Filmhandlung und Hintergrund

Vertrackte, schwarze, schwul-lesbische Independent-Comedy über die alltägliche Problematik unerwiderter Liebe.

Der homosexuelle Jackson (Justin Herwick), Besitzer eines Plattenladens in L.A., himmelt den attraktiven Billy (Jonah Blechman) an, den er eben erst auf einer Orgie kennen gelernt hat. Billy jedoch hat nur Augen für den charismatischen Musiker Sonny (Willie Garson), seines Zeichens Virtuose in der hohen Kunst des S und M. Dabei liegt das Glück für Jackson doch so nahe, und zwar in Gestalt sowohl eines adretten Stammkunden als auch in Jacksons väterlichem Kumpel und Förderer Sam (Shane Powers). Da reist aus heiterem Himmel Jacksons properer Cousin, Landei vom Scheitel bis zur Sohle, zum ersten Großstadtbesuch seines Lebens herbei.

Heiterer Independent-Beziehungsfilm von Everett Lewis, der weitgehend auf die Gay-Klischees des Mainstream verzichtet.

Jackson arbeitet in einem Plattenladen in L.A. und hat sich in den attraktiven Billy verknallt, der ihm bei einer nächtlichen Orgie begegnet ist. Aber Billy will ihn nicht - er führt eine sadomasochistische Beziehung mit dem Musiker Sonny. Dafür haben andere einen Blick auf Billy geworfen - unter anderem auch noch Jacksons eigener Cousin und eine lesbische Freundin.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Luster - Lust: Vertrackte, schwarze, schwul-lesbische Independent-Comedy über die alltägliche Problematik unerwiderter Liebe.

    Jackson mit den blau gefärbten Haaren arbeitet in einem Plattenladen in L.A. und brüskiert schon mal die Kunden, die Madonna suchen und von ihm auf schwul-lesbische Alternativbands hingewiesen werden. Im Lauf eines langen Wochenendes verliebt sich Jackson, der sich zum Underground-Poeten berufen fühlt, ständig neu. Bei einer seiner Lesungen lernt er den ausgebrannten Rockstar Sonny kennen, dem er Texte für sein zehntes Album liefern soll, die aber nicht gefallen. Jackson hat sich in Billy, dem er bei einer nächtlichen Orgie, mit der der Film einsetzt, begegnet ist, verliebt, wird aber abgewiesen, weil Billy mit Sonny eine sadomasochistische Beziehung führt. Nach einigem Hin und Her entscheidet sich Jackson für seinen Cousin Jed und zieht sich mitten auf der Straße für ihn aus. Jed geht auf die Werbung ein.

    Szenen aus der schwulen Künstlerszene von Los Angeles, die selbstironisch und nicht ohne Witz porträtiert wird. Keine schwarze Komödie, wie annonciert, sondern ein romantisierender Blick auf das auch „straight“ vorstellbare Hin und Her und Ringen um Lust, Leidenschaft, Liebe und Zuneigung. Independent-Regisseur Everett Lewis geht cool mit den Themen um und filmt sie grobkörnig wie in einem Gay Movie aus den 80er Jahren, blendet dabei auch Safer Sex aus. Die besten Szenen spielen im Plattenladen des Heteros Sam, der sein Coming Out noch vor sich hat, als Hommage an Stephen Frears‘ „High Fidelity“. Lesbische Paare kommen nur am Rand vor, so Fotografin Alyssa, die Jed in der Wüste aufnimmt und die Bilder zum Zentrum einer Ausstellung macht. Die homosexuelle Version von „Sex and the City“ arbeitet mit einer freieren Dramaturgie, aber nicht unbedingt besseren Dialogen. Der Vorspann, der Cast und Crew nur mit Vornamen vorstellt, richtet die Zielsetzung bereits auf genau die spezifische Zuschauerschaft aus, die der Film porträtiert. ger.

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