Love Happens Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Love Happens"

Kino.de Redaktion  

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Produktion: Die Idee

Für den Filmemacher Brandon Camp bildete der Tod seiner Mutter vor einigen Jahren den Ausgangspunkt seiner kreativen Reise zu LOVE HAPPENS. „Für mich war das ein sehr steiniger Weg“, offenbart er. „Am Anfang reagierte ich auf diesen Tod mit reiner Verleugnung, ungefähr ein Jahr lang fühlte ich überhaupt nichts. Dann aber traf es mich plötzlich wie ein Schlag und eine wahre Flut von Gefühlen übermannte mich. Ich stellte fest, dass Trauer ein sehr schwieriger, vielschichtiger, aber auch interessanter Prozess ist.“

Camps langjähriger Schreibpartner, der in Seattle ansässige Mike Thompson, war tief bewegt von den Bemühungen seines Freundes, mit dem Verlust fertig zu werden, und schlug ihm deshalb vor, ein Projekt in Angriff zu nehmen, das die Themen der Trauer, des Verlusts und des Loslassens genauer erforscht. Während einer Zeit, in der Thompson ständig zwischen Seattle und Los Angeles hin- und herreisen musste, begann er sich überdies dafür zu interessieren, was es für jemanden – sowohl im direkten als auch im metaphorischen Wortsinne – bedeutet, voranzuschreiten, seinen Weg weiter zu gehen. Er überzeugte seinen Freund Camp davon, die beiden Thematiken in einem Drehbuch gemeinsam zu behandeln.

„Am Anfang unserer gemeinsamen Arbeit“, so Thompson, „stand der Gedanke, dass eine Reise die eigene Welt total auf den Kopf stellen kann. Wenn man sich auf einer Reise befindet, dann trifft man vielleicht auf die Frau seiner Träume, mitunter baut man aber auch einen Unfall und stirbt, oder man trifft zufällig auf jemanden, der einem die Karrierechance seines Lebens eröffnet. Alles ist möglich, denn Unterwegs-Sein versetzt einen einerseits in einen Zustand größter Verletzlichkeit und Unsicherheit, kann aber andererseits auch neue Horizonte eröffnen und ungeahnte Möglichkeiten in Aussicht stellen. Genau diese Überlegungen bildeten den Ausgangspunkt unserer weiteren Beschäftigung.“

Camp und Thompson scheuen sich nicht auszusprechen, dass sie mit ihrem gemeinsamen Projekt die Spur einer grundlegenden Frage der menschlichen Existenz aufnahmen. „Wir fragten uns“, so formuliert Thompson, „wie man auf einen schweren Verlust reagiert, und mit welchen Strategien man schließlich mit einem solchen Verlust fertig wird. Wir wollten etwas Licht in dieses dunkle Gefühlsdickicht um den Tod und die Trauer bringen, ohne uns dabei in Sentimentalität und Gefühlsduselei zu verlieren und die merkwürdig absurden Aspekte, die auch dazu gehören, auszublenden. In unserem Film sollte es um Transformation und Veränderung gehen, um Hoffnung und Freude, Erlösung und Wiedergeburt.“

Auf dem Weg vom geschriebenen Wort zum Bild auf der Leinwand verlief bei diesem Film nichts in üblicher Weise. „Gewöhnlich“, so erklärt Camp, „gehen wir sehr methodisch und planvoll vor. Wir entwickeln den Text gemeinsam, jede Zeile, die aufs Papier kommt, ist zwischen uns abgestimmt.“ Für LOVE HAPPENS veränderten die beiden Autoren jedoch ihre angestammte Vorgehensweise: Zunächst verfasste Camp fünf Seiten des Skripts und sandte sie seinem Partner, ohne mit ihm darüber zu diskutieren. Danach fügte Thompson weitere fünf Drehbuchseiten an und schickte sie Camp zurück. Auf diese Art und Weise wuchsen die ersten fünfzig Seiten des Drehbuchs heran. „Es war die totale Freiheit“, erinnert sich Camp. „Wir ignorierten zunächst die enorme Anstrengung eines normalen, planvollen Entwicklungsprozesses und hatten ganz einfach Spaß. Nach langer Zeit entdeckten wir wieder, warum wir einmal mit dem Drehbuchschreiben begonnen hatten.“

Während sich die Story langsam entwickelte, „kamen wir irgendwann auf die Figur eines Trauer-Experten, eines Selbsthilfe-Gurus, der in einem großen Widerspruch lebt“, berichtet Thompson. „Im Anschluss daran kehrten wir dann zu unserer gewohnten, strukturierten Schreibweise zurück.“ Innerhalb dieser Arbeitsphase fällten die Partner auch die Entscheidung, dass Camp bei LOVE HAPPENS Regie führen würde und Thompson den Film produzieren sollte.

