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Regisseur Simon Verhoeven über den Film

„Männerherzen“ ist ein sehr persönlicher Film für mich und bedeutet mir unendlich viel. Seit über 5 Jahren arbeite ich an dem Drehbuch. Die Ge schichten sind aus eigenen Erfahrungen, Beo bachtungen aus meinem Freundeskreis und zahl losen Gesprächen mit vielen, sehr unterschiedlichen Männern entstanden. Die Position des Mannes ist heutzutage ziemlich unklar. Die alten Rollenbilder sind komplett zerstört, es gibt kein Patentrezept zum Glück und keine Prototypen zur männlichen Iden tität mehr oder besser gesagt: Es gibt zu viele. Was Frauen von Männern erwar ten, ist manchmal – schlichtweg verwirrend.

Dass Männer heutzutage länger brauchen, um erwach sen zu werden, ist hinlänglich bekannt. Ich glaube auch, dass eine Menge Männer in unserer hedonistischen, pseudoindividualistischen Welt verunsichert sind, auch von den kommerziel len Männerbildern, mit denen sie täglich kon frontiert werden. Über diese Verwirrung, über die Suche des Mannes nach sich selbst und nach dem großen Glück, der großen Liebe, wollte ich einen Film machen. Eine roman tische Komödie aus der Sicht des Mannes sozusagen. Das gibt es ja nicht gerade oft.

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Jedenfalls keine ehrlichen. Ich versuche, einen warmen und charmanten Film zu machen, der ebenso unterhaltsam wie emotional sein wird. Jeder meiner Männer schielt über die Schulter auf den jeweils anderen und jeder kämpft auf seine Weise um sein Glück und seinen Weg. Ich hoffe, dass aus den verschiedenen Farben am Schluss ein Mosaik entstehen kann, das eine gewisse Wahrheit über den „Mann an sich“ und die Männer meiner Generation einfangen kann. Eine platte Komödie liegt mir ebenso fern wie ein dröges Drama. Ich hoffe sehr, dass man das Herz blut, das in die Arbeit an diesem Film fließt, spüren wird.

Über die Produktion

Männerherzen ist ein sehr persönlicher Film für Regisseur Simon Verhoeven. Einige Jahre lang arbeitete er am Drehbuch. „Die Geschichten sind aus eigenen Erfahrungen, Beobachtungen aus meinem Freundeskreis und zahllosen Gesprächen mit vielen, sehr unterschiedlichen Männern entstanden.“

Mit einigen Seiten, auf denen er verschiedene Charaktere skizziert hatte, trat Verhoeven an die Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg heran. „Er hatte eine ganze Reihe von großartigen Figuren entworfen,“ erzählt Quirin Berg. Von denen schafften es dann zwar nicht alle in den Film, aber „das war wahnsinnig gut beobachtet. Und wenn schon eine Figur soviel Spaß macht, dann will man natürlich sehen, wohin sie sich in der Geschichte entwickelt,“ ergänzt Max Wiedemann.

Die Produzenten und der Regisseur kennen sich schon lange und waren auf der Suche nach einem gemeinsamen Projekt. Die Produzenten: „Wir haben uns immer gut verstanden, nicht nur freundschaftlich, sondern auch was Filme angeht. Wir hatten auch schon ein paar Sachen gelesen, die Simon geschrieben hat, und mochten seinen Stil. Dann kam er mit diesen paar Seiten; auf dem Titelblatt prangte schon dieses große Männerherz“.

Der Titel blieb. Gefeilt wurde fortan am Drehbuch, das sich durch die authentische Ausgangssituation auszeichnet. Man(n) kann sich an allen Ecken und Enden wiedererkennen – eine Mischung aus selbst Erlebtem bzw. Gehörtem und Geschichten; Anekdoten und Erfahrungen aus dem Freundeskreis. Schnell war so eine riesige Stoffmenge zusammen getragen. Quirin Berg: „Es hat Spaß gemacht, den Stoff weiterzutreiben, zu beobachten, zu reflektieren und aus ganz vielen Mosaiksteinen diese Geschichten zusammenzusetzen.“

Welche Figuren letztlich Eingang in den Film finden sollten und wie deren Charakter- und Handlungsbögen verlaufen, wurde immer wieder diskutiert. Bis schließlich fünf bzw. sechs Männertypen feststanden.

