Fakten und Hintergründe zum Film "M?nnertrip"

Kino.de Redaktion |

Männertrip Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Ein Hotelkellner namens Matthew (Jonah Hill) und sein Idol, Rockgott Aldous Snow, waren 2008 die heimlichen Stars in der romantischen Katastrophen-Komödie „Nie wieder Sex mit der Ex“, Nicholas Stollers Regiedebüt. Groupie Matthew, der dem Rockstar schamlos sein Demo-Tape aufdrängt, und der sexsüchtige Ex-Junkie Aldous, der es mit der selbstsüchtigen Sarah Marshall (Kristen Bell) treibt, wurden zu Publikumslieblingen. Die Qual, die Sexgott Aldous Sarahs Ex, Komponist Peter Bretter (Jason Segel), bereitet, wurde einzig von Matthews nervtötender Impertinenz übertroffen.

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint: „Männertrip“ ist keine Fortsetzung der Kultkomödie. Plattenmanager Aaron Green kam in der Story um Peter, der eine herzzerreißende Trennung verkraften muss, gar nicht vor. Auch wenn Jonah Hill in „Nie wieder Sex mit der Ex“ bleibenden Eindruck hinterlassen hat: Aaron ist keineswegs derselbe Typ, der Aldous auf Oahu belästigte.

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Sondern? Nicholas Stoller hing an den Charakteren, die Jason Segel kreiert hatte, und war ein großer Fan von Komiker Jonah Hill und seinem britischen Kollegen Russell Brand. Schon bei der ersten Team-Leseprobe für „Nie wieder Sex mit der Ex“ zündete bei Stoller der erste Funke zu „Männertrip“. „Jonah und Russell hatten eine großartige Chemie. Und am Set waren sie einfach schreikomisch zusammen“, erzählt der Regisseur. Als Stoller das Duo fragte, ob sie sich ein weiteres gemeinsames Projekt vorstellen könnten, zögerten beide nicht lange. „Nach ‘Nie wieder Sex…’ traf ich mich mit Russell und präsentierte ihm das Konzept“, erinnert sich Stoller. „Dann erzählte ich Jonah davon, und beide fanden, dass es eine super Sache wäre, noch einen Film zusammen zu drehen.“

„Ich wollte unbedingt wieder mit Russell arbeiten“, sagt Hill. „Und ich hätte alles getan, was Nick wollte.“ Als er das Drehbuch las, wollte er den Musikfan sofort spielen. „Aaron Green ist engagiert und ehrgeizig, und er hat eine feste Beziehung. Er ist wohl der normalste Kerl, den ich je gespielt habe. Das Spannende daran ist, dass wir die extreme, wilde Seite von Aldous’ Leben erforschen dürfen. Das ist für Aaron nicht so spaßig, wie er dachte… nur bizarr.“

Für Autor Nicholas Stoller stellte Hills Part eine größere Herausforderung dar als der wilde Aldous. „Jonahs Rolle in ‘Nie wieder Sex…’ war ein eher eindimensionaler Charakter, er hätte keinen ganzen Film getragen“, erläutert Stoller. „Es hätte also keinen Sinn ergeben, ihn dieselbe Rolle noch einmal spielen zu lassen.“ Stoller entschied, aus Aaron einen jungen Plattenfirmen-Angestellten zu machen, der drei Tage Zeit hat, eine Rock-Ikone von London nach Los Angeles zu verfrachten. Aaron vergöttert seinen Star, doch was er on the road mit ihm erlebt, erschüttert seine Heldenanbetung gewaltig.

Die Story beginnt im Grunde ganz simpel. „Wir wollen eines klar machen: Wenn man sich vorstellt, dass man mit einem Rockstar abhängen darf, klingt das erst mal wahnsinnig aufregend“, erklärt Stoller. „Du feierst jede Nacht durch. Wir wollten zeigen, dass die Party niemals endet. Und Aaron genießt das auch in vollen Zügen. Am nächsten Morgen wachst du auf, und die Party geht weiter. Sie hört nie auf. Es wird immer toller, toller und noch toller – bis zu dem Moment, in dem das Ganze außer Kontrolle gerät, und dann folgt unweigerlich der Absturz.“

Als er die „Männertrip“-Handlung entwickelte, schrieb Stoller zunächst einen neuen Protagonisten (nicht Aldous Snow)… den jedoch unbedingt wieder Brand spielen sollte. Doch bald stellte der Filmemacher fest, dass diese Hauptfigur ein Rockstar mit genau der Attitüde und Arroganz von Aldous sein sollte. Was bot sich also mehr an, als einfach ein Spin-Off für eine der Lieblingsfiguren aus seinem Debüt zu schreiben?

