Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimi mit Mariele Millowitsch als Kölner Kommissarin, die den Mord an einem Klinikarzt klären muss.

Von einem Moment auf den anderen ist ein Pathologe exakt so tot wie seine Klienten: Der Morgenkaffee war buchstäblich Gift für ihn. Die besten Mordmotive haben seine Assistentin, die er in einem Wutanfall grün und blau geprügelt hat, sowie ein kürzlich entlassener Häftling, der dank eines Gutachten des Pathologen jahrelang im Gefängnis war. Undurchsichtigste Figur im Umfeld des Toten aber ist ein Demenzforscher, der offenkundig etwas zu verbergen hat.

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Kritikerrezensionen

  • Marie Brand und das mörderische Vergessen: TV-Krimi mit Mariele Millowitsch als Kölner Kommissarin, die den Mord an einem Klinikarzt klären muss.

    In den ersten Fällen waren die Rollen klar festgelegt: Die hochbegabte Marie Brand war der Kopf des Duos; ihr Partner Simmel dachte, wenn überhaupt, eher mit anderen Körperteilen. Das hat sich geändert: Marie Brand (Mariele Millowitsch) verfügt nach wie vor über große intuitive Intelligenz, ist aber in gewisser Weise weniger überlebensgroß als früher; und Simmel-Darsteller Hinnerk Schönemann darf plötzlich mit psychologischem Fachvokabular um sich werfen und dabei auch noch so tun, als wisse die Figur, wovon sie spricht.

    Seiner ausgeprägten Schwäche für das schwache Geschlecht konnte der Ermittler allerdings treu bleiben, weshalb er sich im jüngsten Fall auf ganz schön dünnem Eis bewegt: weil sich die junge Frau, um die er sich so rührend kümmert, als Mordverdächtigte entpuppt.

    Die Geschichte beginnt mit dem abrupten Ableben eines Pathologen, der von einem Moment auf den anderen exakt so tot ist wie seine Klienten. Dass Simmel bei der Suche nach der Todesursache die Redensart „Das war Gift für ihn“ durchaus wörtlich nimmt, kostet zwar einen Aquariumsfisch das Leben, führt aber geradewegs zur tödlichen Quelle: Das Wasser in der Kaffeemaschine war mit K.O.-Tropfen und Walnussextrakt versetzt; das eine sorgte für Ohnmacht, das andere für den Exitus. Und weil der Pathologe seinen Zorn über das Verschwinden einer Datei, die das Ergebnis monatelanger Forschung enthielt, so heftig an seiner schusseligen Assistentin (Esther Zimmering) ausließ, dass die Frau noch Wochen später ganz grün und blau ist, gehört die Gute selbstredend zum Kreis der Verdächtigen. Die Hämatome und damit das Motiv entdeckt Simmel allerdings erst im Rahmen seiner fürsorglichen Betreuung.

    Wolfgang Stauch (Buch) und Florian Kern (Regie) erzählen die Geschichte nicht ganz so unkonventionell wie ihre Vorgänger, aber keineswegs weniger spannend. Nicht recht gelungen ist allein die obligate falsche Fährte, aber auch nur, weil sie als solche durchschaubar ist; die Idee hingegen, dass sich einer der Verdächtigen (Florian Panzner), der seinen Gefängnisaufenthalt einem Gutachten des Pathologen verdankt, ein hieb- und stichfestes Alibi für ein ganz anderes Verbrechen konstruiert hat, ist durchaus hübsch. Die ungleich interessantere Figur ist jedoch ein Neurochirurg (Ulrich Noethen), der auf dem besten Weg zu sein scheint, ein Mittel gegen Demenz zu finden. Das titelgebende Vergessen steht daher auch immer wieder im Zentrum der Handlung, die aus Sicht von Marie Brand allerdings höchst betrüblich endet.

    Neben der reizvollen Geschichte sind vor allem die Dialoge die große Stärke Stauchs, der unter anderem drei Filme für die ZDF-Reihe „Unter Verdacht“ geschrieben hat. Das mittlerweile eingespielte Ermittlerpaar braucht zwar nicht mehr so viele Worte, aber die sind dafür dank Simmels Entwicklungssprung recht geistreich. Ulrich Noethens Qualitäten bedürfen ohnehin keiner Beschreibung mehr, doch wie er den Chirurgen mit einer eigentlich widersprüchlichen Mischung aus Arroganz und Mitgefühl spielt, fügt seinen vielen großartig verkörperten Charakteren einen weiteren hinzu. tpg.

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