Im Vergleich zu der langen und intensiven Drehbuchentwicklung gab es bei der Finanzierung und der Realisierung wenig Hindernisse. Auch wenn MÄNNERHERZEN erst Simon Verhoevens zweiter Spielfilm ist, fühlten sich die Produzenten immer auf der sicheren Seite. Wiedemann: „Im Austausch mit ihm haben wir gemerkt, dass wir die gleiche Sprache sprechen und keine Sekunde daran gezweifelt, dass er das wunderbar machen wird. Simon hat in New York Film studiert, er weiß wirklich, was er tut.“ Berg ergänzt: „Er lebt seit vielen Jahren Film – als Autor, Regisseur, Komponist und Schauspieler. Gerade in dem Bereich hat er viel Erfahrung mitgebracht, was natürlich die Schauspielkollegen am Set sehr zu schätzen wussten.“

Humor ist ja bekanntlich Geschmackssache. Dass er im Fall von Produzenten und Regisseur deckungsgleich war, erleichterte die Zusammenarbeit.

Produktion: Die Figuren

Charakteristisch für „Männerherzen“ sind erstaunlich lebensechte Situationen und Figuren, die ein breites, gesellschaftliches Spektrum abdecken, vom U-Bahn-Fahrer bis zum studierten Werbefachmann. Ein Kaleidoskop der Gesellschaft. Die episodenhafte Struktur, das Eintauchen in die verschiedenen Welten der fünf bzw. sechs Hauptfiguren ist ein moderner, zeitgemäßer Ansatz des Geschichtenerzählens. Und ein mutiger, denn er entspricht nicht der klassischen Struktur deutscher Kinofilme mit nur einer Identifikationsfigur.

Berg: „Simon ist es sehr gut gelungen, so dicht zu erzählen, dass man dranbleibt an den Figuren und nicht das Gefühl hat, man sitzt in einem Experimentalfilm, wo man fünf völlig verschiedenen, absurden Geschichten folgt.“ Alles ist eng miteinander verknüpft, zu keinem Zeitpunkt verliert man die Protagonisten aus den Augen. Max Wiedemann: „Man ist bei allen gleich gerne, freut sich vielleicht ein bisschen mehr auf die verrückten Figuren wie Bruce Berger, den Justus genial verkörpert. Aber umso wichtiger sind dann auch die ernsteren Momente, die unter anderem durch die Figur Roland entstehen, die Wotan so großartig spielt. Diese Balance zu finden war die größte Herausforderung.“

Ein schönes Beispiel dafür ist das Gespräch in der Zoohandlung zwischen Christian Ulmen und Nadja Uhl, in dem sie ihrem Kunden Treueherzen anbietet. „Das ist unglaublich witzig, aber gleichzeitig so tragisch, dass es wirklich ins Herz geht. Diese Szene war auch eine der allerersten, und sie ist durch alle Fassungen des Drehbuchs erhalten geblieben“, erinnert sich Berg.

Die Figuren machen Entwicklungen durch, aber es ging nicht schematisch darum, alle unbedingt zu einem Happy End zu führen. Sie sind nicht nur lustig, sondern echt, da sind viele Wahrheiten im Detail versteckt und man wird auch immer wieder etwas Neues entdecken, wenn man den Film noch mal sieht. Der Zuschauer wird das Kino jedenfalls mit einer großen, positiven Energie verlassen und das eine oder andere aus dem Film wird ihn vielleicht noch ein wenig beschäftigen.

Von der Authentizität des Drehbuchs ließen sich auch die Schauspieler überzeugen. Berg: „Wir haben wirklich alle an Bord, die wir uns gewünscht haben.“ Schauspieler, die allesamt über einen immensen Erfahrungsschatz verfügen. Dass sich das Casting für einen Ensemble-Film komplex gestaltet und aufwändig ist, liegt in der Natur der Sache. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man nicht nur die einzelnen Rollen anschauen, sondern auch immer überlegen muss, wie sie zueinander passen. Das wird noch einmal komplizierter, wenn die fünf Männer Beziehungen zu Partnern haben, die sich dann teilweise auch noch begegnen. D. h., auch die jeweiligen Partner müssen „passen“. Zunächst wurden die Männerrollen gecastet, anschließend die jeweiligen Partnerinnen gesucht. „Das war ein wirklich langwieriger und spannender Prozess und ich bin sehr dankbar, das die Zusammenarbeit mit Anja Dihrberg, mit der wir schon einige Filme gemacht haben, wieder so erfolgreich und stimmig war.