Der von den beiden Autoren entworfene Protagonist des Films, Burke Ryan, ist ein Psychotherapeut und Selbsthilfe-Experte, der seit dem drei Jahre zurückliegenden tragischen Unfalltod seiner Ehefrau die eigene Trauer konsequent unterdrückt. Seine gesamte Energie verwendet er stattdessen darauf, anderen Menschen dabei zu helfen, mit ihren Verlusten klar zu kommen. Als unerwartet wieder Liebe und Romantik in Gestalt der unkonventionell denkenden Floristin Eloise in sein Leben treten, wird er plötzlich mit den lange Zeit verdrängten, bitteren Wahrheiten konfrontiert. Brandon Camp erläutert dies folgendermaßen: „Wir interessieren uns beide sehr für durchschnittliche, alltägliche Charaktere, die plötzlich in außergewöhnliche Umstände, in absolute Ausnahmesituationen geraten. Einen solchen Charakter stellt auch Burke dar. Bis ihn die furchtbare Tragödie des plötzlichen Todes seiner geliebten Ehefrau ereilt, ist er ein ganz normaler Typ, der Artikel für Fachzeitschriften wie Psychology Today verfasst. Das Nächste, was man von ihm erfährt, ist die Tatsache, dass er quasi über Nacht zu einem gefeierten Experten für Trauerarbeit und Verlustbewältigung avanciert. Damit wird er gleichzeitig zu einem Heuchler wider Willen. Erst die Begegnung mit Eloise zwingt ihn schließlich dazu, in den Spiegel zu blicken und dabei festzustellen, dass er sich seinen eigenen Dämonen bislang nicht gestellt hat.“

Im Mai 2006 stellten Camp und Thompson ihr Drehbuch dem Produzenten Scott Stuber vor. Stuber zeigte sich sogleich sehr bewegt und angetan von der Geschichte über zwei Menschen, die an einem Wendepunkt ihres Lebens zueinander finden. „Mich begeisterte außerordentlich“, erzählt Stuber, „dass es um zwei Charaktere geht, die gerade beide in persönlichen Problemen festsitzen, sich aber dann durch gegenseitige Hilfe aus ihrer verfahrenen Situation befreien und sich schließlich sogar ineinander verlieben.“ Darüber hinaus gefiel dem Produzenten die Tatsache, dass die Autoren ihren Protagonisten die Chance eines Neuanfangs geben. „An Burkes Charakter“, so fährt er fort, „finde ich es so interessant, dass er zwar den großen Anforderungen seines Berufes vollkommen genügt, aber seine privaten Probleme nicht in den Griff bekommt. Dies scheint mit durchaus typisch für unsere Zeit zu sein und ist deshalb von den Autoren sehr gut beobachtet. Denn viele Menschen, die in ihrem Berufsleben gut funktionieren, versagen kläglich, wenn es um den Umgang mit ihren eigenen Gefühlen und deren Ausdruck geht. Burke versteckt sich in diesem Sinne hinter einer öffentlichen Fassade. Tief in seinem Inneren besteht jedoch das Bedürfnis, wieder jemandem nahe zu sein. Eloise ist eine sensible Person, die dieses Bedürfnis wahrnimmt, sie besitzt die Fähigkeit, in sein Inneres zu blicken. Durch ihre Hilfe findet Burke letztlich wieder zu sich selbst und zur Lebensfreude zurück.“

Als erster Darsteller für LOVE HAPPENS kam im Januar 2007 Aaron Eckhart an Bord. Jennifer Aniston schloss sich dem Projekt zwei Monate später an. Sie war sehr froh darüber, endlich einmal an der Seite Eckharts agieren und erneut mit Scott Stuber zusammen arbeiten zu können. Stuber hatte nämlich bereits Peyton Reeds Komödien-Welterfolg TRENNUNG MIT HINDERNISSEN (The Break-Up, 2006) produziert, in dem Aniston gemeinsam mit Vince Vaughn zu sehen ist. Nachdem die namhaften Hauptdarsteller verpflichtet waren, gab Universal Pictures schließlich grünes Licht für das Filmprojekt, und das Casting des übrigen Ensembles konnte beginnen.

Produktion: Das Casting

Der schwierige Wechsel vom Drehbuchautor zum Regisseur wurde Brandon Camp dadurch erheblich erleichtert, dass er mit seiner Idealbesetzung arbeiten konnte. „Ich habe von diesem Darstellerensemble geträumt“, gesteht er. „Dass dann aber tatsächlich alles so gekommen ist, war erstaunlich. Denn Jennifer Aniston, Aaron Eckhart, Dan Fogler und Martin Sheen waren meine erste Wahl. Normalerweise bekommt man nie alle Darsteller, die man sich wünscht.“

