Filmhandlung und Hintergrund

Visuell bestechende, narrativ aber oftmals sperrige und unzugängliche schwule Außenseiterballade mit traumhaft-surrealen Bildern.

Der junge, durch ein Geburtsmal entstellte Harry flieht vor der Oberflächlichkeit und Grausamkeit der schwulen Szene ans Meer. Dort stößt er auf den älteren, heterosexuellen Flint und besetzt gemeinsam mit ihm ein leerstehendes Landhaus. Harrys Interesse an Flint geht bald über das Platonische hinaus, doch er wagt sich zu offenbaren, als die Beziehung eine unvorhergesehene Wendung nimmt.

Vor der Oberflächlichkeit der schwulen Großstadt-Szene flieht Harry ans Meer. Dort stößt er auf den älteren Flint und besetzt gemeinsam mit ihm ein leerstehendes Landhaus. Visuell bestechende, narrativ ein wenig sperrige, schwule Außenseiterballade in traumhaft-surrealen Bildern.

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Kritikerrezensionen

  • Madagascar Skin: Visuell bestechende, narrativ aber oftmals sperrige und unzugängliche schwule Außenseiterballade mit traumhaft-surrealen Bildern.

    Mit einer schwulen Außenseitergeschichte legt der junge englischen Filmemacher Chris Newby, dessen „Anchoress“ 1993 auf den Filmfestspielen von Cannes in der Reihe Un Certain Regard lief, seine zweite große Arbeit fürs Kino vor. Produziert wurde das Zwei-Personen-Stück vom britischen Independent Dan Films, der schon mit „Butterfly Kiss“ einen Achtungserfolg verbuchen konnte.

    Visuell bestechend, narrativ jedoch recht sperrig, kreist „Madagascar Skin“ um die Beziehung des jungen, linkischen Schwulen Harry (John Hannah), zu dem älteren Flint (Bernard Hill), einem Rauhbein mit Proletariercharme. Harry, durch ein rotes Geburtsmal in der Form der Insel Madagaskar entstellt, flieht nach einem demprimierend verlaufenem Cruising-Versuch vor der Oberflächlichkeit und sozialen Grausamkeit der schwulen Szene Richtung Meer. Nach einer stürmischen Nacht erwacht er in seinem Auto an einem verlassenen Strand, wo er auf den übel zugerichteten, bis zum Hals im Sand eingegrabenen Flint stößt. Die beiden Flüchtigen tun sich zusammen und nehmen ein verlassenes Landhaus in Beschlag. Während Flint den gehemmten Harry langsam aus seinem emotionalen Panzer schält, geht dessen Interesse an dem mit exotischen Tätowierungen übersäten Flint bald über das rein Platonische hinaus. Er wagt jedoch nicht sich zu offenbaren, aus Angst Flints Freundschaft dadurch aufs Spiel zu setzen. Bis schließlich die Beziehung der beiden Gezeichneten eine unvorhergesehene Wendung nimmt.

    Newby gibt seiner Außenseiterballade einen traumhaft-abstrakten Look. Besonders die Eingangssequenz, Harrys erfolgloser Cruising-Versuch in einem düsteren Schwulenclub und seine Flucht mit dem Auto muten schon fast surreal an. Daß sich „Madagascar Skin“ dennoch nicht im Dekorativen verliert, liegt sicherlich an den beiden Hauptdarstellern. Bernard Hill (der Peter Greenaways „Verschwörung der Frauen“ zum Opfer fiel) gefällt sich sichtlich in der Rolle des kauzigen Proletariers und John Hannah (der in „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ schon einmal den Part des jungen Schwulen übernahm) versteht es glänzend, die Psyche des gehemmten Harry transparent zu machen. Doch trotz der schauspielerischen Leistungen bleibt Newbys Film seltsam unzugänglich und wird es nicht leicht haben, sein Publikum außerhalb der Zielszene zu finden. uf.

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