“Seit wir Aldous in ‘Nie wieder Sex…’ verlassen haben, ist er abgestürzt und zum Trinker geworden. Und wem das nicht passt, dem sage ich nur: Im letzten ‘Star Trek‘-Film wurde mal eben das gesamte Universum generalüberholt. Das sind 50 Jahre Kult, die Fans erinnern sich an jedes kleinste Detail aus ‘Star Trek’“, lacht Stoller. „Ich habe also kein allzu schlechtes Gewissen.“

Als er Aarons schrägen Gegenpart entwickelte, war Stoller klar, dass kein anderer als Brand für den Part in Frage kam. Nach Brands erstem Vorsprechen für ‘Nie wieder Sex…’ hatten er und Jason Segel damals sogar die Rolle des Aldous für den Komiker umgeschrieben. Produzent Judd Apatow erklärt: „Russell ist ein unglaublich witziger, charmanter, außergewöhnlicher Mann, und wir wollten so viel wie möglich von ihm zeigen.

Aldous ist tatsächlich eine entschärfte Version von Russell.“ Co-Produzent Segel erinnert sich noch gut an den Tag, als er seinen Aldous zum ersten Mal traf: „Russell war der Volltreffer des Jahrhunderts. Als er zum Casting kam – strotzend vor Sexappeal und mit diesem heißen Rockstar-Look –, sagte er zu mir: ‘Sie müssen entschuldigen. Ich konnte nur einen kurzen Blick auf Ihr Drehbuch werfen. Möchten Sie mir einfach sagen, was Sie brauchen?‘ Und ich dachte nur: Dazu gehört echt Mut, Alter! Mir war klar: Das ist unser Mann. Wir haben das ganze Skript für ihn umgeschrieben.“

Brand stand der Idee, erneut in eine seiner Lieblingsrollen zu schlüpfen, sehr offen gegenüber. „Es ist überaus schmeichelhaft, dass Aldous Snow weiterleben darf. Dass diese Figur hängengeblieben ist – zumindest bei Nick und Judd –, liegt wohl daran, dass Aldous in diesem Zeitalter des Celebrity-Wahns ein ungewöhnlicher Star ist. Er ist nicht einfach bloß eine unausstehliche Knalltüte. Das ist er zwar auch, aber zugleich hat dieser Blödmann bei aller Überheblichkeit und selbstzerstörerischen Tendenzen ein gutes Herz und eine große Verletzlichkeit an sich.“

Produktion: Die Besetzung

Nachdem die Filmemacher ihren Aaron und ihren Aldous gefunden hatten, war es an der Zeit, das restliche Personal in der Welt von „Männertrip“ zu rekrutieren. Produzent David Bushell erklärt, warum die Komödien aus Judd Apatows Schmiede auch weiterhin Heerscharen anziehen. „Das Besondere an Apatows Team und den Filmen, die sie machen, ist, dass bei aller Komik immer auch eine gewisse Ernsthaftigkeit mitschwingt. Die Menschen finden sich in den Charakteren oder den Geschichten wieder… oder würden sich zumindest gern darin sehen.“

Ausgerechnet als Aaron und seine Freundin Daphne eine schwierige Phase in ihrer Beziehung durchmachen, wird Aaron die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen, nach London zu fliegen und Aldous Snow nach New York und zu einem PR-Auftritt in der „Today Show“ zu eskortieren. Anschließend geht’s weiter zum Jubiläumskonzert im Greek Theatre“, wo Aldous vor zehn Jahren seinen Durchbruch in den USA feierte. Das heißt im Wesentlichen: Aaron soll für einen Irren den Babysitter spielen. Der Auftrag kommt von keinem Geringeren als dem Chef von Pinnacle Records, Aarons Vorgesetztem Sergio Roma, gespielt von Sean „P. Diddy “ Combs.

Als der Casting Director den Filmemachern mitteilte, dass Combs bereit wäre, auf eigene Kosten zum Vorsprechen einzufliegen, wussten sie, wie ernst es ihm war. Für einen so großen Star war das sicher ein ungewöhnlicher Schritt, doch Combs verfolgte einen Plan: „Als ich hörte, dass die Chance bestand, mit Jonah Hill und Russell Brand in einem Film zu spielen, noch dazu mit Nick Stoller als Regisseur und von Judd Apatow produziert, hätte ich einen Arm gegeben, um die Rolle zu bekommen. Ich habe den gesamten Dialog einstudiert, mit meinem Schauspiellehrer geübt, bin zum Vorsprechen angetreten, und sie sagten: ‘Du brauchst das Skript nicht zu lesen. Wir werden einfach improvisieren.‘ Und ich dachte: Wenn ich diese Rolle wirklich haben will – dann mal los!“

Combs’ Besetzung hatte einen unerwarteten Vorteil: „Nick hatte mit Sergio eine tolle Figur geschrieben, aber Sean war noch viel besser. Also wandten wir uns an ihn: ‘Was würde ein durchgeknallter Plattenchef an dieser Stelle sagen?’ Er wurde zu einem unverzichtbaren Berater. Er erzählte uns alles über die Musikindustrie, denn er weiß ja, wie die Leute in diesem Business ticken.“

