Max Minsky und ich

Kinostart: 06.09.2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Warmherzig und intelligent erzählte Geschichte vom Erwachsenwerden im jüdischen Milieu.

Die 13-jährige Nelly (Zoe Moore) legt als versierter Bücherwurm Bestnoten in allen Fächern hin - außer in Sport, da ist sie eine totale Niete. Doch ausgerechnet das Mädchen-Basketballteam der Schule wird zu einem Turnier eingeladen: Unter der Schirmherrschaft des drei Jahre älteren luxemburgischen Prinzen Edouard, in den sie verschossen ist. Nelly muss es ins Team schaffen! Nachbarsjunge Max (Emil Reinke) erklärt sich bereit, ihr den Ballsport beizubringen, während sie seine Hausaufgaben erledigt und so andere wichtige Ziele vernachlässigt.

Der 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Teenroman „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ von Holly-Jane Rahlens ist die Vorlage für eine hinreißende Coming-of-Age-Geschichte um Familie, Sport und das deutsch-jüdische Alltagschaos in Berlin.

Büchernärrin Nelly hat erfahren, dass ihr Schwarm, der luxemburgische Prinz Edouard, Schirmherr der europäischen Basketball-Schulmeisterschaften ist. Doch um ins Team aufgenommen zu werden, muss die Sport hasssende Nelly erst mal Nachhilfestunden nehmen. Das macht sie beim etwas älteren Sportcrack Max, dem sie im Gegenzug bei den Hausaufgaben hilft.

Wenn der 15-jährige Max Minsky, ein mieser Schüler, aber toller Sportler, der zwei Jahre jüngeren Nelly das Basketballspielen beibringt, dann erledigt sie im Gegenzug dessen Hausaufgaben. Denn Nelly will in das hiesige Basketballteam aufgenommen werden, um bei der Europa-Meisterschaft ihren Schwarm, den luxemburgischen Prinz Edouard, kennenlernen zu können. Während des intensiven Trainings und des nicht weniger aufwändigen Hausaufgabenprogramms kommen sich Max und Nelly zwangsläufig näher.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Teeniefilm „Max Minsky und ich“ ist das Kinodebüt von Regisseurin Anna Justice. Das Drehbuch stammt von Holly-Jane Rahlens, die ihren mit dem Jugendliteraturpreis 2003 ausgezeichneten Roman „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ adaptierte. Zwischen Roman und Film gibt es einige größere Unterschiede, die allerdings nur für die jungen Kenner des Buches von Bedeutung sein könnten.

      Der wichtigste Unterschied ist die Person von Max. Im Roman ist Max ein in Schwarz gekleideter, aggressiver Rebell, der sich abgeklärt gibt und auch in die Schule mit weiß bemaltem Gesicht geht. Im Film, man will es gar nicht so genau wissen, warum, ist Max, gespielt von Emil Reinke, ein etwas unsicherer, netter Junge, der gut, aber nicht provokant aussieht. Er hat auch einige Sprüche zu sagen, die ihn sympathisch, um nicht zu sagen, kindlich wirken lassen sollen. Wie gesagt, nur für Buchkenner ein etwas rätselhaftes Phänomen, alle anderen dürfte sein frisches, angenehmes Auftreten und das kleine Lispeln leichter für ihn einnehmen.

      Nelly, gespielt von Zoe Moore, ist eine kleine, ernste Brillenträgerin, die ihre langen Haare erst dann aus dem Pferdeschwanz befreit, als sie, dank Max und dem Basketballtraining, ihre Körperlichkeit schätzen lernt. Wie so oft, aber nie oft genug erzählt, ergänzen sich die beiden gegensätzlichen Charaktere über viele Reibereien und wachsen an ihrer Freundschaft. Natürlich gehören auch die altersgemäßen Konflikte mit den Eltern dazu, und darüber hinaus die zeitgemäßen Konflikte der Erwachsenen untereinander.

      Wie auch im Buch, geht es dank Nellys bevorstehender Bat Mizwa – schon allein das Wort ist etwas Neues – auch um eine sehr gelungene, mit leichter Hand und Humor erzählte Einführung in die jüdischen Traditionen. Nelly hadert mit ihrer Bat Mizwa, dem weiblichen Pendant für die bekanntere Jungenfeier Bar Mizwa, und es braucht nicht nur die Argumente der aus New York stammenden jüdischen Mutter Lucy, sondern vor allem das diplomatische Geschick und die Weisheit von Großtante Risa, um Nelly den Sinn der Feier näher zu bringen. Monica Bleibtreu gibt als Risa eine souveräne, charmante Vorstellung.

      Der Erzählton ist realistisch bis nüchtern, und man hat den Eindruck, dass sich die jüngeren Zuschauer im Publikum durchaus ernst genommen fühlen von diesem Stoff. Das ist schon sehr viel für einen Teeniefilm aus Deutschland, und trifft auch anscheinend das Interesse der Zielgruppe, die keineswegs nur für reißerische Stoffe Verwendung findet. Sondern auch für völlig unspektakuläre, aber ernsthaft erzählte Geschichten über Gleichaltrige. Das Buch allerdings hätte Stoff für eine erheblich kantigere Version geboten.

