Filmhandlung und Hintergrund

Tragikkomödie um den Kampf einer jungen Berlinerin gegen die Dämonen der Depression.

Dunkel, zäh und anstrengend: Das Leben mit Depression ist ein täglicher Kampf ums Überleben. Das beginnt morgens mit den kleinen Dingen, die andere kaum bemerken und einfach nebenbei machen. Aufstehen, sich waschen, etwas essen - all dies kann zu einer anstrengenden Aufgabe werden, die die gesamte Kraft erfordert. Wer nicht mehr funktionieren kann, lebt in der Stagnation und wartet darauf, von seiner schwarzen Seele ins Bett gebracht zu werden. Die Krankheit hat einen Verlauf, auf ihrem Höhepunkt hat sie die Macht zu töten. Wer diesen ohne Selbstmord übersteht, kann auf Heilung hoffen. Darauf, sich wieder über Sonnenschein freuen zu können, Unternehmungen mit Freunden zu machen, aus der Dunkelheit und Stille wieder aufzutauchen. Luca (Martina Schöne-Radunski) hat mit diesem bewegungslosen Zustand - der nichts mit Melancholie zu tun hat - zehn Jahre lang gelebt und die Krankheit besiegt. Die Angst, dass sie wieder kommt und alles zerstört, ist noch da. Dagegen hilft Mata, ihr kleiner Hund, der morgens mit aufsteht und dann was erleben will. Mit dieser Motivation und Lebensfreude kann sie auch das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachholen. Mit ihrem Sitznachbarn Kurt (Hans-Heinrich Hardt) macht sie einen guten Deal: Er hilft ihr in Mathe nicht zu versagen, dafür unterstützt sie ihn in Englisch. Zudem hat sie mit Kurt einen echten Freund gewonnen, der auch für sie da ist, wenn ihr aggressiver Ex-Freund wieder vor der Tür steht, oder wenn es für Luca schlimm kommt, alles sich wieder verdüstert.

Hintergrund & Cast

Der Film erzählt von der emotionalen Achterbahnfahrt einer jungen Frau, die hart kämpft, um nach langen Jahren der Depression zurück ins Leben zu finden. Für Regisseur Philipp Eichholtz ist sein zweites großes Werk „ein kleiner Liebesbrief an all diejenigen, deren größter Kampf es ist, jeden Tag überhaupt aufzustehen (…) deren großer Traum es ist ’normal‘ zu funktionieren“. Ein persönliches Erlebnis im eigenen Umfeld inspirierte ihn zu dieser Film-Idee - ein Drehbuch, das nach drei Tagen nahezu fertig war. Eichholtz ist 1982 in Hildesheim geboren und drehte seinen ersten Kurzfilm mit 15 Jahren. Es folgten weitere Kurzfilme und 2005 konnte er sich mit dem 4-Minüter „Der letzte Abend“ den Nachwuchspreis auf dem Filmfestival in Hamm sichern. Danach fiel sein Fokus vor allem auf Musikvideos, bis er sich 2007 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin bewarb. Die Ablehnung nahm er als Ansporn weiterzumachen. 2013 folgte das Drebuch für „Liebe mich!„, den er mit einem Budget von 4000 € umsetzte. Unterstützung finanzieller und ideeler Art findet der Filmemacher besonders bei seiner Oma, daher ist der Name seiner Produktionsfirma „Von Oma gefördert“ tatsächlich kein Witz.

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Kritiken und Bewertungen

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4 Bewertungen
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