Filmhandlung und Hintergrund

Verfilmung der Erfolgsgeschichte des Boxweltmeisters Max Schmeling mit Box-Star Henry Maske in der Hauptrolle.

Während der deutsche Soldat Max Schmeling 1943 einen englischen Kriegsgefangenen überführt, fassen die beiden Männer langsam Vertrauen zueinander. Schmeling erzählt ihm seine Erfolgsgeschichte: von seiner ersten Box-Weltmeisterschaft, seiner großen Liebe zur Schauspielerin Anny Ondra, bis hin zu seinem besonders spektakulären Boxkampf gegen Joe Louis 1936 und seinen Konflikten mit dem Naziregime. Nach Kriegsende die große Ernüchterung: Boxen ist das Einzige, das Schmeling je richtig gelernt hat und ein großes Comeback ist seine einzige Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Zum ersten Mal nach der Studentenklamotte „Das erste Semester“ mit Christian Kahrmann drehte der als Trashfilmer verschriehene Uwe Boll wieder in deutscher Sprache und in hiesigen Gefilden (unter anderem in Wiesbaden), wobei der Genreregisseur mit der filmischen Biografie des einzigen deutschen Schwergewichtsweltmeisters Neuland betritt. Als Hobbyboxer, der einst seine Kritiker im Ring heraus forderte, um sie zu verprügeln, mag Boll ein besonderes Interesse an dem Stoff entwickelt haben. Dabei ließ er sich nicht nehmen, einem Cameo-Auftritt als Ringrichter zu absolvieren. Ob ihn dies allerdings schon für eine tragende Rolle in seinem nächsten Projekt „Auschwitz“ qualifiziert, bleibt abzuwarten.

      Boll immer noch als „schlechtesten Regisseur der Welt“ zu bezeichnen, ist allerdings an den Haaren herbei gezogen. Seine letzten Independentproduktionen liefern trotz einer weiterhin ausgeprägten Vorliebe für drastische Gewaltdarstellung diskussionswerte Ansätze. Man muss jedoch attestieren, dass die Qualität seines bislang besten Films, dem dichten Antikriegsdrama „1968 Tunnel Rats“, besonders auf die Leistungen des jungen Darstellerteams, das die Dialoge mit Boll entwickelte, und seines dauerhaften Kameramannes Mathias Neumann zurück zu führen ist. Letzter lieferte in „Max Schmeling“ erneut stimmige Bilder, wobei die Übergänge von Archivaufnahmen zu neu gedrehtem oder nach gestelltem Material weniger überzeugen kann. Dagegen zählen die furiosen Boxsequenzen zu den positiven Aspekten, die einen fühlbaren Eindruck der Schweiß treibenden Anstrengungen vermitteln und Dynamik in die Inszenierung bringen, die ihr an anderer Stelle fehlt.

      Wo sich Boll bei aktuellen Produktionen wie „1968 Tunnel Rats“ oder dem drastisch-zermürbenden Kammerspiel „Siegburg“ auf seine teils unbekannten Akteure verlassen konnte, verbreiten hier manche Darsteller eher unfreiwillige Komik, wie etwa Bolls Regiekollege RP Kahl in den wenigen Szenen als Propagandaminister Joseph Goebbels. Eine solide Leistung liefert Heino Ferch als Schmelings Trainer Max Machon, und Arved Birnbaum ragt als feister Reichssportführer aus dem Team heraus, während Susanne Wuest als blonde Anny Ondra blass bleibt und Christian Kahrmann als Hitlers Adjutant überfordert wirkt. Ohnehin scheint es, als beständen die Nazis nur aus einer Handvoll Leuten, da Kahrmann oder Birnbaum ständig auftauchen.

      Zwar mag die Verpflichtung von „Gentleman“ Henry Maske für die Titelrolle des unter den Nationalsozialisten in Ungnade gefallenen Boxstars ein besonderer PR-Coup sein. Doch trotz dessen Schauspielunterricht bei Arved Birnbaum kann der Akteursneuling lediglich in den Ringszenen überzeugen, wo ihm Boll weitere Profis aus der Boxszene als Gegner zur Seite stellt. Maske deklariert seine Dialoge wie auswendig gelernt - ohne Gespür für Nuancen und Betonungen. In diesem Bereich gehört Uwe Boll wohl nicht zu den Filmemachern, die aus den Schauspielern Höchstleistungen heraus kitzeln können. Sein Talent liegt mehr in der Choreografie von Massenszenen und Actioneinlagen, was er erneut unter Beweis stellt.

      Insgesamt bleibt die Inszenierung nicht frei von Längen, was man gleichfalls auf das mitunter Klischee geladene Drehbuch zurück führen kann. Max Schmeling wirkt streckenweise reichlich naiv im Umgang mit den Nationalsozialisten und weit weniger humorvoll, als er in Wirklichkeit auftrat, doch das mag unter erzählerische Freiheit fallen. Dem Budget scheint dagegen der Einfall geschuldet sein, alle Boxkämpfe vom gleichen deutschen Radioreporter kommentieren zu lassen. Der Zuschauer darf daher beim letzten Fight erleichtert sein, dass dieser den Krieg heil überstand und immer noch die gleichen Sprüche auf Lager hat.

      Fazit: Akzeptable, aber sowohl inszenatorisch als auch darstellerisch uneinheitliche Biografie des deutschen Boxidols, die nicht frei von unfreiwilligem Humor und Längen ist.
    2. Max Schmeling: Verfilmung der Erfolgsgeschichte des Boxweltmeisters Max Schmeling mit Box-Star Henry Maske in der Hauptrolle.

      Mit seiner neuen Inszenierung betritt Regisseur Uwe Boll, der bisher hauptsächlich mit seinen kontrovers diskutierten Videospielverfilmungen wie „Alone in the Dark“ oder „House of the Dead“ für Aufsehen gesorgt hat, Neuland in der Genreauswahl. In der Hauptrolle ist der deutsche Box-Star Henry Maske zu sehen, der mit Max Schmeling eine Sache gemeinsam hat: Boxen ist das, was er wirklich kann, was gerade die überzeugenden Boxszenen im Vergleich zu seiner schauspielerischen Leistung beweisen.
      1. Ein technisches K.o. in der ersten Runde: sobald Henry Maske den Mund aufmacht.

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