Mit Aaron Eckhart konnten Camp und die Produzenten Stuber und Thompson einen Darsteller für die Rolle des Burke Ryan verpflichten, der sowohl als trauernder Witwer als auch als charismatischer Selbsthilfe-Guru überzeugt und trotz einer gewissen Doppelzüngigkeit dieses Film-Charakters in jeder Situation glaubhaft wirkt. „Burke Ryan ist zwar ein wenig verlogen“, so Brandon Camp, „doch man verzeiht ihm in Anbetracht seines schweren Schicksals seine gelegentlichen Unehrlichkeiten und kleinen Fehler. Aaron hat es verstanden, sich perfekt in diesen Charakter einzufühlen. Außerdem verfügt er über ein so erstaunliches, gewinnendes Lächeln, dass man ihm bzw. Burke eigentlich überhaupt nichts übel nehmen kann. Darüber hinaus ist sein Spiel äußerst nuanciert, jede Dialogzeile gewinnt allein dadurch an Komplexität, dass er sie ausspricht.“

Eckhart schloss sich diesem Filmprojekt an, weil ihm das Skript außerordentlich gut gefiel. „Ich war vor allem von der ungewöhnlichen Romanze zwischen Burke und Jennifer Anistons Charakter Eloise begeistert“, erklärt er. „Burke muss mit einem schwierigen Schicksal zurechtkommen. Seine Ehefrau starb vor drei Jahren, und nun erfordert es all seine Kraft, mit diesem herben Verlust umzugehen. Ungeachtet dessen hilft er anderen Menschen bei ihrer schmerzlichen Trauerarbeit. Der Umstand, dass er die Ratschläge, die er anderen erteilt, selbst nicht befolgt, macht ihn zu einem vielschichtigen, komplexen Charakter. Grundsätzlich ist er dennoch ein sehr liebenswürdiger und aufrichtiger Typ.“

„Ich hoffe“, so Aaron Eckhart weiter, „dass das Kinopublikum die Liebesgeschichte zwischen Burke und Eloise lustig, spannend, charmant und herzerwärmend findet und auch von der Trauerthematik emotional berührt wird. Es ist uns, glaube ich, gelungen, die Trauer und die Trauernden im Film mit großem Respekt zu behandeln und einfühlsam darzustellen.“

Als die Drehbuchautoren Thompson und Camp die weibliche Hauptfigur Eloise entwarfen, stellten sie sich eine emotional angeschlagene, innerlich etwas geknickte junge Frau vor. „Eloise“, so Mike Thompson, „fühlt sich aufgrund ihrer eigenen Probleme und ihrer latenten Traurigkeit zu Burke hingezogen. Ihr Vater ließ sie und ihre Mutter im Stich, als Eloise noch sehr klein war. In gewisser Weise bildet sie also ein charakterliches Äquivalent zu Burke. Eloise begleitet Burke auf seiner Reise zurück ins Leben, damit er schließlich in ihr Leben eintreten und es heller machen kann.“

Jennifer Aniston spielt die unkonventionell denkende Floristin Eloise, die Burke dabei hilft, seinen Lebensmut wiederzufinden. „Jennifer beginnt auf der Leinwand zu strahlen“, schwärmt Regisseur Brandon Camp. „Eloise ist eine Person, bei der man nie sicher sein kann, was sie als nächstes tut. Sie schreibt merkwürdige Begriffe auf Zimmerwände, behauptet in bestimmten Situationen, gehörlos zu sein, und verhält sich auch sonst oft sonderbar und exzentrisch. Außerdem strahlt sie diesen gewissen Girl-Next-Door-Charme aus. Jennifers Darstellung dieses ein wenig skurrilen und eigenartigen weiblichen Charakters wirkt zu keinem Zeitpunkt gezwungen oder aufgesetzt. Für einen großen Filmstar ist Jennifer überdies erstaunlich bodenständig und zugänglich geblieben.“

Bei der Lektüre des Drehbuchs war Aniston vor allem von der emotionalen Dynamik zwischen den beiden Protagonisten fasziniert. „Das ist keine typische, konventionelle Liebesgeschichte“, befindet sie, „vielmehr geht es um zwei verloren wirkende Menschen, die gemeinsam einen schwierigen Neubeginn wagen.“ Eloises Welt vor ihrer Begegnung mit Burke beschreibt Jennifer Aniston folgendermaßen: „Sie ist an einem Punkt ihres Lebens, an dem sie mit ihren bisherigen Entscheidungen weitgehend zufrieden ist.“ Aber als sie den Selbsthilfe-Guru Burke Ryan trifft, „wittert Eloise die Möglichkeit zu etwas Beständigem, Dauerhaftem, und Burke sieht für sich im Gegenzug eine Chance auf Heilung. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Frau erlaubt er sich wieder, Gefühle für jemanden zu entwickeln. Und das bedeutet, dass er mit den Gespenstern seiner Vergangenheit Frieden schließen muss, ob er nun will oder nicht.“