Schlussendlich war es jedoch Combs’ schauspielerische Leistung und nicht seine Musikerfahrung, die dem Film am meisten zugute kam. „Sean bringt diese verrückte Energie ein“, schwärmt Stoller. „In diesem Film kommen völlig verschiedene Comedy-Elemente zusammen: Seans Stil trifft auf Russells Stil trifft auf Jonahs Stil. Das alles ergibt einen köstlichen Cocktail.“

Stoller freute sich ganz besonders, als Elisabeth Moss zustimmte, für den Part von Aarons pragmatischer Verlobter Daphne Binks vorzusprechen. Seit 2007 war der Regisseur fasziniert von Moss’ Darstellung der Sekretärin Peggy Olson in der preisgekrönten Serie „Mad Men“. Während Aaron sich in der Musikindustrie beweisen möchte, schlägt sich Daphne als Assistenzärztin in einem städtischen Krankenhaus die Nächte um die Ohren. Der ständige Schlafentzug vernebelt gelegentlich ihr Urteilsvermögen… und sorgt für so manch komische Situation. Jonah Hill erinnert sich noch gut, wie bei ihrem ersten Treffen die Fetzen flogen: „Elisabeth war die Einzige, die sich von mir nichts bieten ließ. Sie setzte mir beim Vorsprechen heftig zu und brüllte mich an. Sie ist ideal für die Rolle.“

Für Moss selbst war „Männertrip“ eine willkommene Abwechslung. „’Mad Men‘ spielt in den Sechzigern, alles sehr ausgefeilt und ernst. Das hier war ein moderner Stoff, und ich durfte endlich mal ein ganz normales Mädchen spielen – eine, die nicht ständig in Dramen verstrickt ist.“ Außerdem gefielen der Schauspielerin die komischen Komplikationen, die Stollers Skript für Daphne und Aaron bereithält. „Fehlkommunikation kann schlimme Dinge auslösen”, sagt sie. „Aber sowas kommt in Beziehungen eben vor. In diesem Fall ist es jedenfalls sehr lustig.“

Für zusätzliche Verwicklungen sorgt Aldous’ stürmische Beziehung mit seiner Rock’n’Roll-Königin, Ex-Model und Sängerin Jackie Q – wunderbar verkörpert von der australischen Schauspielerin Rose Byrne. Das zerstrittene On-Off-Paar hat ein gemeinsames Kind, ist aber die längste Zeit von einem Drogenrausch zum nächsten getaumelt. „Wir brauchten jemanden, der Russell nicht nur gewachsen war, sondern ihn sogar schlagen konnte“, erläutert Stoller seine Entscheidung für Byrne. „Rose spielt das Mädchen, dass ihn fest im Griff hat.“

Die Schauspielerin war begeistert von Jackie Q, die so ganz anders war als ihre bisherigen Rollen. „Jackie ist launisch“, erläutert Byrne. Als zum Beispiel Aldous’ Single ‘African Child’ von Kritikern und Fans gleichermaßen zerrissen wird, wendet sich das Blatt. „Sie unterstützt den Song bis zu einem gewissen Grad – bis es für sie untragbar wird“, fügt Byrne hinzu. „Jackie weiß, dass der Song nichts taugt. Ihr ist klar, dass Aldous’ erledigt ist, sie will ihn loswerden. Jetzt ist sie die Frontfrau, die ins Rampenlicht drängt.“

Was für eine Powerfrau sie ist, musste Russell Brand am eigenen Leib erfahren. „In einer Szene hat Rose mich tatsächlich geschlagen, obwohl das gar nicht im Drehbuch stand. Typisches Verhalten für eine solche zerstörerische und doch verführerische Frau… eine Sirene, die dich auf die Klippen lockt, die deinen Untergang bedeuten.“

Damit ihre Schilderung der Musikindustrie in „Männertrip“ glaubwürdig wird, beschlossen Stoller und die Produzenten, ihren Film mit echten Musikern zu bevölkern. Dazu Rodney Rothman: „Wir haben versucht, einen Rockstar und Drogensüchtigen auf realistische Weise darzustellen – die Schattenseite des Rock’n’Roll also –, und dabei trotzdem witzig zu sein.“

Die Komödie in der Musikwelt anzusiedeln, hatte noch weitere Vorteile. „Die Rock-Welt ist natürlich sehr vielfältig“, weiß Rothman. „Es kommt mir vor, als hätte ich die letzten 35 Jahre für diesen Film recherchiert. Immerhin liefert einem das einen guten Grund, Leute einzuladen und zu treffen, die man verehrt.“ Popstars wie Christina Aguilera, Pink, Pharrell Williams oder Metallica-Drummer Lars Ulrich haben im Film Gastauftritte als Stars, die Aldous’ Weg gekreuzt haben… oder seinem Wahnsinn zum Opfer gefallen sind.

