Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung des Überraschungshits "Diary of a Mad Black Woman" mit neuen Abenteuern der Südstaaten-Matriarchin Madea.

Südstaaten-Matriarchin Madea gilt zwar gemeinhin als unverbesserlich und unaufhaltsam, aber jetzt könnte sie sich erstmals tatsächlich verhoben haben. Gerade wurde ihr vom Gericht auferlegt, sich um den rebellischen Wirbelwind Nikki zu kümmern, ihre Nichten Lisa und Vanessa haben ernste Beziehungsprobleme, und zu allem Überfluss muss die aufbrausende schwarze Dame auch noch das bevorstehende Familienfest auf die Beine stellen.

Lisa bezieht regelmäßig Prügel von ihrem Investmentbanker-Gatten. Lisas Mutter Victoria findet, Lisa solle sich nicht so anstellen, der Luxus habe seinen Preis. Lisas Schwester Vanessa ist nach einer Enttäuschung geheilt von den Männern und betrachtet die Annäherungsversuche des grundguten Buspiloten Frankie mit gebührendem Misstrauen. Vanessas Mutter meint, Vanessa sei ein hoffnungsloser Fall. Zum Glück haben Vanessa und Lisa noch eine Großmutter, bei der die Instinkte funktionieren. Wenn auch anders als bei anderen.

Eine um Handgreiflichkeiten nicht verlegene Höllenoma lööst mit praktischer Vernunft allerhand Probleme im Familienkreis. Spezifisch afroamerikanisches Melodram mit Slapstick-Einlagen.

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    Kritikerrezensionen

    • Madea's Family Reunion: Fortsetzung des Überraschungshits "Diary of a Mad Black Woman" mit neuen Abenteuern der Südstaaten-Matriarchin Madea.

      Nach dem Überraschungserfolg der afroamerikanischen Dramedy „Diary of a Mad Black Woman“ tischt Macher und Hauptdarsteller Tyler Perry ein Jahr später mehr vom Selben auf.

      Erneut auf einem seiner Bühnenstücke basierend, gibt Perry wieder ebenso slapstickreich wie sentimental Einblick in die Alltags- und Familienprobleme in der Hood der bärbeißigen „Big Mama“ Madea. Mit einem etwas höheren Budget ausgestattet, übernimmt Perry nun auch die Regie, die er zuvor bei seinen Theater- und DVD-Produktionen innehatte. Damit mag die Produktion optisch einen etwas glatteren Eindruck vermitteln, an der Erfolgsformel von gewollt an (schwarzes) Volkstheater erinnernde Amateurhaftigkeit wurde jedoch nicht gerüttelt. Selbst beim Plot wird wieder als Prämisse das bittere Los einer Frau aufgegriffen, die von einem gewalttätigen Partner misshandelt wird. Die Story dreht sich vorrangig um Madeas Nichten Lisa (Rochelle Aytes) und Vanessa (Lisa Arrindell Anderson). Lisa ist mit dem fiesen Investmentbankier Carlos (Blair Underwood zur Abwechslung als gemeiner Schuft) verlobt, der sie regelmäßig verprügelt. Ihre Halbschwester Vanessa ist eine allein stehende Mutter, die von ihrer eigenen Mutter Victoria (Lynn Whitfield) niedergemacht wird. Dabei hatte sie Vanessas Vergewaltigung als kleines Mädchen durch ihren Stiefvater geduldet.

      Krasse Storystränge also für einen Film, der als ausgelassene Slapstickkomödie komplett mit ausgiebigem Blähungshumor und harmlosen Sexwitzchen angelegt ist. Als weiteres Gegengewicht werden dann noch jede Menge Feelgood-Botschaften (vorrangig) an die Frau gebracht, was ganz nach der Fasson der christlichen Publikumszielgruppe sein dürfte. So fungieren neben der resolut mit Revolver wedelnden Madea auch noch Maya Angelou und Cecily Tyson bei der großen Familienfeier als Sprachrohr, um über die Familiensituation, die Weltlage und schwarze Kultur im Allgemeinen zu wettern und gute Ratschläge zu erteilen. Musikalisch wird dabei auf Hits wie „We Are Family“ von Sister Sledge gesetzt, was sich ins polternd-vordergründige Gesamtkonzept einfügt. Doch Tyler, der erneut in drei Rollen auftritt, weiß genau, was bei seinem Publikum ankommt, und so fährt auch diese Mischung aus Seifenoper, Slapstickspaß und Melodram in den USA erstaunlich starke Zahlen ein, während man sich in Deutschland wundert, was der ganze Budenzauber soll. ara.

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