Obwohl sie zuvor noch nie mit Aaron Eckhart zusammen gearbeitet hatte, empfand Jennifer Aniston ihren Co-Star als Idealbesetzung für den Part des trauernden Witwers. „Ich kann mir für diese Rolle keinen anderen Darsteller vorstellen“, betont sie. „Aarons Darstellung trifft es genau auf den Punkt und rührt einen wirklich an. Er hat sich seiner Rolle total hingegeben und agierte vollkommen fokussiert. Mit einem Schauspieler seines Kalibers zusammen vor der Kamera zu stehen, erleichtert die eigene Arbeit ungemein, da man sozusagen laufend Bälle zugespielt bekommt.“

Produzent Scott Stuber war sehr erfreut darüber, erneut mit Jennifer Aniston zusammen arbeiten zu können, denn an ihr erstes gemeinsames Filmprojekt, den Komödien-Blockbuster TRENNUNG MIT HINDERNISSEN (The Break-Up, 2006) mit Vince Vaughn in der männlichen Hauptrolle, erinnert er sich gern zurück. „Wieder gemeinsam mit Jen an einem Film mitzuwirken war einfach wunderbar“, gibt er zu verstehen. „Denn bei unserem letzen gemeinsamen Kinoprojekt gab sie einfach alles für ihre Rolle, ob es nun die komödiantischen Aspekte betraf oder die dramatischen. Sie ist einfach eine Schauspielerin von großer Komplexität und Vielseitigkeit. Selten trifft man auf eine Darstellerin wie sie, die sowohl über ein großes Gespür für komödiantisches Timing als auch über eine enorme emotionale Tiefe verfügt.“

Der Tony-Award-Gewinner Dan Fogler verkörpert in LOVE HAPPENS Burke Ryans rührigen Manager Lane, der seinen Klienten – und letztlich auch sich selbst – ganz groß herausbringen will und Burke sogar regelmäßige Auftritte in einer TV-Show zu verschaffen plant. Die Filmemacher waren etwas ängstlich, dass dieser Charakter zu einem abgedroschenen Klischee verkommen könnte. Doch Fogler zerstreute all diese Sorgen. „Dan versprüht in seiner Rolle eine geradezu überschwängliche Energie, und das ist gut, weil Aarons Charakter ein wenig zurückhaltender sein muss“, erklärt Scott Stuber. „Außerdem macht Dan deutlich, dass Lane Burke ehrlich zugetan ist. Durch Dans diffiziles Spiel erscheint Lane somit nicht als Karikatur eines Managers, der sich eigentlich wie ein Killer verhält, sondern als Burkes Freund. Die beiden Männer agieren zusammen. Lane übertreibt es lediglich manchmal mit seinem Ehrgeiz und seinem Erfolgshunger. Dennoch ist der Manager stets um Burkes Glück ehrlich besorgt. Die Menschlichkeit, die Dan Fogler in diesen Charakter einbringt, ist eine große Bereicherung für den Film. Dan hat diesen Charakter erst zum Leben erweckt und real gemacht.“

„LOVE HAPPENS war für mich keine einfache Geschichte“, meint Dan Fogler, „denn der Film behandelt viele schwerwiegende Themen, zum Beispiel die Überwindung des Verlusts eines geliebten Menschen. Meine eigene Rolle fand ich äußerst reizvoll. Lane träumt vom Erfolg, er träumt davon, einmal als Visionär und Vordenker geachtet zu werden, weil er sich eigentlich dafür hält. Und wenn Burke Erfolg hat, dann ist auch sein eigener Erfolg garantiert, deshalb treibt er ihn an. Im Film wirkt Lane wie eine Inkarnation von Stress und Aufgeregtheit. Permanent ist er damit beschäftigt, Burke übermäßig zu bemuttern.“

Die durch ihre witzigen Rollen in Komödien wie 27 DRESSES (2008), 30 ÜBER NACHT (13 Going on 30, 2004) und WEDDING PLANNER – VERLIEBT, VERLOBT, VERPLANT (The Wedding Planner, 2001) bekannt gewordene Judy Greer spielt Eloises ausgelassene Mitarbeiterin Marty, die mit Vorliebe das Liebesleben ihrer Arbeitgeberin kommentiert und kritisiert. Marty glaubt nämlich (zu Recht), dass sich Eloise grundsätzlich die falschen Männer aussucht.

Um ihre Rolle lebendiger zu gestalten, verarbeitete Greer ihren Drehbuchtext zu einer einzigartigen improvisierten Rede. „Marty“, so beschreibt Greer ihren Filmcharakter, „ist zu Anfang kein großer Fan der sich anbahnenden Beziehung zwischen Eloise und Burke. Dafür hat sie gute Gründe, denn sie selbst wurde in einer früheren Beziehung zu einem Mann emotional sehr verletzt. Seitdem ist sie eine militante Feministin. Marty empfindet genauso wie Eloises Mutter: Männer kommen nur als treusorgende Ernährer und Beschützer in Frage. Ihre Meinung spricht Marty deutlich aus. Auf diese Weise versucht sie, Eloise aus ihrer romantischen Traumwelt herauszuholen.“

