Fakten und Hintergründe zum Film "L?wenk?fig"

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Löwenkäfig Poster

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Produktionsnotizen

Der Film wurde im Gebiet von Buenos Aires zwischen September und Dezember 2007 gedreht. Mit einem im argentinischen Film nie da gewesenen Aufwand wurde das meiste davon in Hochsicherheitsgefängnissen gefilmt, mit echten Inhaftierten als Statisten.

Einige der Charaktere der Wärter, Pfleger und Pförtner wurden ebenfalls von echtem Personal der Bonaerense-Gefängnisanlage gespielt.

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Das Set wurde hinter Gitter gebracht, und Cast und Crew koexistierten für den Großteil der Produktion mit dem Strafvollzugssystem.

An diesen Orten mit diesen Darstellern arbeiten zu können, erforderte oft mehr juristische als filmische Arbeit. Es mussten Autorisierungen, Stempel, Akten, Unterschriften von diversen Behörden beschafft werden.

Regisseurs Pablo Trapero über den Film

„Schau Papa, die sind pink“, sagte Mateo mit seinen vier Jahren. Als ich meinen Blick von der Straße in diese Richtung warf, entdeckte ich die riesigen Betonblöcke: Gefängnisgebäude. Einer von ihnen war tatsächlich farbig. Diese Worte meines Kindes waren der Ursprung von Löwenkäfig.

Gebäude wie diese beherbergen Mütter mit ihren Kindern. Kinder, die ihre Freiheit dafür verloren haben, um ihren Müttern nahe zu sein. Mütter, die alles für das Wohlergehen ihrer Kinder tun würden, auch wenn die Haftbedingungen sich gegen dieses elementare Recht zu verschwören scheinen.

Während wir für den Film recherchierten, entdeckten wir, dass sich diese Situation in Strafvollzugsanstalten in vielen Ländern findet.

Der einzige Unterschied ist das Höchstalter für ein Kind, das im Gefängnis aufwächst. Einige verstehen darunter eineinhalb Jahre, die Stillzeit, andere bis zum sechsten Lebensjahr. In Argentinien sind es vier Jahre. Neue Widersprüche, aber eine Gewissheit: Die Gesellschaft dreht dieser Situation den Rücken zu, sehr wenige wagen es, ihre Stimme zu erheben und ihre Position gegenüber anderen zu verteidigen. Es ist schwer, Kinder im Gefängnis eingesperrt zu sehen, und noch schwieriger, Gesetze für diese unschuldigen Kinder zu erlassen.

Verzweiflung in der Haft kann ausgehalten werden, wenn zumindest für ein paar Sekunden ein Gefühl von Hoffnung oder Solidarität den Tag versüßt. Aus diesen kurzen Momenten werden Geschichten geboren, die das Leben in Haft erhellen. Mauern und Gitter verlieren ihre Stärke, und Gefängniswärter werden Babysitter.

Aus dieser Problematik zieht Löwenkäfig seine Geschichte. Gleichzeitig soll der Film aber auch Raum für Debatten und Reflexionen lassen.

Mutterschaft, Einsamkeit, Liebe, Gefängnis und Hoffnung sind die Achsen dieses Films.

Hintergrund zum Film

In Argentinien werden nur 7% der Morde, die von Männern begangen werden, aus Leidenschaft verübt. Bei Frauen sind 72% Verbrechen aus Leidenschaft.

Die Schulbildung von Frauen beim Eintritt ins Gefängnis: 37% haben keine Schulbildung, 42% haben die Volksschule beendet, 9% die High School abgeschlossen und nur 2% belegten nach dem High School-Abschluss Kurse oder besuchten die Universität.

Frauengefängnisanlage Nummer 31 in Ezeiza, “Nuestra Señora de San Nicolás”, („Unsere Dame von St. Nicolas“) wurde 1996 nach dem Gefängnisaufstand in Anlage 3 – bis dahin das einzige bundesstaatliche Gefängnis für Frauen – eröffnet. Der Grund, der für das neue Gefängnis angegeben wurde, war, schwangere Inhaftierte und Mütter, die mit ihren Kindern eingeschlossen waren, zu schützen.

1997 erweiterte ein Gesetz die maximale Zeitspanne für den Daueraufenthalt von Kindern im Gefängnis von 2 auf 4 Jahre. Gegenwärtig wird Anlage 31 von 114 Kindern unter 4 Jahren bewohnt, 63 davon wurden im Gefängnis geboren und 37 haben sich niemals außerhalb seiner Wände gewagt.

Nur 40% der Frauen hinter Gittern sitzen eine Gefängnisstrafe ab, die anderen 60% haben schwebende Fälle ohne ein verabschiedetes Urteil. Kinder, die im Gefängnis aufwachsen, nehmen die Angewohnheiten des Gefängnislebens an und entwickeln oft eine Scheu vor offenen Räumen. Sie bilden auch Manien aus, wie sich zu weigern, Türen zu öffnen oder zu schließen. Während Kinder, die außerhalb aufwachsen, Verstecken spielen, spielen Kinder, die hinter Gittern aufgezogen wurden nur zur „Besuchszeit“

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