Lucy

Kinostart: 29.06.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Ruhiges, präzise beobachtendes Drama einer jungen Mutter.

Die achtzehnjährige Maggy (Kim Schnitzer) hat ein Kind bekommen, dabei ist sie eigentlich selbst noch ein Kind. Statt Verantwortung zu übernehmen sucht sie lieber nach Möglichkeiten, sich aus dieser zu stehlen. Sie spannt Mutter, Kumpels und sogar den verhassten Vater der kleinen Lucy ein, um nach dem Kind zu sehen, während sie in der Disco dem heißen Barmixer Gordon (Gordon Schmidt) nachstellt. Mit Gordon eine Familie gründen könnte Maggy gefallen. Doch der hat eigene Vorstellungen vom Leben.

Gut beobachtetes, mitunter dokumentarisch anmutendes Drama von Regisseur Henner Winckler („Klassenfahrt„) über das Erwachsenwerden.

Maggy ist gerade Mutter einer Tochter geworden. Dabei ist sie mit 18 selbst noch fast ein Kind und will sich lieber amüsieren als Windeln zu wechseln und lebt bei der Mutter. Als Maggy den 25-jährigen Gordon kennenlernt, hofft sie mit ihm eine Familie gründen zu können, wie sie sie selbst nie erlebt hat.

Maggy ist gerade Mutter einer Tochter geworden. Dabei ist sie mit 18 Jahren eigentlich selbst noch fast ein Kind, das noch bei seiner Mutter wohnt und sich lieber amüsieren will, als täglich mehrfach Windeln zu wechseln. Als Maggy den 25-jährigen Gordon kennenlernt, keimt in ihr die Hoffnung auf, mit ihm eine Familie gründen zu können, wie sie sie in ihrem eigenen Leben nie erlebt hat. Doch der anfängliche Enthusiasmus wird durch die harte Realität auf eine schwere Probe gestellt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Lucy“ ist ein ziemlich stiller Spielfilm, der fast dokumentarisch vom Dilemma eines Mädchens erzählt, das viel zu früh Mutter geworden ist. Eigentlich ist gar nicht Lucy die Hauptfigur der Geschichte. Maggy ist das Kind, um das es hier geht. Wie zum Beweis, dass sie irgendwie fehl am Platz ist, schläft die kleine Lucy die meiste Zeit. Zu einem lebendigen, frohen Kontakt mit ihr kommt es im ganzen Film nicht. Dabei sind sowohl Maggy, als auch ihre Mutter und ihre Freunde dem Baby zugewandt. Nur können sie es nicht so richtig einordnen, scheint es in niemandes Leben im Mittelpunkt zu stehen.

      Der Film von Henner Winckler („Klassenfahrt“) könnte auch heißen: Wer nimmt Lucy? Denn diese Frage beschäftigt Maggy andauernd. Zwar bringt sie das Baby vormittags in die Krippe, doch was ist mit dem Ausgehen am Abend? Mit dem Abhängen vor dem Fernseher, den Treffen mit dem interessanten Gordon?
      Als Maggy dann mit Lucy zu Gordon zieht, findet dieser es anfangs ganz toll, das Leben als Familie auszuprobieren, trägt das Baby gerne am Arm. Kauft mit Maggy eine Waschmaschine. Doch mit dem Anschluss in der Küche klappt es nicht. In dieser Küche hängt ein Poster, das Bierflaschen abbildet und Gordons leichtlebigen Witz: „Life is full of difficult decisions“.

      Doch das Babygeschrei und das Angehängtsein gehen dem Partymenschen Gordon schnell auf die Nerven. Und Maggy weiß bald nicht mehr, wo er hingegangen ist, wann er wiederkommt. Am eindringlichsten ist der Film in diesem Kontrast zwischen dem hoffnungsvollen Glück der beiden, und der schnellen Abkühlung. Dass Gordon wieder abspringt, ist besonders bitter, weil er ein so sympathischer Mensch ist. Maggy lebt in einem Alter, in dem nicht nur sie Beziehungen wie die Klamotten wechselt. Als Gordon wissen will, wer der Vater ihres Kindes ist, sagt sie auch einfach: „Den gibt’s nicht mehr.“

      Natürlich gibt es ihn: Der Schüler Mike wohnt noch bei seinen Eltern. Einmal besucht ihn Maggy mit Lucy. Stolz trägt er das Baby auf dem Arm im Hausflur, der mit einer Marionette und einer Puppe dekoriert ist. Mikes Eltern freuen sich, Lucy wiederzusehen. Doch als Mike zu Maggy in seinem Jugendzimmer sagt, sie könne auch hier wohnen, schaut sie nur ungläubig. Henner Winckler schafft es mit solchen Wohnungsszenarien, die Einsamkeit Maggys spürbar werden zu lassen. So auch die erdrückende Stille, als Maggy einmal allein mit dem Baby in Gordons Wohnung zurückbleibt.

      Warum ist Maggys Mutter nicht in der Lage, sich die Babybetreuung mit ihrer Tochter geordnet zu teilen? Warum reden Maggy und ihre Mutter überhaupt so wenig miteinander, muss Maggy ihre pubertäre Ablehnung der Mutter so auf die Spitze treiben? Warum will Maggy nicht den Vater des Babys mit einspannen? Aber würde der überhaupt mitmachen? Und warum zeigt niemand Maggy auf, was sie mit ihrem Leben anfangen kann, jetzt, wo sie offenbar nicht mehr in die Schule gehen darf? Der Film gibt sich nicht mit Fragen ab, aber er spiegelt beeindruckend das Lebensgefühl junger Leute, die alle auf der Suche sind.

      Fazit: Wirklichkeitsnahes Drama über eine 18-Jährige, die als Mutter nicht mehr in ihr soziales Umfeld passt.
    2. Lucy: Ruhiges, präzise beobachtendes Drama einer jungen Mutter.

      Bei der Berlinale feierte dieses genau und feinfühlig beobachtete Porträt einer jungen Mutter Premiere. Regisseur Henner Winckler („Klassenfahrt“) geht es darum, die kleinen Gesten des Alltags zu zeigen, und keine spektakuläre Geschichte zu erzählen. Er konzentriert sich auf die Personen und ihr Lebensgefühl.

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