Greers Leistung in der Rolle Martys übertraf alle Erwartungen der Filmemacher. „Marty“, so Mike Thompson, „ist sich der emotionalen Probleme Eloises bewusster als diese selbst, und sie spricht diese Probleme offen an. Die Energie und komödiantische Körperlichkeit, die Judy in ihre Rolle einbrachte, sowie ihre wunderbaren Textimprovisationen, waren einfach fantastisch. Alles, was diese Frau macht, ist witzig.“

John Carroll Lynch, der unlängst in Clint Eastwoods GRAN TORINO (Gran Torino, 2008) zu sehen war, spielt in LOVE HAPPENS die Rolle des widerwilligen Seminarteilnehmers Walter Mayfield. Lynch erläutert, was ihn an diesem Film besonders reizte: „Das Drehbuch gefiel mir außerordentlich, weil darin ein sehr komplexes Gefühlschaos beschrieben wird, das sich nur langsam in geordnetere Bahnen hineinbewegt. Geschichten, in denen von Anfang an alles klar, ordentlich und offensichtlich ist, langweilen mich nämlich.“

„Diese Art von Selbsthilfeseminaren“, so fährt Lynch fort, „mutet in meinen Augen immer etwas wie ein Zirkus an. Solche Veranstaltungen spielen mit den Emotionen der Teilnehmer und geben ihnen das Versprechen einer Art Wiedergeburt. Walter steht diesem Treiben lange Zeit sehr skeptisch gegenüber. Letztlich berührt ihn nur Burkes Umgang mit dem Tod seiner Frau, der Gang über glühende Kohlen und die gemeinsamen Ausflüge in die Straßen Seattles beeindrucken ihn überhaupt nicht. Es sind nicht diese schrillen Aktionen, die den Menschen dabei helfen, mit ihrer Trauer fertig zu werden. Einzig die Erfahrung, wie die anderen sich aus ihrer emotionalen Notlage befreien, leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Eine gewisse Ironie entdecke ich darin, dass Burke den gleichen Prozess durchmacht wie Walter, nur ist in Wirklichkeit Walter ihm dabei ein Stückchen voraus.“

Niemand Geringeres als Hollywood-Legende Martin Sheen ist in LOVE HAPPENS als Burke Ryans Schwiegervater zu sehen, der in der Art eines Katalysators seinen Schwiegersohn dazu bringt, sich mit dem zu konfrontieren, was er drei Jahre lang erfolgreich verdrängt hat, nämlich mit der Trauer um seine verstorbene Ehefrau. Produzent Scott Stuber fasst zusammen, was die Darsteller und das Filmteam fühlten, als Sheen seine Mitwirkung an diesem Filmprojekt zusagte: „Für uns alle ging ein Traum in Erfüllung, denn Martin war genau derjenige, den wir uns vom ersten Tag an für diese Rolle gewünscht hatten. Er ist eine wahrhafte Kinoikone, und wir alle sind seine Fans. Deshalb bestürmten wir ihn geradezu, bei unserem Film mitzumachen. Ich glaube“, witzelt Stuber, „wir haben ihn durch unsere dauernden Anfragen so ermattet, dass er allein deshalb zusagte, weil er uns loswerden wollte, ungefähr nach dem Motto ‚Ich mache es, ich mache es ja, aber lasst mich jetzt bitte endlich in Frieden!’“

Nach der Lektüre des Skripts war Martin Sheen aber tatsächlich froh darüber, dass er sich für LOVE HAPPENS hatte verpflichten lassen. „Die große Anziehungskraft, die diese Geschichte auf mich ausübt, resultiert vor allem aus der Tatsache, dass es darin um Erlösung geht“, erklärt der Schauspieler. „Es ist eine Geschichte darüber, wie wir es schaffen können, uns selbst als Mensch zu akzeptieren. Und Mensch-Sein bedeutet immer auch, gebrochen zu sein. Die meisten von uns liegen im Verlauf ihres Lebens irgendwann einmal wie erschlagen am Boden. Nur wenn wir fähig sind, uns unserer Traurigkeit und Schwäche zu stellen, sind wir auch in der Lage, uns zu heilen und wieder aufzustehen. Erst dann sind wir stark.“

Die Liste der Hauptdarsteller des Films komplettiert ein zwanzig Jahre alter weißer Papagei mit gelber Federhaube namens Apollo. Apollo verkörpert in LOVE HAPPENS sehr überzeugend Rocky, das Lieblingshaustier der verstorbenen Frau von Burke. Wie er es ihr versprochen hatte, entlässt Burke – ermuntert von Eloise – diesen Vogel eines Tages in die Freiheit. Doch Rocky loszuwerden, stellt schließlich ein viel schwierigeres Unterfangen dar als gedacht.

