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Little Tony

Kinostart: 04.11.1999

Filmhandlung und Hintergrund

Skurrile schwarze Komödie um ein Liebesdreieck auf dem Land, mit witzigen Einfällen in Handlung und Bildern.

Keet hat genug davon, ihrem Mann Brand immer die Untertitel im Fernsehen vorlesen zu müssen. Eine Lehrerin soll ihm endlich Lesen beibringen. Lena entpuppt sich jedoch als hübsche Frau, der Brand nicht widerstehen kann. Obwohl von Eifersucht zerfressen, hofft Keet, daß Lena ihr das Kind beschert, das sie nie bekommen kann: Little Tony wird geboren.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Little Tony: Skurrile schwarze Komödie um ein Liebesdreieck auf dem Land, mit witzigen Einfällen in Handlung und Bildern.

    Aus dem Machtkampf zweier Weibsbilder um einen Mann macht Multitalent Alex van Warmerdam eine unmoralische Komödie über Liebe, Lust und Eifersucht auf dem platten Land, wo hinter sauberen Fassaden seelische Abgründe lauern.

    Am Anfang gemalte Bilder, dann folgt die Bilderbuchidylle, die in bösartige Irrationalität abgleitet. Der Holländer Alex van Warmerdam entpuppt sich als Allroundgenie. Neben Regie zeichnet er auch für Produktion, Buch und Musik verantwortlich. Außerdem spielt er die männliche Hauptrolle Brand, einen Analphabeten, der als Bäuerlein im Garten werkelt, Gartenzwerge bemalt und Innereien in sich hineinschaufelt, falls er nicht gerade vorm Fernseher hockt und sich von seiner massigen Frau Keet englische Serien-Untertitel vorlesen läßt. Die hat irgendwann die Nase voll und engagiert die attraktive Lena, die dem Gatten nicht nur Lesen und Schreiben lehren, sondern - so Keets geheimer Plan - ihm (und ihr) auch ein Kind schenken soll, das der langjährigen Ehe versagt blieb. Der „kleine Tony“ kommt, die Konflikte eskalieren.

    In diesem bizarren Bauernschwank, der mit wenigen aber effektvollen Requisiten auskommt, spielt Warmerdam geschickt mit Theaterelementen (drei nebeneinanderliegende Türen sind dramaturgisches Element, ermöglichen den Personen wie auf einer Bühne Auftritt und Abgang), ohne den filmischen Blick zu vernachlässigen. Das stark stilisierte Drama hinterm Deich strotzt vor rabenschwarzem Humor und menschlicher Hinterhältigkeit, das skurrile Personal dieser bizarren Dreiecksgeschichten ist pointiert besetzt, die Dialoge an Absurdität kaum zu übertreffen. Kaurismäkis Lakonie und Hitchcocks Suspense gehen eine überraschende Allianz ein. Einem Arthaus-Publikum sollte diese surreale Stück Kino ein mörderisches Vergnügen bereiten. mk.

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