Produktion: Die Dreharbeiten

Es ist hinreichend bekannt, dass in sämtlichen Apatow-Produktionen improvisiert wird, und „Männertrip“ bildet da keine Ausnahme. Den Filmemachern war klar, dass sie alles, was sie später in der Postproduktion brauchen würden, schon während der Dreharbeiten einfangen mussten. Nicholas Stoller und Rodney Rothman begannen ihre Laufbahn beide als Autoren für Apatows Fernsehserie „American Campus – Reif für die Uni?“. Diesen Improvisationsstil – mit dem sich sowohl Schauspieler und Crew erst vertraut machen müssen – übertrugen sie auch auf „Männertrip“. Rothman erläutert: „Schauspieler, die zuvor in keinem unserer Filme mitgewirkt haben, fühlen sich zunächst immer etwas unbehaglich, wenn sie begreifen, dass Nick nicht ‘Cut!’ rufen wird. An unseren Sets herrscht eine sehr lockere Atmosphäre.“

Das bedeutet jedoch nicht, dass es undiszipliniert oder unkonzentriert zugeht. „Wir folgen immer dem Skript“, erklärt Stoller. “Und dann improvisieren wir damit. Rodney und ich schreiben Dialoge und werfen den Schauspielern einzelne Sätze oder Vorschläge zu.“ Mit den Stoller-Veteranen Hill und Brand im Boot war die Angst vor der Improvisation bei den übrigen Schauspielern schnell ausgeräumt. „Wenn man mit Leuten wie Russell, Jonah und Sean arbeitet, muss man stets flexibel bleiben. Denn auch ihnen fällt ja immer noch was Neues ein“, sagt Judd Apatow.

Der Großteil des Films war aber natürlich nicht improvisiert. Stollers Drehbuch gab jeden Aspekt der Produktion vor. „Es gab tolle, spontane Einfälle, aber das Skript selbst ist schon wirklich gut”, meint Russell Brand. „Und Improvisieren kostet unendlich viel Zeit.“

Dennoch stellte sich der Komiker der Herausforderung nur zu gern: „Ich liebe es zu improvisieren, denn so hat man alle Möglichkeiten, sich auszudrücken. Manches sage ich allein schon, um die Leute aus dem Konzept zu bringen.“

Sean Combs brauchte eine Weile, sich daran zu gewöhnen. Der Schauspieler hatte bereits in diversen Dramen mitgewirkt, aber eine Komödie war Neuland für ihn. Hill lobt seinen Film-Boss: “Er ist schockierend witzig in diesem Film. Seine Performance ist wahrscheinlich die größte Überraschung. Man kennt ihn immer nur so ernst, aber hier ist er urkomisch.“

„Sean war mit unserer speziellen Methode nicht vertraut“, fügt Stoller hinzu. „Also beruhigten wir ihn: ‘Mach dir keine Gedanken über das Drehbuch; sag einfach diesen Satz.’ Jonah übte während der Dreharbeiten mit ihm, und das hat wunderbar funktioniert. Immer wenn ich mit einem Take zufrieden war, sagte Sean: ‘Nein, ich möchte noch einen machen.’ Und er hatte jedes Mal recht.“

Stoller vergleicht Combs’ Leistung mit Christopher Mintz-Plasses Durchbruch in Hills Kinohit “Superbad“: “Bald nannten wir ihn den McLovin’ unseres Films. Er ist einfach zu komisch.“

Produktion: Die Musik im Film

Im Sommer 2009 organisierte die Produktionsfirma fünf Konzerte im Greek Theatre Los Angeles. Dort, vor 1500 Statisten und einigen hundert Crewmitgliedern inklusive professioneller Konzertbeleuchter, verwandelte sich Russell Brand sowohl in den Aldous Snow der Gegenwart wie auch in den von vor zehn Jahren.

Als das Team gegen Ende der Dreharbeiten in Los Angeles eintraf, hatte man bereits jeden Song und jede Kameraeinstellung für die Events geplant und choreografiert. Die Songs waren geschrieben, arrangiert und Brand hatte seine Tracks festgelegt.

Damit die Konzerte authentisch wirken, wurden echte Rockshows auf die Bühne gebracht. Das Team engagierte eine Crew, die Effekte für Rockkonzerte kreiert, und ließ sie eine Lightshow entwerfen. Dann wurde vorab anhand eines Modells der Ablauf präsentiert. Und alle waren sich einig, dass das Ergebnis umwerfend war.

Für Cast und Crew waren diese fünf Tage pure Magie. „Das Greek ist mein liebster Veranstaltungsort in Los Angeles, wo ich aufgewachsen bin und heute noch lebe“, schwärmt Jonah Hill. „Ausgerechnet dort einen Film zu drehen, war toll – da aufzutauchen und all die Trucks und Statisten zu sehen. Ich ging raus auf die Bühne und sprach kurz mit dem Publikum, das war völlig surreal.“

Wie ein echter Rockstar gab Brand bei jedem Konzert alles. „Es war ein Riesenspaß, sagt er. „Ich habe diese Auftritte enorm genossen. Es ist schön, seine Kindheitsfantasien auszutoben. Wie oft habe ich Rockstar gespielt, mit Haarbürste und Tennisschläger bewaffnet… Jetzt durfte ich diesen Traum vor tausenden von Leuten ausleben.“