Produktion: Die Drehorte

Die Dreharbeiten für LOVE HAPPENS fanden an über dreißig verschiedenen Schauplätzen statt. Acht Wochen lang war das Team im kanadischen Vancouver stationiert und (nur) eine Woche lang im US-amerikanischen Seattle, der Stadt, in der sich die Handlung des Films abspielt. Computeranimationen machten es dabei möglich, Vancouver per Zauberhand in Seattle zu verwandeln: Der Mount Rainier und die berühmte Space Needle wurden bei Außenaufnahmen einfach dem Horizont hinzugefügt, während man die Küstenausläufer der Rocky Mountains kurzerhand aus dem Bild verschwinden ließ.

Während des Aufenthalts der Crew in Vancouver entstanden Aufnahmen im Hyatt Regency sowie im Marriott Hotel, wo die Workshop-Szenen und die Szene auf dem Hochhausdach gedreht wurden, auf dem Fraserview-Friedhof, im Home Depot und im Vancouver International Airport. Einige Straßenszenen wurden überdies in nahe gelegenen Orten British Columbias, zum Beispiel in der Stadt Westminster aufgenommen.

Die Sequenz, in der Aaron Eckhart alias Burke Ryan durch ein nebliges Gehölz läuft, um dort Rocky, den Papagei seiner verstorbenen Ehefrau, frei zu lassen, wie er es ihr einst versprochen hatte, entstand im unberührten Regenwald British Columbias. Um den dafür benötigten Dunst zu erzeugen, bastelte die technische Abteilung eigens eine 183 Meter lange Rauchröhre, die, zuzüglich einer 24 Meter langen Schienenstrecke für den Kamerawagen, umständlich und unauffällig auf dem Waldboden verlegt werden musste.

Beim Dreh der Restaurantszene, die Eloise und Burke während ihres ersten Rendezvous zeigt, war ein peinlich genaues Timing von Nöten, um dem jede Viertelstunde erklingenden, durchdringenden Tuten der historischen Dampfuhr, einer Attraktion des Trendviertels Gastown, zu entgehen.

Da Produzent Mike Thompson in Seattle lebt, wollte er den Kinozuschauern einen Insider-Blick auf die Attraktionen und den besonderen Charme seiner Heimatstadt vermitteln. Dieser außergewöhnliche Charme blieb auch Aaron Eckhart nicht lange verborgen. „Seattle hat eine ganz spezielle Atmosphäre, die ausgezeichnet zu unserer Geschichte passt“, meint der Schauspieler. „Die Stadt ist für den Film von einiger Bedeutung, weil sie eine gewisse Ernsthaftigkeit ausstrahlt. Hätten wir beispielsweise im sonnigen Los Angeles gedreht, wäre mein Charakter wahrscheinlich etwas zu aalglatt, poliert und stromlinienförmig ausgefallen.“

Während der Dreharbeiten avancierte innerhalb des Teams eine merkwürdige Tatsache gewissermaßen zum Running Gag, nämlich die, dass man laufend etwas künstlich herstellen musste, das in Seattle eigentlich natürlicherweise auf der Tagesordnung steht: Regen. Denn Seattle gilt nun einmal als eine ziemlich feuchte, ständig verregnete Stadt. Für die Aufnahme einer Szene, in der Burke zu einer wichtigen Einsicht gelangt, regnete besonders viel Wasser auf die Darsteller und die Crew herab. Um einen so starken Regenschauer zu erzeugen, musste ein 40 Tonnen schwerer Kran auf einem Untergrund mit 30-Grad-Gefälle sicher platziert und mit Hilfe riesiger Holzgewichte sorgsam austariert werden. An dem 34 Meter langen Ausleger des Krans war ein 15 Meter langes Regenrohr mit vier Düsen befestigt, durch die insgesamt 28425 Liter Wasser aus drei Tanklastzügen auf eine 15 mal 30 Meter große Fläche versprüht wurden. Die Düsen waren regulierbar, so dass die Regenmenge den jeweiligen Bedürfnissen des Szene exakt angepasst werden konnte. Erst am Drehtag, der um fünf Uhr morgens begann, wurde die aufwendige Regenmaschine erfolgreich zusammengebastelt. Um Aaron Eckhart vor einer Lungenentzündung durch die insgesamt zehn kalten Regengüsse, die er an diesem Tag über sich ergehen lassen musste, zu bewahren, brachte man ihn dazu, unter seinem Business-Outfit einen schützenden Neopren-Anzug zu tragen.

Die Szene mit dem Wolkenbruch wurde auf dem berühmten Pice Place Market gedreht, wo normalerweise mit frischen Produkten und Kunstgewerblichen gehandelt wird. Für die Filmaufnahmen musste ein gesamter Straßenzug einen ganzen Tag lang gesperrt werden. Achtzig Autos und 200 Statisten kamen in dem kontrollierten Platzregen zum Einsatz. Und die einzige Person ohne Regenschirm war Aaron Eckhart.

Eine andere nächtliche Szene entstand am benachbarten Gum Wall, einer kollektiven, klebrigen und ständig in Veränderung begriffenen Wandskulptur aus gekauten Kaugummis in den verschiedensten Farben, zu der auch das Filmteam seinen künstlerischen Beitrag leistete.

