Lizzy und der Kommissar

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   2010
Lizzy und der Kommissar Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Lizzy und der Kommissar: TV-Komödie mit Jeanette Biedermann in der Titelrolle.

Die Prostituierte Lizzy wird Augenzeugin, als ihr Zuhälter „Kante“ den Buchhalter eines Konkurrenten umbringt. Schutz findet sie ausgerechnet als Schreibkraft im LKA. Ihr neuer Chef ist seit der Ermordung seiner Freundin etwas schwermütig, taut aber angesichts von Lizzys Lebensfreude nach und nach auf. Was sie nicht ahnt: Ihr Zuhälter hat einen Maulwurf beim LKA.

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Kritikerrezensionen

  • Die Geschichte ist derart an den Haaren der Hauptfigur herbeigezogen, dass man sie von vornherein als romantisches Märchen betrachten sollte.

    Die blonde Lizzy (Jeanette Biedermann), eine Prostituierte mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, wird unfreiwillige Augenzeugin, als ihr Zuhälter „Kante“ (Dirk Borchardt) den Buchhalter eines Konkurrenten kurzerhand aus dem Fenster wirft. Unterschlupf findet Lizzy ausgerechnet im Morddezernat des Berliner Landeskriminalamts, denn da wird eine Schreibkraft gesucht, wie sie seit einem ziemlich missratenen beruflichen Auftritt im Büro von Kommissar Conrad Maschner (Stephan Luca) weiß. Der ist ein bisschen schwermütig und der Liebe abhold, seit seine Freundin und Kollegin vor Jahren bei einem Einsatz erschossen wurde. Wider Erwarten bekommt Lizzy den Job, findet zudem im Keller einen leeren Raum, in dem sie es sich gemütlich macht, und wähnt sich in Sicherheit. Derweil werden draußen diverse Blondinen, auf die ihre Beschreibung passt, gemeuchelt: Kante hat ein Kopfgeld auf Lizzy ausgesetzt. Außerdem hat er einen Maulwurf beim LKA, und daher entpuppt sich ausgerechnet die Zuflucht als Falle.

    Man hätte die Geschichte (Buch: Arndt Stüwe) auch als Thriller erzählen können. Stephan Luca, der den Kommissar betont unergründlich interpretiert, hätte sein Spiel kaum ändern müssen; aber Regisseur Ulli Baumann hätte sich eine andere Hauptdarstellerin suchen müssen. Jeanette Biedermann verkörpert die kleine Powerfrau als Wonneproppen: Die immer gut gelaunte Lizzy bringt als Seele des Reviers so viel Schwung in den Laden, dass Mord und Totschlag zu lästigen Nebensachen verkommen. In den gemeinsamen Szenen mit dem wortkargen und mimisch sparsamen Luca ist das eine hübsche Kombination. Dass Lizzy den Job behält, obwohl sie nicht mal das Telefon anständig bedienen kann, vom Tippen ganz zu schweigen, verdankt sie den intimen Kenntnissen, die sie von den Freizeitvorlieben des Abteilungsleiters hat. Dirk Borchardt wiederum sorgt als schurkischer Gegenspieler für die angemessene Bedrohung. „Kante“ muss mitunter ein bisschen viel brüllen, aber das vorgebliche Bedauern, wenn der Ganove wieder mal nicht ohne Gewaltanwendung auskommt, spielt Borchardt sehr gut. Schade bloß, dass Biedermann gelegentlich zu dick auftragen und Lizzy als Tollpatsch vom Dienst spielen muss, der dauernd ständig irgendwas fallen lässt und wichtige Vernehmungskassetten in den Müll wirft. Das demontiert die Figur bloß und lässt die durchaus hübsche Komödie stellenweise zur Klamotte umkippen. tpg.

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