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Mama kommt!

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie um drei Frauen aus drei Generationen und ihren schwierigen Beziehungen zueinander und zu den Männern.

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Kritiken und Bewertungen

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3 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Mama kommt!: TV-Komödie um drei Frauen aus drei Generationen und ihren schwierigen Beziehungen zueinander und zu den Männern.

    Das Ausrufezeichen im Titel hat seine Berechtigung: Luise Fischer ist eine Frau, vor der dringend gewarnt werden muss. Der Film hingegen ist unbedingt empfehlenswert: Senta Berger und Anja Kling spielen Mutter und Tochter grandios.

    Und weil auch noch eine Enkelin im Spiel ist, gilt die Empfehlung für alle drei Generationen. Männer allen Alters, als Väter, Brüder oder Söhne mittelbar nicht minder betroffen, kommen ohnehin auf ihre Kosten. Das Drehbuch (Buch: Sophia Krapoth) ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie man eine Geschichte, die im Grunde tragische Züge trägt, durch nuancierte Überspitzung als Komödie gestaltet: Eigentlich ist „Mama kommt!“ ein Film über die Angst vor dem Alleinsein. Luise Fischer hat sich wegen einer Lappalie mit ihrer Freundin und Mitbewohnerin überworfen: Hella (Petra Kelling) hat ein Verhältnis mit einem weitaus jüngeren Mann angefangen. Kein Wunder, dass Luises alleinerziehende Tochter Christiane (Kling) ihre neue Eroberung, den zwar sehr schmucken, aber auch sehr jungen Assistenzarzt Lars (Matthias Schloo), lieber als Lieferanten eines Chinalokals ausgibt, als ihre Mutter unangekündigt vor der Tür steht. Sie ist zwar Chirurgin, hat es ihrer Mutter aber noch nie recht machen können. Die wiederum, nicht faul, räumt erst mal die Wohnung um und hält dann Ausschau nach einem Mann für „Chrissie“. Zu allem Überfluss tut Enkelin Jette (Jella Haase in ihrer ersten großen Rolle) in einer Single-Börse genau das gleiche.

    Grimme-Preisträgerin Isabel Kleefeld („Arnies Welt“) hat mit Senta Berger bereits „Schlaflos“ und zwei Krimis aus der Reihe „Unter Verdacht“ gedreht. „Mama kommt!“ aber ist aus völlig anderem Holz geschnitzt. Dank der diversen Missverständnisse und Christianes wachsendem Verdruss angesichts der Übermutter bedient sich der Film immer wieder beim Boulevard-Theater, ohne je zur plumpen Klamotte zu werden. Allein die ausgefeilten Dialogduelle der beiden Hauptdarstellerinnen sorgen für beste Unterhaltung. Gelungen ist auch die physische Komponente des Spiels: Während sich bei Anja Kling die zunehmende Verzweiflung vor allem in der Mimik widerspiegelt, schießt Senta Bergers Luise Bosheiten ab, ohne mit der Wimper zu zucken. Herrlich auch, wie sie mit spitzem Finger in ein Kissen piekt oder in versteckten Winkeln nach Staub sucht; selbstredend ist die Kündigung der Putzfrau eine von Luises ersten Aktionen. Ein hübscher Einfall war auch die Idee, Bergers Sohn Simon Verhoeven Christianes Bruder spielen zu lassen, den die Mutter nach Strich und Faden verhätschelt. Aber das Beste an der Geschichte sind die Momente, in denen Luise ihre Tochter ungerührt von einer Peinlichkeit in die nächste manövriert; Berger und Kling spielen das, als hätten sie nie etwas anderes getan. tpg.

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