Für Stoller gehören die Konzertauftritte zu den Schlüsselszenen des Films: „Das waren die Tage, als uns jeder, den ich kannte, am Set besuchen kam. Wir hatten alle Gänsehaut. Es sah großartig aus, und Russells Performance war der Hammer. Und ich sollte wohl hinzufügen, dass unsere Songs wirklich klasse sind. Manche sind zwar witzig, aber es sind keine Parodien, sondern echte Rocksongs. Wir haben versucht, ein richtiges Rockalbum zu machen.“

Dafür verpflichteten die Filmemacher Judd Apatows bewährten Music Supervisor Jonathan Karp, der bereits an „Nie wieder Sex mit der Ex“, „Jungfrau (40), männlich, sucht…“, „Beim ersten Mal“, „Superbad“ und „Ananas Express“ mitgewirkt hatte, sowie Komponist Lyle Workman, einen weiteren Apatow-Spezi, der bei dieser Produktion ebenfalls eine zentrale Rolle spielte.

Bei den meisten Filmen wählt der Music Supervisor die jeweils passende Musik für die einzelnen Drehtage aus. „Doch in diesem Fall“, erklärt Karp, „spielt die Musik eine so wichtige Rolle, dass sie Bestandteil der Geschichte ist.“ Die Arbeit an „Männertrip“ war für Karp auch deshalb eine Ausnahme, weil „ich diesmal Gelegenheit hatte, an einem Film zu arbeiten, in dem ein bereits existierender Charakter wieder aufgegriffen wird, also schon klar umrissen ist. Normalerweise stellt man sich zu Produktionsbeginn die Frage: Werden die Figuren im Film singen? Wenn ja, wer sind sie? Was ist ihre Musik? In diesem Fall stand das alles schon vor Drehbeginn fest. Es war ganz klar, wer Aldous ist.“

„Nie wieder Sex mit der Ex“-Star Jason Segel, der nicht nur das Drehbuch, sondern auch Songs zu dem Film beisteuerte, hatte bereits einige Songs für „Männertrip“ komponiert, bevor das Skript überhaupt fertig war. „Jason schickte uns noch recht unausgereifte Klavier-Demos, aber sie genügten uns als Vorlage für weitere Aldous-Snow-Songs. Denn immerhin kamen sie ja von dem Mann, der Aldous erfunden hat.“

Dann übernahm Komponist Lyle Workman, feilte an den Arrangements, fügte zusätzliche Passagen hinzu, engagierte Musiker und schickte das Ergebnis schließlich an Segel, der zu guter Letzt die Texte vervollständigte. Segel beschreibt den Arbeitsprozess so: „Um drei Uhr früh saß ich an meinem Klavier und schrieb die dämlichsten Songs, die man sich vorstellen kann. Dann schickte ich sie an Lyle, und er machte daraus richtige Songs. Er war ein toller Mitstreiter. Dann schickte er das Material an mich zurück, und ich spielte den Gesang ein. Anschließend ging das Ganze an Russell, der marschierte damit ins Studio und nahm unsere Songs auf.“

Für die vielen Songs engagierte das Team zusätzliche Songwriter, etwa Britpop-Legende Jarvis Cocker, ehemaliger Frontmann von Pulp, sowie Mike Viola, Dan Bern, Inara George und Greg Kurstin. Für das musikalische Team kam es nicht nur darauf an, die Story im Auge zu behalten, sondern auch den Ton des Films zu treffen. „Viele unserer Songs stammen ursprünglich von Nick“, berichtet Karp. „’African Child’ war seine Idee, er hatte sogar einen Text parat. Dieses Lied ist ein gutes Beispiel dafür, wie Comedy und Songwriting ineinander greifen. Wenn es zu albern wird, ist es keine gute Musik mehr.“

Apatow erläutert, wie es zu diesem schrägen Einfall kam: „’African Child‘ ist Aldous’ politischer Song über die Not der Menschen in Afrika. Er hielt das wohl für einen sensiblen Beitrag, ist es aber nicht. Es ist ein Affront, aber das war ihm nicht bewusst. Das ist unsere Parodie auf fehlgeleitete Versuche, etwas Positives zu bewirken. Im letzten Film sang Aldous einen Song mit dem Titel ‘We’ve Got To Do Something’. Und wir dachten uns: Lasst uns noch einen in diesem Stil machen. So ist dann ‘African Child’ entstanden.“

Insgesamt wurden rund 20 Songs eingespielt. Fünf davon kommen bei den beiden Live-Konzerten im Greek zum Einsatz (heute und 1999), einen weiteren spielt Aldous in der „Today Show“. Darüber hinaus kreierte Produktionsdesigner Jan Roelfs vier komplette Musikvideos, auch für Jackie Q. „Die Songs von Rose sind ziemlich gewagt“, findet Karp. „Aber das hat sie nicht im Mindesten gestört.“ Wie Brand singt auch Rose Byrne im Film selbst. „Auch wenn Jackie Q auf keiner lebenden Person basiert, erinnert sie an eine Amy Winehouse oder Courtney Love. Rose passte perfekt in diese Rolle und hat sie sich zueigen gemacht.“

