Marie Brand und der Charme des Bösen

  1. Ø 0
   2008
Marie Brand und der Charme des Bösen Poster
Alle Bilder und Videos zu Marie Brand und der Charme des Bösen

Filmhandlung und Hintergrund

Marie Brand und der Charme des Bösen: Zweiter Fall für Mariele Millowitsch als Kommissarin Marie Brand.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • „Marie kann zaubern“ hieß die neue Krimireihe mit Mariele Millowitsch in der Produktionsphase. Der Titel wäre allerdings nicht nur ungewöhnlich gewesen, sondern auch irreführend. Titelheldin Marie Brandt, Kommissarin aus Köln, kann keineswegs zaubern; sie ist schlicht und einfach brillant. In ihrem zweiten Fall nach „Marie und die tödliche Gier“ hat sie es mit einem Gegenspieler zu tun, der ihr beinahe ebenbürtig ist. Natürlich bezieht die Geschichte ihren Reiz aus dem Umstand, dass sich der enorm erfolgreiche Wirtschaftsanwalt der Polizei haushoch überlegen fühlt.

    Zunächst aber ist er allem Anschein nach ohnehin vor allem Opfer: Ulf Tilmann soll mit Hilfe einer Autobombe ermordet werden; der Anschlag trifft jedoch eine Mitarbeiterin. Feinde hat er genug: Der Jurist ist Experte für Unternehmensrationalisierungen und eine Art Guru all jener Firmenchefs, die unbequeme Mitarbeiter loswerden wollen. Tatsächlich ist der Täter alsbald gefunden: Ein Mann (Tilo Prückner) gibt dem Anwalt die Schuld am Freitod seiner Frau, droht sich, Marie Brandt und ihren Kollegen Simmel (Hinnerk Schönemann) in die Luft zu jagen und schießt sich dann eine Kugel in den Kopf. Der Fall ist geklärt, der neue Leiter (Thomas Heinze) der Mordkommission will die Akten schließen. Bloß Marie bleibt skeptisch.

    „Marie und der Charme des Bösen“ ist sogar noch besser als der Auftakt. Millowitsch und Schönemann wirken nicht nur eingespielter, die Figuren vertiefen auf geradezu liebevolle Weise ihre typischen Eigenschaften; das gilt vor allem für Schönemann, der Jürgen Simmel hingebungsvoll als leicht zu durchschauenden Proll mit Polizeimarke verkörpert. Entsprechend verblüfft ist man, wenn der zu maßloser Selbstüberschätzung neigende Ermittler am Ende eine Falle stellt, in die das Publikum genauso hineintappt wie der charismatische Anwalt. Den wiederum spielt Harald Krassnitzer in der Tat mit jenem diabolisch manipulativen Charme, den der Titel verspricht.

    Richtig gute darstellerische Leistungen sind in der Regel eine Frage von Drehbuch (Alexander Adolph und Eva Wehrum) und Regie (Christoph Schnee), und auch in dieser Hinsicht ist „Marie und der Charme des Bösen“ herausragend. Gerade weil Maries analytischem Blick kaum ein Detail entgeht, muss sich der Film natürlich mit dem gleichen Maßstab messen lassen, was er problemlos übersteht. Um so schöner, dass es auch Szenen wie jene gibt, in der Marie einen Jungen beeindrucken will und ihrem Kollegen ein Zwei-Euro-Stück aus dem Ohr zaubert. Als der Junge einen Hunderter fordert, muss Marie passen, aber Simmel rettet die Situation, indem er erklärt, er habe ohnehin nur Kleingeld im Kopf. tpg.

News und Stories

Kommentare