Love the Hard Way

Kinostart: 27.03.2003
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Filmhandlung und Hintergrund

Düsteres Drama über die bis zur Selbstaufgabe reichende bedingungslose Liebe einer Studentin zu einem Kriminellen in New York.

Die ebenso naive wie attraktive Studentin Claire (Charlotte Ayanna) verliebt sich in den Kleinganoven und Frauenhelden Jack (Adrien Brody), dem die neue Gespielin allerdings wenig mehr als das nächste Betthäschen auf einer sehr langen Liste bedeutet. Claire will sich damit absolut nicht abfinden und entwickelt ihrerseits die Traumvorstellung, den Angebeteten als rettender Engel aus dem Sumpf der Straße zu befreien. Die Grenze zur Selbstaufopferung ist bald überschritten.

Peter Sehr

Die unerfahrene Studentin Claire verliebt sich in den kleinkriminellen Womanizer Jack, der keinen One Night Stand auslässt und jede Frau, die sich ihm nähert, in den Abgrund zieht. Auch Claires bedingungslose Zuneigung führt beinahe zur Selbstzerstörung. Erst als Jack im Gefängnis landet, hat Claire die Chance, sich aus der Beziehung zu befreien.

Als die aus gutem Haus stammende, aber in Sachen Sex noch ziemlich unerfahrene Studentin Claire dem zwielichtigen Jack in New York über den Weg läuft, ist es um sie geschehen. Wie schon viele Frauen vor ihr verfällt sie dem kleinkriminellen Macho, und gerät mit einem Mal in einen Strudel aus Abhängigkeit, Drogen und Prostitution. Erst als die hartnäckige Ermittlerin Linda den maßlos selbstverliebten Jack in den Knast bringt, kann sich Claire aus ihrer prekären Situation befreien. Doch zwei Jahre später wird Jack wieder entlassen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Love the Hard Way: Düsteres Drama über die bis zur Selbstaufgabe reichende bedingungslose Liebe einer Studentin zu einem Kriminellen in New York.

    Ein Liebesfilm, so dunkel, dass die Seele vor Kälte erstarrt. Aber gleichzeitig so anrührend schön, dass ein Quentchen Hoffnung bleibt: Peter Sehr erzählt von der Kräfte zehrenden Beziehung zwischen einem Kriminellen und einer Studentin in New York, von weiblicher Selbstaufgabe und unendlicher Einsamkeit in der Transitzone des Lebens. „Love the Hard Way“ wurde in englisch gedreht. Die Frage ob deutscher oder internationaler Film ist müßig, die Antwort lautet: ein außergewöhnlicher Film.

    Nach „Obsession“ traut sich Peter Sehr wieder an eine Love-Story heran, die weit entfernt vom üblichen „Boy meets Girl“-Format mitten ins Herz trifft und dort Spuren hinterlässt. Nicht umsonst feilte Roman- und Drehbuchautor Barry Grifford an den Dialogen, die mal durch zarte Poesie entzücken, dann durch brutale Nüchternheit erschrecken. Es ist dieser Gegensatz, der sich wie ein roter Faden durch den Film zieht. Jack gehört zu den Typen, von denen eine Frau lieber die Finger lassen sollte - gut aussehend, egozentrisch und keinen One Night Stand auslassend, aber jede, die sich ihm nähert, in den Abgrund zieht. Rund 200 Weiber habe er schon flachgelegt, prahlt er vor der naiven, in Sachen Sex unerfahrenen Studentin Claire. Aus Sportsgeist spannt der Macho in der Schlangenlederjacke à la Nicolas Cage die fleißig Lernende ihrem langweiligen Freund aus und stürzt sie in ein Inferno der Gefühle. Erst findet sie es todschick, einen Kriminellen zu kennen, der ihr ins Gesicht sagt, Liebe sei nur ein dummes Geschwätz, doch als er sich nach der ersten Nacht nicht mehr rührt, lässt sie ihr Studium links liegen und läuft hinter ihm her. Jack mag alles, was ihm einen Kick gibt. Im Geheimen frönt der sensible Geist seiner Lust an antiquarischen Büchern und schreibt an einem Roman, nach außen mimt er den taffen Guy, der mit einem Kumpel und zwei Möchtegern-Schauspielerinnen als Cop verkleidet deren ausländische Freier in Hotels abzockt. Obgleich der Womanizer sich Claire entzieht, kriegt er sie nicht aus dem Kopf. Je mehr Fehler ihm im „Business“ unterlaufen, um so mehr quält er sie, benutzt sie als Katalysator, treibt sie zur Selbstzerstörung. Als Jack nach zwei Jahren Knast wieder Freiheit genießt, treffen die beiden sich wieder, Ende offen. Was bleibt ist eine neue Wahrheit, die neue Annäherung ermöglicht. Vielleicht.

    Nach der chinesischen Originalvorlage von Wang Shuo schickt Sehr in diesem Drama seine Protagonistin durch die Hölle, in der kein Platz ist für einen Funken Mitleid. Trotz allen Leidens liebt Claire bedingungslos. Auch wenn die Verletzungen noch so tief sitzen, Verzeihung ist möglich, Vergessen nicht, „zur dunklen Seite des Mondes zu gehen, war nicht das Schlimmste, das Schlimmste war, allein zu gehen“ umschreibt die Gepeinigte die Reise ins Herz der Finsternis. New York, besser gesagt die heruntergekommene Bronx, bildet die ideale Folie für diesen Parforce-Ritt über Sollbruchstellen menschlicher Existenz. Adrien Brody als „großer Ficktator“ Jack ist ein gefallener Engel, der auf Erlösung wartet, der sich irgendwann mal beim Höhenflug die Flügel verbrannte und jetzt aus Angst vor neuerlicher Enttäuschung unten bleibt, ganz unten. Charlotte Ayanna in ihrer Angreifbarkeit kann da nur blass erscheinen neben dieser männlichen Verkörperung von Härte und Zärtlichkeit. Wer New York-Filme mag, kommt voll auf seine Kosten, ein weibliches Publikum sollte gerne mitleiden und sich ganz nebenbei an Luzifer Adrien Brody erfreuen. mk.

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