      Die visuelle Umsetzung ist solide und von kleinen Sahnehäubchen gekrönt. Gleich zu Anfang gibt es eine fulminante Szene, in der Nelly auf einem Planetarium sitzt und träumt, um beim Ruf ihrer Mutter durch das All zu fallen, und in ihrem Zimmer in Begleitung einer schwebenden weißen Feder aufwacht. Auch schön, mulmig, inspirierend, ist das Kellerversteck von Max: So einen Keller hat man lang nicht mehr gesehen, aber irgendwann, in einem alten Albtraum, vielleicht schon.

      Fazit: Solide, glaubhaft erzählte Teeniegeschichte über Freundschaft, erste Liebe und die jüdische Bat Mizwa.
    2. Max Minsky und ich: Warmherzig und intelligent erzählte Geschichte vom Erwachsenwerden im jüdischen Milieu.

      In der Adaption von Holly-Jane Rahlens‘ Jugend-Bestseller erzählt Kino-Newcomerin Anna Justice auf einfühlsame Weise von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens.

      Mit „4 Freunde auf 4 Pfoten“ produzierte der für Vielseitigkeit und niveauvolles Programm bekannte X Filme Creative Pool schon einmal einen Kinofilm für die jüngere Zielgruppe. Gleichzeitig spielt „Max Minsky und ich“ in einem Milieu, das bereits in Dani Levys köstlicher Komödie und X Filme Produktion „Alles auf Zucker“ trefflich pointiert und höchst erfolgreich zum Einsatz kam - der deutsch-jüdische Alltag in Berlin. Doch das Kino-Regiedebüt von Anna Justice ist mehr als ein Kinderfilm über eine junge Jüdin. Es ist Drama und Komödie zugleich, erzählt eine berührende Coming-of-Age-Geschichte, von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, von nervigen Eltern, klugen Tanten, aber auch von der großen Liebe, gewaltigen Träumen und einem interessanten Gegengeschäft:

      Wenn der 15-jährige Max Minsky (Emil Reinke), ein mieser Schüler, aber toller Sportler, der zwei Jahre jüngeren Nelly Edelmeister (Zoe Moore, Tochter von „Im Schwitzkasten“.Regisseur Eoin Moore), einem Ass in allem außer Leibesübung, das Basketballspielen beibringt, dann erledigt sie im Gegenzug dessen Hausaufgaben. Und das kommt so: Die hochintelligente Büchernärrin und Hobby-Astronomin Nelly hat erfahren, dass ihr Schwarm, der luxemburgische Prinz Edouard, ebenfalls ein passionierter Weltraumforscher, Schirmherr der europäischen Basketball-Schulmeisterschaften ist. Um also ins hiesige Team aufgenommen zu werden und so mit nach Luxemburg reisen zu dürfen, muss Nelly, die von körperlicher Beweglichkeit nicht allzu viel hält, über ihren Schatten springen und binnen kürzester Zeit zum Sport-Crack werden. Von alledem ahnt Max nichts, für Nelly ist er lediglich Mittel zum Zweck. Doch während des intensiven Trainings und des nicht weniger aufwändigen Hausaufgabenprogramms kommen sich die beiden zwangsläufig näher.

      Die aufkeimende Love Story zwischen den beiden Protagonisten nimmt Regisseurin Justice zum Anlass, um zahlreiche Nebenplots zu eröffnen: Da wäre etwa die Ehekrise zwischen Nellys Mutter (herrlich überkandidelt: Adriana Altaras), einer New Yorker Jüdin, und ihrem Vater (etwas manieriert: Jan Josef Liefers), einem erfolglosen Musiker, der ausgerechnet mit Max‘ alleinerziehender Mama ein Verhältnis anfängt. Oder die drei alten Damen (darunter eine bestens aufgelegte Monica Bleibtreu), die Nelly immer wieder im Seniorenheim besucht und nicht nur in Sachen Glaubensfragen um Rat bittet. Während letztere unter anderem für den Humor zuständig sind, haben Nelly und Max ihre ganz eigene Art, mit den ersten schwierigen Schritten ins Erwachsenenalter fertig zu werden. Nelly, die mit ihrer dicken Mauerblümchen-Brille einem Film von Todd Solondz (einer weichgespülten Version von Heather Matarazzo aus „Willkommen im Tollhaus“) entsprungen zu sein scheint, flüchtet sich immer wieder in „astronomische“ Träume, der handfeste, bodenständige Max hat sich dagegen in einem unterirdischen Kanalsystem seinen geheimen Zufluchtsort gezimmert. Das sind schöne Ideen, die vor allem auch der Vorlage von Holly-Jane Rahlens, die 2003 für ihren Bestseller „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, zu verdanken sind. Auch wenn das Ende ein wenig unbefriedigend daher kommt und der Titel dem Inhalt des Werks nur bedingt gerecht wird, darf man hier durchaus von einem warmherzigen, intelligenten und streckenweise sogar originellen Initiationsfilm sprechen. lasso.

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