Ållês gètürkt

  1. Ø 0
   2002
Ållês gètürkt Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Ållês gètürkt: Undercover-Polizist Olaf hat sich in eine Türkin verliebt und aus diesem Grund frech eine osmanische Abstammung für sich erfunden.

Polizist Olaf soll als verdeckter Ermittler den türkischen Gemüsehändler Ismael observieren. Als Türke verkleidet schleust er sich unter dem Namen seines Freundes Cem auf dem Großmarkt ein. Bereits am ersten Tag verliebt er sich in Nihan, ohne zu wissen, dass sie die Tochter von Ismael ist. Außerdem hat sie sich nach diversen Enttäuschungen geschworen, nur noch Beziehungen mit türkischen Männern einzugehen – Olaf muss sein Rolle als Cem folglich auch im Privatleben weiterspielen. Und dann ist da noch Hobby-Aktmodell Tarkan, der sich ebenfalls um Nihan bemüht…

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Beispielhafte Filme von Migranten, die die eigene Situation im neuen Heimatland hintersinnig-humorig thematisieren, sind in der jüngeren Zeit vor allem in Großbitannien („Kick it like Beckham“, „East ist East“) entstanden. Die türkischstämmige Regisseurin Yasemin Samdereli wagt sich nun auch für das deutsche Fernsehen auf dieses Terrain. Dabei bietet die für Pro Sieben von Westside produzierte Verwechslungskomödie solide Primetime-Unterhaltung mit einem wohltuend unverkrampften Blick auf das Zusammenleben von Türken und Deutschen in einer deutschen Großstadt.

    Natürlich bleibt die Darstellung von ernsthaften sozialen Problemen weitestgehend an der Oberfläche, im Vordergrund steht eindeutig der Comedy-Aspekt. Hierbei kann Samdereli auf ein treffsicher besetztes Ensemble setzen, in dem auch Comedian und Rapper Bürger Lars Dietrich in seiner ersten abendfüllenden Filmrolle eine gute Figur macht. Als bewährte Kraft steht ihm Hilmi Sözer als lakonisch-gewitzter Ruhrgebiets-Türke zu Seite. Auch Neuentdeckung Türkiz Talay setzt sich in der Rolle der Nihan überzeugend in Szene. Mit Antoine Monot jr, Bülent Sharif und Hussi Kutlucan konnten auch für kleinere Rollen bekannte Darsteller gewonnen werden.

    Vor allem überzeugt das von Yasemin Samdereli selbst zusammen mit ihrer Schwester Nesrin verfasste Drehbuch durch die Vermeidung jeglicher Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt keine „bösen Deutschen“, keine „bösen Türken“ und auch keine „bösen Polizisten“ – dafür aber jede Menge Menschen mit vielen Fehlern, aber auch mit einer gesunden Portion Humor. Zwar wird schon mal etwas arg tief in die gute alte Verwechslungskomödien-Kiste gegriffen, dennoch nehmen die beiden Samderelis nahezu immer eine elegante Kurve, um das Niveau ihrer Komödie nicht auf Schenkelklopf-Basis abstürzen zu lassen. Auch Situationen, deren Glaubwürdigkeit schwer zu vermitteln ist – etwa jene, dass Olaf/Cem als vermeintlicher Türke fast kein Wort Türkisch spricht – werden mit charmanten Dialogen und der positiven Frechheit der Hauptfigur kompensiert. Zumal gerade hier das Zusammenspiel zwischen Dietrich und Sözer, der als „Simultan-Dolmetscher“ per Ohrknopf fungiert, exzellent funktioniert. Da verzeiht man auch das etwas arg klischeehaft und schon fast märchenhaft geratene Ende von „Alles getürkt“. jl.

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