Love etc.

Kinostart: 29.05.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Mit leichter Hand inszenierte, heiter-melancholische Geschichte einer Dreiecksbeziehung mit französischem Charme.

Benoit und Pierre sind zwei völlig verschiedene Freunde: Benoit ist ein schüchterner Schlipsträger, Pierre ein Frauen verschlingender Filou. Als Benoit die lebenslustige Marie heiratet, ist Pierre, ganz guter Freund, ihr Trauzeuge. Beim gemeinsamen Urlaub des Trios werden die Beziehungen zwischen ihnen edoch immer verwirrender…

Mit leichter Hand inszenierte, heiter-melancholische Geschichte einer Dreiecksbeziehung mit französischem Charme.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Love etc.: Mit leichter Hand inszenierte, heiter-melancholische Geschichte einer Dreiecksbeziehung mit französischem Charme.

    Mit „Jules et Jim“ setzte François Truffaut 1961 die Latte hoch für filmische Dreiecksbeziehungen, sein Klassiker ist bis heute unerreicht. In ihrem dritten Spielfilm zeigt Marion Vernoux, daß die Konstellation zwei Männer und eine Frau auch in den Neunzigern noch amüsant und dennoch mit Tiefgang auf die Leinwad gebracht werden kann.

    Die 30-jährige Regisseurin, die schon mit „Wer rastet, der rostet“ und „Personne ne m’aime - Niemand liebt mich“ ein Händchen für diffizile Beziehungen bewies, inszenierte mit „Love etc.“ eine heiter-melancholische Betrachtung emotionaler Konfusion. Die beiden Freunde Benoit (Yvan Attal) und Pierre (Charles Berning) sind äußerst gegensätzlich: Benoit, ein besonnener Banker, hat mit seiner Zurückhaltung schlechte Karten bei den Frauen, während die Damen Luftikus Pierre reihenweise um den Hals fallen. Aber dann wendet sich das Blatt: Schlipsträger Benoit lernt durch eine Kontaktanzeige die Turnschuhträgerin Marie (Charlotte Gainsbourg) kennen, verliebt, verlobt, verheiratet, und Pierre mimt den Trauzeugen. Für Benoit hängt der Himmel voller Geigen, endlich erlebt auch er den Traum vom Glück. Das Trio fährt gemeinsam in Urlaub und verspricht einer Weinlaune folgend, sich zur Jahrtausendwende am Strand wiederzutreffen, egal was passiert. Wie sollte es auch anders sein, verliebt sich Pierre in Marie, die ihn erst abweist, dann aber doch seinem Werben erliegt. Pierre will aber keine Affaire, sondern will sie ganz für sich. Als Benoit entdeckt, was hinter seinem Rücken läuft, rastet er aus. Jahre später treffen sie sich wieder, wie verabredet…

    Mit gewohnt französischer Leichtigkeit erzählt der Film von den Komplikationen im Gefühlsleben, von Versuchung, Verführung und Angst vor Verlust. Nach dem Buch „Talking it over“ von Julian Barnes läßt Marion Vernoux ihre Protagonisten Leid und Lust durchleben, dekoriert das Ganze mit amüsanten Wortspielen und langen Reflexionen über Liebe, die nie langweilig sind. Aus der typisch britischen Mixtur entstand eine feinsinnige Melange von Pariser Flair mit einer Prise Poesie, auch wenn die Regisseurin ihre Geschichte „nicht typisch für Paris“ hält und sämtliche Abweichungen und Nebengleise der Originalvorlage vermeidet. Keine Beziehungskiste, sondern ein genüßlicher Liebesfilm der etwas anderen Art, der nicht nur Liebhabern des französischen Kinos munden wird. mk.

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