Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung der vom Hollywood-Hit "Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen" inspirierten TV-Komödie um eine junge Frau aus der Provinz zwischen zwei Männern aus verschiedenen Welten.

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Kritikerrezensionen

  • London, Liebe, Taubenschlag: Klapprad oder Klapperstorch: Fortsetzung der vom Hollywood-Hit "Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen" inspirierten TV-Komödie um eine junge Frau aus der Provinz zwischen zwei Männern aus verschiedenen Welten.

    Mit dem Untertitel „Klapprad oder Klapperstorch“ legt Regisseur und Drehbuchautor Michael Keusch die Fortsetzung seiner Ruhrgebiets-Komödie „London, Liebe, Taubenschlag“ vor. Nachdem sich die Hauptfigur Annina (gespielt von Tanja Wedhorn) am Ende des ersten Teils entschieden hat, aus London in die Bochumer Heimat zurückzukehren, konzentriert sich die Handlung diesmal im Wesentlichen auf diesen Schauplatz.

    Keusch richtet sein Augenmerk somit deutlich weniger auf die Darstellung optischer Kontraste zwischen der englischen Metropole und der vermeintlich provinziellen westfälischen Industrieregion, sondern rückt seine durchweg sympathischen Figuren ganz in den Mittelpunkt des Geschehens. Neben pointierten Dialogen mit viel Wortwitz gelingen dem Filmemacher dabei auch nachdenkliche Momente, in denen er ebenfalls den richtigen Ton trifft.

    So wirken auch tragische Ereignisse wie die Fehlgeburt von Anninas Kind, das sie von ihrem englischen Ex-Verlobten Lord William (Stephan Luca) erwartete, und der Tod eines früheren Bandkollegen von Vater Dieter (Jochen Nickel) durchaus stimmig in die insgesamt eher leicht unterhaltende Atmosphäre eingebunden. Keusch findet dabei die Balance zwischen der nötigen Ernsthaftigkeit und dem Ruhrgebiets-typischen Humor, der gerade in schwierigen Situationen oft und gerne zum Tragen kommt.

    Unter den Darstellern avanciert vor allem Jochen Nickel in der Rolle des Dieter zunehmend zur tragenden Figur des Films. Anders als im ersten Teil von „London, Liebe, Taubenschlag“, in dem die Fußball-Leidenschaft von Anninas Vater thematisiert wurde, steht diesmal sein zweites Hobby im Mittelpunkt: die Rockmusik. Der bis dahin eher bieder wirkende Taubenvater und Kurzwarenladen-Betreiber offenbart, dass er in den 70er Jahren der populärsten Rockband der Region, „The Klauns“, als Bassist angehört hatte.

    Die Beerdigung des besagten Ex-Bandkollegen nehmen die verbliebenen „Klauns“ zum Anlass, sich nach über 35 Jahren für ein einmaliges Wiedervereinigungs-Konzert in ihrem Heimatort zusammen zu finden. Keusch bereitet die Inszenierung der Bandproben und vor allem die liebevolle Darstellung des Auftritts, der auch das Finale des Films einleitet, ganz offensichtlich große Freude.

    Auch die Songauswahl mit Rock-Klassikern aus den 70er Jahren ist gut gelungen. Reale Bezüge erhält dieser Handlungsstrang zudem durch die Besetzung des Sänger-Postens mit Ingo Naujoks (im Film Dieters Schwager), der einst tatsächlich als Sänger verschiedener Bochumer Bands am Mikrofon stand.

    Insgesamt ist „Klapprad oder Klapperstorch“ der überzeugendere der beiden „London, Liebe, Taubenschlag“-Filme, da er dem insgesamt sehr gut besetzten Cast mehr Spielraum bietet und sich wohltuend von der mitunter klischeehaften Darstellung des ersten Teils entfernt. jl.

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