Malavita - The Family

  1. Ø 2
   2013
Malavita - The Family Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Malavita - The Family: Actionkomödie von Luc Besson mit Robert De Niro und Michelle Pfeiffer als Mafia-Elternpaar, das im Zeugenschutz vor einem US-Paten die Normandie aufmischt.

Fred Blake, seine Frau und ihre beide Kinder sind gerade am neuen Wohnort eingetroffen. Die Blakes sind Umzugsprofis, aber die Anpassungsfähigkeit der Amerikaner in Europa hat auch bei ihnen Grenzen. Lästige Mitschüler, betrügerische Handwerker oder Snobs jeder Art werden von den Blakes gerne mit Gewalt diszipliniert. Das fällt auch hier, in einem Nest in der Normandie, auf. Nicht die besten Voraussetzungen für diese Mafia-Familie, die sich im Zeugenschutzprogramm des FBI vor einem rachsüchtigen New Yorker Paten versteckt.

Gangster Blake lebt mit seiner Familie im Kronzeugenschutzprogramm, kann aber von alten Gewohnheiten nicht lassen. Thriller trifft Comedy, wenn Robert De Niro und Michelle Pfeiffer zu Besuch bei Luc Besson in Frankreich weilen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Geschichte rund um die Mafia Familie Manzoni beruht auf dem Roman "Malavita" von Tonino Benacquista und wurde nun von Luc Besson ("Leon der Profi", "Das fünfte Element") auf die Leinwand gebracht. Mit Schauspielgrößen wie Robert DeNiro ("Taxi Driver", "Casino") und Michelle Pfeiffer ("Tage wie diese", "Stardust") sind die Erwartungen an einen solchen Film entsprechend hoch. Und auch wenn "Malavita" sicher nicht zu einem Mafia-Klassiker wie "Der Pate" oder "Goodfellas" avancieren wird, macht der Film tatsächlich Spaß.

    Dabei ist Luc Bessons Version der kriminellen Mafia Familie entschieden weniger düster als einschlägige Genre Voreiter. Filme wie "Der Pate 2", "Goodfellas" oder "Casino", in denen Robert DeNiro ebenfalls einen Mafiosi mimte, sind atmosphärisch gedrückter und dunkler als das oftmals fast schon komödiantisch anmutende Leben der Familie Manzoni. Vater Giovanni versteht keinen Spaß, wenn der örtliche Klempner ihn über's Ohr hauen will und Mutter Maggie scheut nicht davor zurück, einen Supermarkt in die Luft zu jagen, wenn man ihr dort blöd kommt. Damit liefert Luc Besson Action und Gewalt im Comedy Gewand und geht die ganze Mafia Geschichte wesentlich lockerer und weniger ernst an, als es üblicherweise der Fall ist.

    Keiner der Manzonis kann sich wirklich beherrschen und unauffälliges Verhalten liegt weder den Kids, noch den Eltern. Maggie regt sich über die französiche Pampa auf, Giovanni kommuniziert seine Sorgen mit Schäferhund Malavita, Belle verliebt sich in den Aushilfelehrer und Sohn Warren (grandios gespielt von Newcomer John D'Leo) verrät dem feindlichen Mafiaboss durch einen blöden Zufall, wo die Familie sich versteckt hält.

    "Malavita – The Family" ist kein Meisterwerk, aber ein kurzweiliger Film mit Mafia-Thematik, der auch diejenigen Zuschauer gut unterhält, denen "Die Sopranos" oder typische Mafia Filme eine Nummer zu hart sind. Die Mischung aus Crime und Comedy sitzt. Und wenn Giovanni der kleinen, nichtsahnenden französischen Ortschaft zufällig einen Vortrag über amerikanische Mafiapraktiken anhand des Filmes "Goodfellas"halten soll, sind die Lacher perfekt. Schauspielveteranen Pfeiffer und DeNiro liefern hier nicht ihre beste Leistung, beweisen aber erneut ihr komödiantisches Talent und Newcomer John D'Leo als Sohn Warren ist ein kleines Highlight des Films. Dianna Agrons Rolle als Belle ist eher unspektakulär, durch den Gewissen Bekanntheitsgrat den ihr ihre Rolle in "Glee" verschaft hat, wunder es nicht, dass sie für den Film besetzt wurde.

    Fazit: "Malavita – The Family" ist kurzweiliges Crime-Comedy Kino, das einige gute Lacher und ein paar nette Actionszenen liefert und weniger Aufmerksamkeit fordert als klassische Mobster Geschichten wie "Die Sopranos" oder "Der Pate". Damit hat Luc Besson kein Meisterwerk geschaffen, aber für einen netten Kinoabend reicht's.
  • Mit einem Mix aus Härte und Humor beobachtet Luc Besson die Abenteuer einer ehrenwerten Familie im Zeugenschutzprogramm.

    Die Kompetenz, die Robert De Niro als Pate zeigte, lässt er als Patriarch vermissen. Nach „Big Wedding“ führt er erneut eine dysfunktionale Familie in die Kinos, ohne vom Weg ausgelebter Ignoranz abzuweichen. Auch sein Mafiaboss Manzoni folgt unbeirrbar eigenen Prinzipien und Impulsen und nimmt dabei Kollateralschäden in Kauf. Das treibt seine Familie anfangs in ein Leben auf der Flucht und am Ende in ein Blutbad, das zumindest aus seiner Perspektive bindungsfördernd wirkt.

    Gewalt ist bei den Manzonis als Kommunikationsmittel ein natürlicher Reflex, den man nicht hinterfragen muss. Die Kluft zwischen diesem Selbstverständnis und der Fremdwahrnehmung durch den Zuschauer nutzt diese Verfilmung eines Romans von Tonino Benacquista für schwarzhumorige Szenen, die durchaus amüsieren, in ihrer psychotischen Komponente aber auch irritieren. Nachdem Manzoni die Mafia verriet und damit den obersten Paten New Yorks hinter Gitter brachte, sehnt sich dieser nach Rache und Manzoni nach einem Ort, der ihm Sicherheit bietet. Doch wo immer sich auch die vierköpfige Familie im Rahmen des Zeugenschutzprogramms niederlässt – immer holen sie ihre gewalttätigen Impulse ein und sabotieren das Wurzelschlagen.

    Über die harmlosen Kommentare über kulturelle Kollisionen hinaus, die etwa den Unterschied zwischen Sahne und Olivenöl in der Küche zur Existenzfrage machen, ist es die Paarung von Gewalt und Komik, mit der „The Family“ die meisten Zuschauer einholen will. So darf Michelle Pfeiffer als amerikanische Clanmutter französische Snobs explosiv belehren, ihre Tochter aufdringlichen Pickel-Bubis mit dem Tennisschläger ihren Aufschlag zeigen oder De Niro nicht nur in Tagträumen unkooperative Handwerker oder Lokalpolitiker disziplinieren. Bessons Besetzung, zu der auch Tommy Lee Jones als FBI-Brummbär zählt, ist überzeugend, doch als Koautor lässt der Franzose in puncto Situationskomik und Dialogbiss manche Möglichkeiten ungenutzt. Am Ende aber, wenn Mafiakiller in der Normandie landen, zeigt die Unterhaltungsmaschine Besson, der inszenatorisch noch immer ein Profi ist, aber den Rausch früherer Filme nicht mehr reproduzieren kann, wo ihre Stärken wirklich liegen. kob.
  • Oberflächlich lustige, aber schlampig geschriebene Mafia-Komödie, die vor allem davon lebt, dass Robert De Niro das eigene Filmimage persifliert.
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