Beim Vorsprechen war sich Rose Byrne allerdings nicht so ganz sicher, was da auf sie zukam. „Beim Casting hat mich keiner gefragt: ‘Sag mal, kannst du eigentlich singen?‘ Ich kann zwar nicht wirklich singen, aber ich kann einen Ton halten. Ich habe ein musikalisches Gehör. Und wenn ich nun völlig unmusikalisch wäre? Was hätten sie dann wohl gemacht? Aber so war ich drei Tage im Studio, und es hat einen Riesenspaß gemacht.“

Eine weitere Herausforderung war der vorgegebene Rahmen des Films. Die Songs stehen in zwei Zusammenhängen: Da ist das eher raue, unbekümmerte Greek-Konzert von 1999.

Mittlerweile, wenn wir Aldous im Film begegnen, ist er ein Superstar und seine Musik etwas aufgeblasen und überproduziert. Aldous’ aktuellere Songs spiegeln diese neue Richtung wider – mit ein Grund dafür, dass der Rocker so ins Schleudern gerät.

Während der Monate, in denen Brand Songs aus Aldous’ Vergangenheit und Gegenwart aufnahm, entwickelten sich seine stimmlichen Fähigkeiten weiter. Karp ist begeistert: „Russell ist ein großartiger Sänger. Es war interessant, seine Entwicklung während der Aufnahmen unserer Songs live zu beobachten. Wir haben ihn im Anfangsstadium erlebt, als er noch mit einigen Passagen zu kämpfen hatte, bis jetzt, da es ihn überhaupt keine Anstrengung mehr kostet.“

Rothman fasst zusammen, welchen Stellenwert die Musik in dieser Komödie hat: „Aaron wie auch Aldous entdecken im Verlauf des Films ihre Liebe zur Musik wieder. Am Anfang ist Aaron desillusioniert und von der Branche enttäuscht. Er ist Plattenmanager geworden, weil er sich ausgemalt hat, wie aufregend es doch wäre, mit den coolsten Rockstars abzuhängen. Doch dann musste er feststellen, dass es vor allem darum geht, CDs zu verkaufen, und nicht um die Musik.“

Für die nötige Authentizität sorgte Sean Combs, der den Filmemachern immer wieder Input gab. „Es war toll, ihn jederzeit fragen zu können: ‘Würden die dieses oder jenes tun?’ Wir hatten zum Beispiel eine Szene im Skript, in der Sergio zu Aaron sagt: ‘Betrink dich unterwegs nicht.’ Das wirkte auf mich immer etwas gekünstelt. Also fragte ich Sean: ‘Würdest du einem Angestellten jemals sagen, dass er sich unterwegs nicht besaufen soll?’ Und er antwortete: ‘Nein. Ich würde ihm sagen, dass er sich zusammenreißen soll.‘ Und wir dachten: ‘Ah, alles klar… Das ist es also, was du sagen würdest.‘

Dennoch legt Combs Wert darauf, dass das Publium ihn nicht mit seiner Rolle verwechselt. „Sergio ist ein exzentrischer, überzeichneter Plattenproduzent”, stellt der Schauspieler klar. „Ich weiß, das klingt sehr nach mir im wahren Leben, aber das ist etwas anderes. Sergio ist viel verrückter als ich. Ich bin ein seriöser Geschäftsmann. Sergio sollte schlicht durchgeknallt sein. Ich kann es kaum erwarten, dass die Leute ihn kennenlernen.“

Rothman fügt hinzu: „Es ist ein Klischee, dass alle Komiker insgeheim gern Rockstars wären, und dies ist definitiv ein Film, mit dem wir unsere inneren Rockstars feiern. Jeder von uns hofft heimlich, dass diese Musik bekannt und erfolgreich wird. Wir jedenfalls glauben, dass wir eines der besten Rockalben der letzten zehn Jahre abgeliefert haben. Das wird noch bitter, wenn uns die Realität einholt…“

Produktion: Die Drehorte

Während es auf dem Papier noch ganz simpel wirkte, stellte der Dreh in gleich vier Städten alle Beteiligten vor eine Herausforderung. „Es war sehr kompliziert, diesen Film zu realisieren“, merkt Stoller an. Während sein letzter Film im idyllischen Oahu spielte, entpuppte sich „Männertrip“ als wesentlich härter. „In ’Nie wieder Sex mit der Ex‘ saßen die Leute hauptsächlich herum und redeten“, so Stoller. „So soll auch mein nächster Film wieder werden. Diesen Film haben wir ‘Rennen und Schreien’ getauft.“