Wie gelungen das Casting ist, zeigt sich auch in den fantastischen Schauspielerleistungen – alle spielen perfekt auf den Punkt. Und das bei einem Ensemble hochkarätiger Schauspieler, die sich von einem jungen Regisseur führen ließen. Es war eine große Herausforderung, die richtige Balance zwischen allen Beteiligten zu finden. Doch der eindrucksvolle Cast gab den Filmemachern auch eine gewisse Gelassenheit und Zuversicht. Wiedemann: „Wenn sich so viele große Namen und erfahrene Darsteller auf einen solchen Film einlassen, spricht das auch für das Projekt und für die Beteiligten. Man kann sich darauf verlassen, dass die Schauspieler wissen, was sie tun. Mit solchen Profis zu arbeiten, macht vieles leichter. Sie hatten alle wahnsinnig Spaß an dem Projekt, auch deshalb haben die Dreharbeiten sensationell funktioniert.“

„Die Schauspieler vertrauten Simon komplett,“ fügt Berg hinzu. „Er war immer offen für das, was sie selbst aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz einzubringen bereit waren. Er saugt quasi alles auf, was ihm angeboten wird, filtert es perfekt und übernimmt, was in seine Vision passt und sie verbessert. Auf der anderen Seite zieht er aber auch eine klare Grenze und setzt seine Vision um.“

Produktion: In der Fitnessworld

Das Fitnessstudio als Schnittstelle – dort bündeln sich Erfahrungen, die enorm viele teilen. Schätzungsweise 80 % aller Menschen sind schon einmal in einem Fitnesscenter gewesen. Es ist typisch für unsere Zeit und ein perfektes Spiegelbild. Simon Verhoeven: „Viele Männer in unserer pseudo-individualistischen Welt sind verunsichert, auch von den kommerziellen Männerbildern, mit denen sie täglich konfrontiert werden.“

Eben auch im Fitnessstudio, einem Treffpunkt für diese Suchenden, die nicht wissen, welchem Rollenmodell sie folgen sollen. Berg: „Ein Fitnesscenter ist das ideale Setting für eine Komödie. An einem Ort treffen viele sehr verschiedene Menschen aufeinander, die sich freiwillig in seltsame Maschinen hängen, um das auszugleichen, was sie sich ansonsten mit Nusshörnchen anfressen. Verrückt, es passt zu unserer Zeit – und war so noch nicht auf der Leinwand zu sehen. Mehmet bringt es in der ersten Szene schon auf den Punkt: ‚Ist doch völlig absurd, was wir hier machen‘. Absurd, wenn man sich das aus der Alien-Perspektive anschaut.“

Produktion: Berlin, Berlin

Berlin steht für Vielfalt. Nirgendwo anders gibt es diese Vielzahl extremer sozialer Milieus. Und je universeller eine Geschichte erzählt werden will – und die Filmemacher wollten sie groß erzählen – desto wichtiger ist ein Ort, der das ermöglicht. Wenn es um unterschiedliche Milieus geht, verschiedene Charaktere, die in ein und derselben Stadt verwurzelt sind, ist Berlin als Drehort in Deutschland nicht zu schlagen.

Außerdem wollte die Produktion so viel wie möglich on location drehen, was sich in Berlin gut realisieren ließ. Es gibt nur wenige Studioaufnahmen – einzig das Fitnesscenter wurde in einer alten Fabrikhalle nachgebaut. Auch die Dreharbeiten in den Wohnungen und Cafés fanden an Originalmotiven statt.

Produktion: Die Besetzung

Quirin Berg schwärmt von seinen Stars: „Til war absolut großartig und hat sich sehr persönlich eingebracht. ‚Melanie‘, die Freundin, die er seit 20 Jahren nicht gesehen hat, ist tatsächlich Tils ehemalige Freundin und ihre Tochter wird von Tils Tochter Emma gespielt. Von Til kamen viele Vorschläge und gute Ideen; er hat einen sehr guten Draht zu Simon und ihm völlig vertraut. Til hat auch als einer der ersten zugesagt und zwar in Rekordzeit. Ich hatte abends mit ihm gesprochen und ihm das Drehbuch in die Hand gedrückt. Am nächsten morgen um sieben Uhr rief er aus dem Taxi an und sagte ‚count me in‘, ungefähr fünf Stunden später … Dieser Mann ist wirklich ein Phänomen und wir können sehr froh sein, dass wir in Deutschland so einen Schauspieler und Filmemacher haben.“

Auch sehr früh stand Christian Ulmen fest. Den hatte Simon Verhoeven schon immer als schüchternen Gewerbeaufsichtsbeamten Günther im Sinn. Sehr schnell entschied man sich dann im Casting für Florian David Fitz als Niklas. Und mit Maxim Mehmet, den die Produzenten bei Dreharbeiten im Jahr zuvor kennen und schätzen gelernt hatten, war als dessen Freund Philip die ideale Ergänzung gefunden. Sehr glücklich sind alle über die Farbe, die Wotan Wilke Möhring seiner tragischen Figur des U-Bahn-Führers Roland verleiht. Und mit Nadja Uhl, Jana Pallaske und Liane Forestieri waren die passenden Partnerinnen gefunden.

