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Marlene Dietrich - Her Own Song

Kinostart: 21.03.2002

Marlene Dietrich - Her Own Song im Stream

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Filmhandlung und Hintergrund

Biografie der deutschen Diva mit Schwerpunkt auf ihrem politischen Engagement.

Im Berlin der zwanziger Jahre beginnt Marlene Dietrich ihre Karriere und setzt sie in Hollywood fort, wo sie zum internationalen Star aufgebaut wird. Während des Krieges kehrt sie nach Europa zurück und engagiert sich bei der amerikanischen Truppenbetreuung. Nach dem Krieg zieht sie auf Gesangstourneen durch die Welt, u.a. auch nach Tel Aviv.

Dokumentarfilm über die deutsche Diva, in der ihr Enkel J. David Riva bisher unveröffentlichtes Material aus ihrem Privatarchiv präsentiert. Die Zeitdauer erstreckt sich von den Anfängen ihrer Karriere im Berlin der Zwanziger über ihre Hollywood-Erfolge und internationalen Tourneen bis zu ihrer Beerdigung in Berlin.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Marlene Dietrich - Her Own Song: Biografie der deutschen Diva mit Schwerpunkt auf ihrem politischen Engagement.

    Ein Familienfilm der besonderen Art ist diese Dokumentation von Marlene Dietrichs Enkel David Riva geworden. Der Versuch eines distanzierten, komplexen Porträts der eigenwilligen Persönlichkeit Marlenes hat starke Momente in den Aussagen von Zeitgenossen und Freunden, gleitet aber immer wieder in eine auffallend unterkühlte Stimmung, wenn Tochter Maria Riva spricht.

    Reizvoll ist vor allem der große Teil an bisher unbekanntem Material, besonders aus dem privaten Bereich - mit Ehemann Rudolf Sieber und dem gemeinsamen kleinen Töchterchen, mit der großen Liebe Jean Gabin hoch zu Ross in der Kulisse einer wunderbaren Westernlandschaft. Amüsant ist es, die Probeaufnahmen zum „Blauen Engel“ wieder zu sehen, bei denen Marlene noch ein leicht pummeliges Fräulein war, doch bereits mit einem Femme-Fatale-Schalk in Blick und Mimik aufwarten konnte. David Riva geht es ganz augenscheinlich darum, das politische Engagement seiner Großmutter, ihren abgrundtiefen Hass auf Nazi-Deutschland, ihre geradezu rührende Hilfsbereitschaft gegenüber Emigranten und ihren aktiven militärischen Einsatz bei der Truppenbetreuung an der Front zu thematisieren und als wesentliches Charakteristikum dieser entschlossenen Persönlichkeit herauszuarbeiten. Das gelingt ihm ziemliche überzeugend aufgrund einer ansehnlichen Menge existierenden Dokumentarmaterials. Allerdings konzentriert er sich auf das reine Zeigen, ohne daraus ein filmisches Konzept erkennbar abzuleiten. So wirken lediglich einzelne Aussagen ein wenig isoliert aus der Bilderfülle heraus nach: Burt Bacharach berichtet von den Tourneen, auf denen er die Dietrich in den sechziger Jahren begleitet hat, in Berlin hat ihr ein Polizist ins Gesicht gespuckt und sie als Verräterein beschimpft. Die Ablehnung der Deutschen gegenüber Marlene hat der Amerikaner nicht verstanden, und er hat die Dietrich bewundert für ihr starkes Auftreten in Israel, wo sie obwohl es nicht erwünscht war, deutsch gesungen hat - und dafür rauschenden Beifall erhielt. Ihr „Sagt mir, wo die Blumen sind“ in Tel Aviv ist einer der emotionalen Höhepunkte des Films, wie auch der Auftritt in Warschau, wo sie keine Angst vor großen Gefühlen zeigte und den Polen tief bewegt ihre „Bewunderung für den Mut“ aussprach - auf französisch. Frauen kommen, mit Ausnahme der streng wirkenden Tochter Maria Riva, wenig zu Wort. Hildegard Knef erzählt zu kurz von ihrer Freundschaft zu Marlene, die wie eine Mutter zu ihr war, im hohen Alter aber auch mit ihr nur telefonisch Verbindung hielt. Gern mehr hätte man erfahren über die Freundschaft Marlenes mit der Jazzsängerin Rosemary Clooney, der Tante von George Clooney, die sehr treffend und sensibel von Marlenes Auftreten in Las Vegas spricht, von der Sehnsucht und dem Zorn der aus ihrem Singen spürbar wurde. Her Own Song - ihr eigenes Lied: man ahnt es, wenn die Clooney sich erinnert. fh.

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