leben seines Protagonisten.

Der egoistische Antiquitätenhändler Francois lebt nur für seine Arbeit, bis er mit seiner Kollegin Catherine eine Wette abschließt und ihr in zehn Tagen einen besten Freund präsentieren soll. Doch in Paris will er einfach niemanden finden, der sich von ihm als Freund bezeichnen lassen will, bis er auf den Taxifahrer Bruno stößt, der sich bereit erklärt, dem Mann beizubringen, wie man Freunde gewinnt.

Der egoistische Antiquitätenhändler Francois lebt nur für seine Arbeit. Selbst in seinem Bekanntenkreis ist man überzeugt, dass er keinen echtne Freund hat. Also schließt Francois mit seiner Kollegin Catherine eine Wette ab und soll ihr in zehn Tagen einen besten Freund präsentieren. Doch in Paris will er einfach niemanden finden, der sich von ihm als Freund bezeichnen lassen will. Bis er auf den liebenswerten Taxifahrer Bruno stößt, der sich bereit erklärt, dem Unsympathen beizubringen, wie man Freunde gewinnt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der französische Film „Mein bester Freund“ von Regisseur Patrice Leconte lockte in Frankreich über eine Million Zuschauer in die Kinos. Der bekannte Schauspieler Daniel Auteuil gibt eine brillante Vorstellung als François, ein Mann, der spröde und unsympathisch wirkt, hinter dieser Fassade aber einfach liebenswert ist. Vor allem dank Auteuil ist „Mein bester Freund“ wieder einer dieser neuen französischen Filme, die leicht und luftig zwischen Komödie und Drama hin- und herpendeln. Sie erinnern dabei an Theaterstücke im Boulevardstil. Das Rollenspiel sorgt wie von selbst für spannende Unterhaltung ohne spektakuläre Handlung oder Effekte.

    Diese Eigenschaften und sein Thema der Einsamkeit in der modernen Welt verbindet „Mein bester Freund“ mit „Herzen“ von Alain Resnais und mit den Komödien „Kann das Liebe sein?“ und „Zusammen ist man weniger allein“. Auch Taxifahrer Bruno, der aus einem anderen Milieu als François kommt – er sammelt Panini-Bilder statt antike Möbel – ist einsam. Bruno nervt seine Umgebung mit angelesenem Wissen zu jedem beliebigen Stichwort. Wie ein wandelndes Lexikon erzählt er Anekdoten über Berühmtheiten und kann die historischen Hintergründe zum Beispiel von Berufsbezeichnungen erklären. Der Taxifahrer bewirbt sich seit Jahren als Kandidat für Quizsendungen, doch leider ist er dafür zu nervös. Dany Boon spielt diesen Bruno als freundlichen, gutmütigen Mann, der es schafft, den zugeknöpften François aus der Reserve zu locken.

    Daniel Auteuil vereint scheinbar mühelos die vielen Widersprüche im Charakter von François. In geschäftlichen Dingen ist er gewieft und schlagfertig, doch privat geht er nicht aus sich heraus, selbst seine Freundin behandelt er, als wäre sie keine. Und er kann auch gehemmt und schüchtern wie ein kleiner Junge sein, vor allem aber hat er einen neugierigen, sehnsüchtigen Blick, der ihn zu einer starken Identifikationsfigur macht.

    Auf seinen Streifzügen mit Bruno lebt François auf, bis es zum jähen Bruch mit dem gerade gewonnenen Freund kommt. Denn der von Bruno geforderte Beweis, dass er ein großes Risiko einzugehen bereit ist, stellt den Taxifahrer vor den Bekannten von François bloß. Offenbar hatte François keine Ahnung davon, dass vor allem er seine Freundschaft beweisen muss. Leconte erhöht den Gegenwartsbezug der Geschichte, indem er Bruno in der französischen Version von „Wer wird Millionär“ auftreten lässt. „Mein bester Freund“ bietet beschwingte Unterhaltung jenseits des großen Dramas und hinterlässt ein zufriedenes Lächeln auf den Gesichtern der Zuschauer.

    Fazit: Ein charmanter Daniel Auteuil in der Hauptrolle macht diesen beschwingten Unterhaltungsfilm zum Vergnügen.
  • Was ist ein bester Freund und wie finde ich ihn? Dieser Frage geht Patrice Leconte mit wunderbaren Schauspielern, Humor, Warmherzigkeit und Originalität nach.

    Für den skrupellosen Antiquitätenhändler François läuft alles bestens. Sein Terminkalender ist randvoll, fast täglich Geschäftsessen, eine pflegeleichte Frau, die kommt und geht wie er will. Sentimentalität kennt er nicht. Dass ausgerechnet er bei einer Auktion für sündteures Geld eine Vase ersteigert, die Achilles aus Trauer um seinen toten Freund Patroklus mit Tränen füllte, erstaunt nicht nur seine Geschäftspartnerin, die sich nicht vorstellen kann, dass bei François‘ Tod auch nur ein Mensch eine Träne verdrückt. Sie schließen eine Wette ab: In zehn Tagen soll er ihr seinen „besten Freund“ präsentieren oder die Vase gehört ihr. Flugs erstellt der Geschäftsmann eine Liste von so genannten „Freunden“. Schon beim ersten beißt er auf Granit, man sei Konkurrenten, so die kühle Aufklärung. Lehrbücher, Anrufe beim Psychologen und Besuche einschlägiger Veranstaltungen bleiben erfolglos. Kein Buddy weit und breit. Nur der kauzige Taxifahrer, der davon träumt, bei einer Ratesendung mitzumachen, hat uneigennützig ein Ohr für seine Sorgen und verrät ihm die nötigen Eigenschaften um Freunde zu bekommen: sympathisch, freundlich, aufrichtig. Unter seiner Anleitung legt der Kunstexperte los und muss einen Dämpfer nach dem anderen einstecken, selbst die Lokalrunde kommt nicht an. Freundschaft ist eben nicht käuflich.

    Mit zärtlichem Blick zeichnet Patrice Leconte die Annäherung zwischen den grundverschiedenen Männern, die ihre Einsamkeit kaschieren – der eine durch ständige Flucht in die Arbeit, der andere durch unerschütterliche Freundlichkeit. Kein konventionelles Heldengespann, sondern ein Duo mit Ecken und Kanten. Der Knackpunkt der Dramödie ist die Unfähigkeit des im Leben reüssierten Protagonisten, ohne Kalkül auf einen anderen Menschen einzugehen, immer nur eine emotionale Kosten-Nutzen-Rechnung zu betreiben – typisch für unsere Zeit. Ein guter Griff sind die Schauspieler: Kein unattraktiver Muffel spielt den egozentrischen Intellektuellen (der sogar die Beerdigung nutzt, um der Witwe eine alte Kommode abzuschwatzen), sondern ein vordergründig offener und charmanter Daniel Auteuil, der in dem pausenlos strahlenden und offenherzigen Naivling Dany Boon Gegensatz und Ergänzung findet. Gemeinsam einsam. Tragik und Komik menschlicher Existenz liegen bei diesem bewegenden Thema nahe beieinander. Und wenn am Ende der originellen Fabel über Freundschaft der einfache, gesellige Kerl und der arrogante Pariser Snob sich ohne Wenn und Aber akzeptieren, dann hat Patrice Leconte mal wieder seinen sicheren Instinkt für erlesene Charakterzeichnung bewiesen. mk.

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