Bleibt Mann Nummer sechs, der charismatische, nervtötende, unglaublich komische und zugleich tragische Schlagerstar Bruce Berger. Eine bessere Besetzung als Justus von Dohnányi ist schlicht nicht vorstellbar. Berg: „Er ist fantastisch. Simon Verhoeven hatte die Rolle sehr genau so im Kopf, aber natürlich ist mit Justus’ Interpretation noch einiges entstanden. Justus ist im besten Sinne ein unglaublich großartiger Verrückter, der auch gerne Gas gibt und Dinge ausprobiert. Er zählt zu den besten und vielseitigsten, deutschen Schauspielern und hat auch dieser Rolle viele verschiedene Facetten abgerungen. So bescheuert sich ‚Bruce‘ auch benimmt, Justus bleibt immer auf dem schmalen Grad der Glaubwürdigkeit und spielt den egozentrischen Sänger einfach genial.“

Humor entsteht natürlich nicht am Reißbrett, er entsteht auch oft erst während der Arbeit mit den Schauspielern während der Dreharbeiten. Die beiden sprechenden Plakatmänner, Stefan Luca und Bastian Pastewka hatten so viel Spaß, da hätten wir die Kamera noch Tage weiterlaufen lassen können. Stefan hat dann am Ende des Films noch einen Auftritt als schwules, seilhüpfendes Model im Fitnesscenter. Plötzlich packt er einen fränkischen Dialekt aus; da konnte das Team vor Lachen kaum arbeiten.

Produktion: Die Crew

Simon Verhoeven hatte multiple Aufgaben zu erfüllen: Er führte nicht nur Regie und schrieb das Drehbuch, sondern zeichnet sich auch für die Musik verantwortlich. Und dann absolvierte er auch noch lässig einen Gastauftritt als Pilot im Stewardessen-Soap-Ausschnitt.

Berg: „Er ist unglaublich vielseitig. Es ist natürlich großartig, so einen Partner zu haben, der den Film von allen Aspekten her kennt und beherrscht. Der sich nicht ‚nur‘ auf die Regie konzentriert, sondern dessen Buch es ist, das verfilmt wird, eine Geschichte, die ihm ganz nah ist.“ „Simon bringt insgesamt eine große Erfahrung mit und ist offen zum Dialog,“ ergänzt Wiedemann. „Außerdem hat er so viele Sets gesehen, die Erfahrung quasi mit der Muttermilch aufgesogen.“

Das führt dazu, so Berg, „dass eine besonders starke, klare Handschrift diesen Film prägt. Alle großen Filmemacher haben sich durch ihre eigene, besondere Handschrift ausgezeichnet. Man weiß in etwa, was einen erwartet, wenn ein bestimmter Name draufsteht. Das hat mit Qualität zu tun, aber auch mit Tonaliät, ich bewundere sehr, wenn Filmemacher Allround-Talente sind, in allen Bereichen top. Das macht den Film zu etwas ganz Besonderem.“

Das Besondere im Fall von MÄNNERHERZEN ist die Realitätsnähe, die genaue Beobachtung, die sich in messerscharfen Dialogen niederschlägt.

Produktion: Die Musik

Simon Verhoeven komponierte einen Großteil des Scores, den er mit einem Partner zusammen realisiert hat, selbst. Viele große Songs gingen in die Filmmusik ein, und auch Verhoeven steuerte einige selbst geschriebene Songs bei. Zu den Highlights auf dem Soundtrack zählt Gary Go mit dem Titelsong „Wonderful“, die Sugarbabes mit einem neuen Hit und James Morrison mit einem exklusiven, bisher unveröffentlichten Song. „Musik wird oft unterschätzt“, so Max Wiedemann. „Der Soundtrack von MÄNNERHERZEN sollte einen eigenen zeitgemäßen Charakter haben und wir sind sehr froh, dass uns hier etwas ganz besonderes gelungen ist. Die Musik passt perfekt zum Film, vereint im besten Sinne Elemente moderner und klassischer Filmmusik und viele der Titel von Simon Verhoeven haben Hit-Potential.“

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Produktion: Die Dreharbeiten

Gedreht wurde MÄNNERHERZEN in Cinemascope – dem perfekten Kinoformat. Die Produzenten waren sich einig: „Wir haben nie darüber nachgedacht, das nicht zu machen. Cinemascope signalisiert ganz klar, dass man in einem Kinofilm sitzt. Das ist wichtig als Abgrenzung zu anderen Formaten. Cinemascope hat eine ganz eigene Bildsprache, ein anderes Tempo, die Bilder haben eine andere Größe.“