Zu den weiteren Monumenten der Stadt, die Kameramann Eric Edwards in den Film einbezog, zählen auch die Space Needle und der Fremont Troll, der 1990 von vier in Seattle ansässigen Künstlern unter der Aurora Street Bridge aufgestellt wurde. Bei diesem Troll handelt es sich um eine 5,5 Meter hohe Monster-Skulptur mit einem glänzenden Metallauge. Der lokalen Legende zufolge, ernährt sich der Troll ausschließlich von Autos.

Die 184 Meter hohe Space Needle (dt.: Weltraumnadel) ist wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen der Metropole an der nördlichen Pazifikküste der USA. Der markant-futuristische Turm, der 1962 im Rahmen der Weltausstellung errichtet wurde, verfügt über eine sturmumtoste Aussichtsplattform und hält Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Km/h locker aus. Oben auf dieser Plattform stand Aaron Eckart praktisch Nase an Nase einem Kamera-Helikopter gegenüber, der beeindruckende Ansichten des Turms sowie atemberaubende Aussichten auf die nächtliche Skyline und den Hafen Seattles filmte.

Produktion: Die Ausstattung

Im Verlauf der Diskussion zwischen der Produktionsdesignerin Sharon Seymour, dem Regisseur Brandon Camp und den Produzenten über den generellen visuellen Look des Films schälte sich allmählich die Ansicht heraus, dass Burke Ryan in einer sehr maßvollen, zurückhaltenden und abgeschlossenen Umgebung gezeigt werden sollte; innerhalb einer Sphäre also, die seine innere Abkapselung und emotionale Verschlossenheit ganz materiell widerspiegelt. „Burkes Lebensraum ist die neutrale und etwas sterile Welt der großen Konferenz-Hotels“, erklärt Seymour. „Und Konferenz-Hotels überwältigen ihre Bewohner nicht mit einer expressiven, schrillen Farbpalette und überladenem Design-Schnickschnack, sondern pflegen einen eher dezent-eleganten Stil. Die Welt, in der sich Eloise bewegt“, so die Designerin weiter, „mutet dagegen viel offener und in ihrer organischen, warmen Farbigkeit fast mediterran an.“ Diese andere, offenere Welt eröffnet sich Burke zum ersten Mal, wenn er sich mit Eloise und ihren Freunden in der orientalischen Bar trifft und dort nach langer Zeit endlich wieder ein Stück Lebensfreude genießt. Die Ausstattung dieses Etablissements bildet einen bewussten großen Gegensatz zur unterkühlten Atmosphäre des Tagungs-Hotels.

Eine große Herausforderung stellte für Sharon Seymour die Gestaltung des großen Bankettsaals dar, in dem Burke gemeinsam mit seinen vom Leben arg gebeutelten Klienten oder Patienten sein „A-Okay!“-Seminar abhält. Denn das Ambiente des Raumes sollte, wie sie gemeinsam mit Camp beschlossen hatte, nicht alle Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich ziehen und damit von der dynamischen Persönlichkeit des Seminarleiters abziehen. Die Figur Burkes, so der Plan, hatte diese Szenen eindeutig zu dominieren.

Für die sechstätigen Dreharbeiten, an denen insgesamt 350 Statisten als Teilnehmer des Trauerseminars mitwirkten, ließ Seymour im Studio schließlich ein riesiges Set errichten, dessen Vorder- und Rückwand mit zwei drei mal vier Meter großen Bildschirmen versehen wurden, um darauf Burkes Image projizieren zu können. Ein weiterer Bildschirm, auf dem deutlich das „A-Okay!“-Logo zu sehen ist, wurde in der Mitte des Sets installiert. Ein computergesteuertes Lichtsystem ergänzte die aufwendige technische Ausstattung.

Das Lieblings-Set aller Beteiligten war aber Eloises Blumenladen, für den das Ausstattungsteam ein ehemaliges Dessous-Geschäft zunächst komplett entkernte und dann zu einer üppig-floralen Oase umbaute. „Dieses Set“, behauptet Produzent Scott Stuber, „war wohl das wohlriechendste, auf dem wir alle jemals gearbeitet haben.“

Einen Blumenladen – der nach Meinung Sharon Seymours eine „symbolische Erweiterung von Eloises Charakter“ darstellt – in die Handlung zu integrieren, war eine gemeinsame, viel diskutierte Idee der beiden Drehbuchautoren Camp und Thompson. Sie waren vor allem von dem Umstand fasziniert, dass Floristen täglich mit den intimsten Gefühlen anderer Menschen konfrontiert werden: Mit den telefonischen Lieferaufträgen aus aller Welt – nicht zuletzt durch die den Blumengeschenken beigefügten Grußkarten – enthüllen die Kunden nämlich zwangsläufig Dinge und Befindlichkeiten, die sie fremden Menschen normalerweise niemals mitteilen würden. Notgedrungen machen sie sich auf diese Weise äußerst verletzlich.