Brand zählt ein paar der zahllosen Demütigungen auf, die er im Namen des Humors auf diesem „Männertrip“ erdulden musste: „Ich wurde sieben Stunden lang im Wasser versenkt. Ich musste an einem Draht von einem Gebäude hängen, musste so tun, als wären meine Knochen gebrochen und als sei ich von oben bis unten vollgekotzt. Ich war in sexuell kompromittierenden Positionen, und ich musste jedes erdenkliche ‘Rauschgift’ nehmen. Ich habe live gerockt. Ich habe ein Album aufgenommen…“

Die Produktion startete mit einer Drehwoche in Las Vegas, der dritten Station auf Aarons und Aldous’ bewusstseinsveränderndem Trip. Produzent Dave Bushell resümiert, wie sich viele Crew-Mitglieder nach ihrem Intermezzo in Sin City fühlten: „Vegas ist – egal ob du nun dort arbeitest oder auftrittst – eine Stadt, die dich fertig macht. Ich weiß nicht, ob irgendjemand Vegas lebend verlässt.“

Cast und Crew nahmen die Stadt im Rennen ein – buchstäblich. „Wir drehten eine Szene, in der Sean Combs von einem Auto angefahren wird. Das war Tag eins. Der erste Drehtag sollte eigentlich ganz entspannt sein – hey, das ist ein leichter Film! –, und das Erste, was wir drehen, ist Sean, der von einem Auto angefahren wird.“

Nach einer Woche in Las Vegas, wo u. a. im „Planet Hollywood“, „Koi“ und „Pure“ gedreht wurde, zog die Produktion weiter nach Los Angeles, wo verschiedene Locations und Kulissen-Drehs auf dem Programm standen. Zu den berühmten Schauplätzen zählte auch das Standard Hotel in Downtown, wo Aldous von einem Geländer auf dem Dach springt – ein ganzes Stockwerk über dem Pool. Darüber hinaus verbrachte das Team eine Woche im famosen Greek Theatre. Von dort aus ging es weiter nach New York, wo am Flughafen JFK, im Central Park sowie einige Tage im Studio der „Today Show“ gedreht wurde. Meredith Vieira spielte sich bei einem schreikomischen Interview mit Aldous selbst. Unmittelbar danach gibt Aldous vor dem Rockefeller Center Nr. 30 ein Live-Konzert, das für das „Today“-Publikum übertragen wird. Aldous’ New Yorker Bude findet sich übrigens im legendären Hotel on Rivington auf der Lower East Side.

Schließlich setzte die Produktion über den großen Teich, um die Anfangsszenen des Films zu drehen, in denen Aaron in London erstmals auf Aldous trifft. „Dies ist die erste internationale Apatow-Produktion“, sagt Stoller stolz. „Da bekommt man einiges zu sehen.“ Darunter auch Hartfield House, einst das Zuhause von Königin Elizabeth I., bis sie erfuhr, dass sie den Thron besteigen würde. Dieser historische Ort hielt als Landsitz von Aldous und Jackie Q her. Weitere Schauplätze waren St. James’ Park, Trafalgar Square, Waterloo Place und der New Cavendish Club.

Beim Dreh zu dieser Mann-auf-der-Flucht-Komödie stellte Stoller sich selbst und Kameramann Robert Yeoman vor die Aufgabe, einzelne Szenen aus der jeweiligen Sicht von Aldous und Aaron zu zeigen. Während Aaron also versucht, mit dem wildesten Rockstar der Welt mitzuhalten, wie ließe sich seine Begeisterung (sprich: Schrecken) besser einfangen als mit einem Headset? „Bei ‘Männertrip’ habe ich ein neues Werkzeug ausprobiert“, erklärt Stoller. „Wir dachten uns, es wäre doch lustig, die Kamera an Jonahs Kopf anzubringen, wenn er betrunken spielt. So erleben wir alles aus seiner Perspektive. Wenn er loswankt, ist die Kamera nur auf ihn gerichtet. Ich habe das mal in ‘Fear Factor’ auf MTV gesehen… das ist meine Filmschule.“

Produktion: Die Kostüme

Stoller wollte das Abenteuer von Anfang an geografisch ausweiten. Die einzige Konstante auf Aarons und Aldous’ Reise sind die endlosen Partys in zahllosen Clubs und Hotelzimmern. Es war aber nicht allein damit getan, in echten Clubs an Originalschauplätzen zu drehen; das Team wollte, dass jedes Kostüm dem Look und der Stimmung des jeweiligen Schauplatzes entsprach. „Leesa Evans, unsere Kostümdesignerin, hat fantastische Arbeit geleistet“, lobt Stoller. „Sie hat für jede Stadt einen eigenen Look kreiert.“

Die Designerin war bestrebt, das Beste zu verwenden, „was jede Stadt an Fashion zu bieten hatte – aber so, dass sich die Charaktere abheben. Man soll ja nicht zuerst die Kleidung wahrnehmen. Man sieht immer die Figur, die Kleidung muss ihren Charakter unterstreichen.“ Das war immer das Entscheidende, ganz gleich, ob Evans die Kellnerinnen im New Cavendish Club ausstattete oder Aldous Snows Bühnen-Outfits für die beiden Konzerte im Greek Theatre auswählte.