Die Aufsehen erregende „Krokodilsszene“, die den Zuschauer völlig unerwartet trifft, ihn kurz durchschüttelt und danach erleichtert in den Sessel sinken lässt, wurde im Berliner Zoo gedreht. Es war nicht einfach, dort eine Drehgenehmigung zu erhalten – Filmteams sind, aus verständlichen Gründen, nicht sehr willkommen, da der normale Betrieb weiterlaufen muss. Die Szene sorgte immer schon für Lacher: „Allein die Vorstellung, Christian Ulmen muss mit Judo einen Krokodilkampf bestehen … Simon hat das großartig umgesetzt. Es geht alles sehr schnell, man erschreckt sich auch richtig. Wichtig ist, mit Erwartungen zu spielen, sie zu brechen. Ein paar Überraschungen im Hut zu haben. Die Zuschauer erschrecken sich, freuen sich aber auch darüber, dass sie sich erschreckt haben. Und es geht ja auch gut aus,“ erzählt Max Wiedemann. Das Krokodil war natürlich ein Special-Effects-Exemplar, aber Christian Ulmen ging wirklich baden … Der ganze Effekt entstand letztlich am Schneidetisch.

Ist MÄNNERHERZEN nun in erster Linie ein Film für Frauen, die wissen wollen, wie ihre Männer ticken oder für Männer, die sich mit den Protagonisten identifizieren können?

Beides. Die ideale Mischung aus Herz und Zwerchfell. Oder, in den Worten des Regisseurs: „Eine romantische Komödie aus der Sicht des Mannes. Das gibt es ja nicht gerade oft. Jedenfalls keine ehrlichen.“

Die Produzenten fügen hinzu: „Wir kennen eigentlich keine vergleichbare Komödie mit romantischem Ansatz, die nicht episodisch, sondern so dicht als Ensemble-Film funktioniert. Wir haben vielleicht ein bisschen Neuland betreten. Es ist genau der Film, den wir machen wollten, hinter dem wir absolut stehen. Und der auch eine Entwicklung im deutschen Kino zeigt, man traut sich immer mehr und gesteht auch einer Komödie heute eine andere Farbe und Dimension zu. Der Film kommt genau zum richtigen Zeitpunkt!“

MÄNNERHERZEN widmet sich einem Männerthema. Ist ein Film, in dem sich die Männer wiederfinden und den sich die Frauen gerne anschauen, weil sie ihre Männer wiederfinden. MÄNNERHERZEN erlaubt Frauen einen Blick hinter die Kulissen von Männer-Egos und Männer-Hirnen.

Max Wiedemann meint: „In der Vielfalt kann sich jeder wieder entdecken, dem tollen Cast und den sympathischen Figuren schaut man gerne zu. Es gibt genügend unerwartete Verrücktheiten, die den Zuschauer jede Sekunde im Film halten. Vor allem aber ist es ein Film, über den man wunderbar reden kann – und auch dringend sollte.“

„Die Position der Männer heutzutage ist ziemlich unklar. Die alten Rollenbilder sind zerstört, es gibt kein Patentrezept zum Glück und keine Prototypen zur männlichen Identität mehr oder besser gesagt: es gibt zu viele. Was Frauen von Männern erwarten, ist manchmal schlichtweg verwirrend,“ fasst Simon Verhoeven seinen Ansatz zusammen. „Über diese Verwirrung, über die Suche des Mannes nach sich selbst und nach dem großen Glück, der großen Liebe, wollte ich einen Film machen.“

„Bei manchen Männern erwächst aus der Vielfalt der Möglichkeiten ein enormes Selbstbewusstsein, bei anderen eine große Verunsicherung, aber für alle ist es nicht leicht, sich zu orientieren. Diese Vielfalt ist faszinierend und perfekt geeignet für eine große Komödie,“ ergänzt Quirin Berg. „Und das Wichtigste: Am Ende steht für alle Beteiligten die Hoffnung – auf echte Gefühle, die richtigen Entscheidungen, ein bisschen Liebe.“

Simon Verhoeven: „Ich hoffe, dass aus den verschiedenen Farben am Schluss ein Mosaik entstanden ist, das eine gewisse Wahrheit über den ‚Mann an sich‘ und die Männer meiner Generation einfangen kann. Eine platte Komödie lag uns ebenso fern wie ein dröges Drama. Jetzt hoffe ich, dass man das Herzblut, das in die Arbeit an diesem Film geflossen ist, spüren wird.“

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