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© ZDF/Volkmar Erdmann

Marianne von Werefkin: Ich lebe nur durch das Auge

  
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Kurztext:

      Die Künstlerin Marianne von Werefkin war in ihrer Heimat als „russischer Rembrandt“ bekannt, bevor sie mit ihrem Lebensgefährten Alexej Jawlensky nach Deutschland kam, um dort die Expressionisten-Bewegung maßgeblich zu beeinflussen. Doch neben dem Schaffen als Künstlerin war die hochadelige Werefkin auch eine starke Persönlichkeit, die ihren vielen Schicksalsschlägen und Entbehrungen mit viel Courage und Lebensmut trotzte. Die Filmemacherin Stella Tinbergen widmet sich in ihrem szenischen Dokumentarfilm dieser außergewöhnlichen Frau durch eine Vielzahl von visualisierten Zugängen. Nicht nur lässt sie namhafte Zeitzeugen und Experten über Marianne von Werefkin berichten, sie reflektiert das Seelenleben der Künstlerin mit deren Tagebuchaufzeichnungen. Durch die verschiedenen Ansätze lässt Tinbergen die Person, die Künstlerin und auch die Frau in einem ambivalenten und vielfältigen Licht erscheinen. Zusammen mit einer wunderbaren Kameraführung und dem Blick fürs Detail entsteht ein facettenreiches Portrait einer beeindruckenden Persönlichkeit, deren Leben und Werk durch den Film wiederentdeckt werden kann.

      Gutachten:

      Mit Marianne von Werefkin hat sich die Filmemacherin eine Künstlerin ausgesucht, die heutzutage in Deutschland im Schatten ihrer bekannten Zeit- und Schaffensgenossen steht. In vorbildlicher Weise gelingt es, das Leben dieser Frau vor dem Zuschauer auszubreiten, die Entwicklung ihres künstlerischen Schaffens nachzuzeichnen und den einzelnen Stationen ihres nicht immer einfachen Lebensweges zu folgen. Der Kommentar wiederholt nicht nur das Gesehene, sondern vertieft das Verständnis für von Werefkins Schaffen und öffnet einen didaktisch vorbildlichen Zugang zu dem sich über die Jahrzehnte wechselnden Oeuvre. Der Zuschauer folgt der Kamera bei der tastenden Fahrt über die Bilder, kann Schaffenszeit und -ort der einzelnen Werke dank hervorragender Interviewpartner nachzeichnen.
      Das einzige Manko ist die stilistische Fülle, mit der von Werefkins Leben nachgezeichnet wird. Vor allem die Spielszenen passen nicht, sie wiederholen lediglich bereits Gesagtes und die alterslose von Werefkin wirft mehr Fragen nach dem Sinn der einzelnen Szenen auf, als sie zum Erkenntnisgewinn über von Werefkin beiträgt. Im ständigen Wechsel zwischen Naturaufnahmen, Interviews, Fotografien und Originalwerken verliert der Zuschauer immer wieder die Künstlerin und ihr Werk aus den Augen.
      Insgesamt gehört diese Künstlerdokumentation jedoch zu den gelungenen Beispielen eines Genres, dass sich stilistisch schon lange nicht mehr neu erfunden hat und wo immer gleiche konzeptionelle Abläufe in ihrer immer gleichen Art schnell ermüdend wirken und so den Künstlern und ihren Werken selten so gerecht werden wie hier.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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