Den Cast in jeder Stadt einzukleiden war für Evans eine Herausforderung, die Arbeit mit Jonah Hill und Russell Brand dagegen war die reine Freude. „Dieser Film bot mir die seltene Gelegenheit, mich mit Männermode zu befassen“, erklärt Evans. „Wir Kostümbildner haben nicht so oft mit aktuellem Design zu tun, wie wir das gern hätten. Dies war eine wunderbare Gelegenheit, coole und hippe Männermode zu machen. Auch Nick wollte es möglichst trendy und ausgefallen.“

Jonah Hill selbst war Evans wichtigste Inspiration für Aaron: „All die Band-T-Shirts, die er im Film trägt, sind von Bands, die Jonah liebt.“ Die beiden diskutierten, welche Musik ihn beeinflusst hat und welche Musik Aaron dazu gebracht haben könnte, in die Musikbranche einzusteigen. Evans recherchierte, wie sich die Leute in dieser Branche kleiden, und berücksichtigte dabei Bands, die Aaron mit seinem Look vielleicht nachahmen würde. Außerdem zog sie in Betracht, welche Kleidung Hill professioneller wirken lassen würde, denn „in den meisten seiner Filme hat er jüngere Typen gespielt“.

Für Aldous hatte Evans dank „Nie wieder Sex mit der Ex“ bereits die perfekte Vorlage. Sie beschreibt seinen Rockstar-Stil als losen Mix „aus so ziemlich allen von Mick Jagger über die Beatles bis zu Richard Ashcroft und The Verve“. Allerdings war das natürlich die Ferien-auf-Hawaii-Ausgabe eines nüchternen Aldous. In „Männertrip“ ist er zurück in der Großstadt – und an der Flasche.

„Nick und ich haben die Entwicklung von Aldous besprochen“, erzählt Evans. „Während er immer mehr den Drogen und dem Alkohol verfällt, wird er immer angespannter, weil er sich entsprechend ramponiert fühlt. Aber am Ende des Films hat er zu einer zuversichtlichen, helleren Gemütsverfassung zurückgefunden.“

Und worauf steht Aldous? Auf Absätzen natürlich. „Yves Saint Laurent macht seit kurzem diese fabelhaften Stiefel“, schwärmt Evans. „Ich dachte dabei sofort an Aldous, es gibt keine besseren Schuhe für ihn. Ich habe sämtliche Modelle in Russells Größe aufgekauft, in allen Farben und jedem Muster. Sie verleihen ihm eine tolle Haltung, er fühlte sich in diesen Stiefeln noch mehr wie ein Rocker. Er zieht sie gar nicht mehr aus.“

Aldous hat insgesamt 60 Kostümwechsel, inklusive der Musikvideos und Fotoshootings für den Film. Für seinen Look wählte Evans namhafte Designer wie Alexander McQueen, Costume National, Dior, Gucci und Yves Saint Laurent, dazu einige Markenzeichen wie die unverzichtbare schwarze Leder-Röhre, die er schon in „Nie wieder Sex mit der Ex“ getragen hatte.

Für Sean Combs alias Sergio kam nur edle, teure Designerstücke in Frage. „Sean kann sich einiges leisten“, bemerkt die Designerin. „Er interessiert sich für Mode und hat sogar seine eigene Kollektion.“ Evans hoffte, sowohl den Anforderungen der Rolle als auch Combs’ persönlichem Stil gerecht zu werden – mit viel Givenchy, Yves Saint Laurent und Gucci.

Während Daphne meistens ihren Arztkittel trägt, war der Style von Jackie Q weitaus komplizierter. Für die Model-Sängerin mixte Evans „sehr Schickes und sehr Lässiges mit ein wenig schräg“. Byrne beschreibt den Stil als „mädchenhaft und kokett, aber kompromisslos“. Evans griff zu britischen Modeschöpfern, bei denen eine Frau wie Jackie Q Stammkundin sein könnte, etwa McQueen oder Vivienne Westwood.

Und Aldous war nicht der Einzige, der angehoben wurde: Ein Markenzeichen von Jackie Q sind ihre hohen Absätze. „Jackie Q trägt immer High Heels“, so Evans. „Die Absätze waren Roses Versuch, ihrem Rocker auf Augenhöhe zu begegnen. Sie ist nie richtig angezogen, weil sie immer hohe Hacken trägt.“ Sogar beim Dreh zu Jackies „I Am Jesus“-Video behielt Byrne – die sich in einem Monokini in einer Krippe räkelt – ihre High Heels an. „Ich fragte Rose: Willst du deine Schuhe nicht lieber ausziehen? Das ist nicht ganz ungefährlich. Das ist in Wirklichkeit eine Matratze. Aber sie sagte bloß: ‘Eine Jackie Q zieht niemals ihre Schuhe aus!‘“

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