„Empfängliche und sensible Menschen wie Eloise erhalten auf diese Weise einen genauen Einblick in die menschliche Seele“, meint Produzent Thompson. „Aus diesem Grund bot es sich an, Eloise den Beruf einer Floristin ausüben zu lassen.“ Und Aaron Eckhart ergänzt: „Die Blumen symbolisieren Eloises Wunsch zu blühen, zu gedeihen, sich zu entwickeln und zu wachsen. Außerdem stehen diese schönen, weichen und sehr empfindlichen Naturgebilde ganz allgemein für Liebe und Versöhnung. Versöhnung mit sich selbst und mit dem Phänomen des Todes geliebter Menschen sind auch die Ziele, die Burke Ryan mit seinen Selbsthilfeseminaren verfolgt.“

Um den Blumenladen angemessen auszustatten, ließ die Design-Abteilung ein großes Sortiment verschiedenster Pflanzen und Blumen herbeischaffen. In diesem Zusammenhang war Sharon Seymour sehr froh auf die Hilfe der Firma Teleflora in Gestalt der Beraterin Marie Ackerman zurückgreifen zu können.

Für die Gestaltung des Blumengeschäfts wählten die Designer einen modernen, eher europäisch angehauchten Stil und verwendeten vorwiegend sehr bodenständig anmutende, erdige Materialien aus der unmittelbaren Umgebung Seattles: Ein Schaufenster aus Lindenholz, Behälter aus unbehandelter Birke, moosige Äste und Zweige. All diese Versatzstücke vermitteln im Inneren des Ladens das Gefühl, man befände sich eigentlich in der freien Natur. Marie Ackerman unterwies Jennifer Aniston und Judy Greer, die im Film Eloises Angestellte verkörpert, zudem in der Kunst des Blumenarrangements. Um den Handlungen der Darstellerinnen größtmögliche Glaubwürdigkeit zu verleihen, machte sie diese mit dem Gebrauch professioneller Handwerkszeuge wie dem Schweizer Armeemesser, Rosenscheren und Drahtzangen vertraut. Jennifer Aniston lernte in diesem Zusammenhang zum Beispiel den floristischen Trick kennen, wie man Blumen so beschneidet, dass sie möglichst lange in der Vase frisch bleiben: Man hält die Klinge vertikal und kürzt den Stengel durch einen diagonalen Schnitt. Auf diese Weise bleibt nämlich die pflanzliche Zellstruktur intakt.

Produktion: „Tunnel aus Feuer“

In einer zentralen Szene des Films versucht Burke, den sich hartnäckig verweigernden Walter und die anderen Seminarteilnehmer dazu zu bewegen, über einen Pfad aus glühenden Kohlen zu gehen, um ihre Fähigkeit zur Selbstkontrolle, ihr Selbstbewusstsein und ihre Willenskraft zu stärken. Den „Tunnel aus Feuer“ – wie Camp ihn nennt – zu entwerfen, nahm ganze zwei Monate in Anspruch.

John Sleep, Spezialist für Spezialeffekte, zeichnet dafür verantwortlich, dass Eckhart und die anderen Darsteller während der Dreharbeiten mit bloßen Füßen über diesen feurigen Weg gehen konnten, ohne sich dabei zu verletzen. Er konstruierte diesen Weg nämlich aus einem langen Stück Plexiglas, unter dem er Lichter platzierte, die glimmenden Kohlen zum Verwechseln ähnlich sahen. „Die Basis des feurigen Laufsteges, so erläutert der Fachmann näher, „bildete eine große Box, die mit echter Holzkohle gefüllt war.

Darüber befand sich die für die Zuschauer später unsichtbare Plexiglasfläche, in die Löcher gebohrt wurden, damit daraus Rauch nach oben quellen konnte. Durch die Ecken der Konstruktion leiteten wir dann Feuer hinein, das aus mehreren Propangastanks gespeist wurde. Im Holzkohlebecken befanden sich außerdem von uns eigens für diesen Zweck gebastelte kleine Leuchten aus Plexiglas und batteriebefeuerten LED-Lichtern, die glimmenden Holzkohlen sehr ähnlich sahen. Eine ausgeklügelte Lichtsteuerung sorgte überdies für ein sehr realistisches Flackern dieser glühenden Kunstkohle. Da die Apparatur dennoch eine ziemliche Hitze entfaltete, mussten wir sie zwischen den einzelnen Takes immer wieder abschalten, sonst wäre das Plexiglas geschmolzen oder hätte sich zumindest verformt. Um jegliches Verletzungsrisiko bei den Darstellern auszuschalten, klebten wir ihnen zudem ein schützendes Baumwollgewebe unter die Fußsohlen. Mit Hilfe all dieser Tricks haben wir schließlich die Macht des Feuers gebannt.“

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