Filmhandlung und Hintergrund

Überzogener Bad-Taste-Spaß über einen jungen Mann, der einen aus dem Gefängnis entflohenen Liliputaner als Adoptivsohn bei sich aufnimmt.

Kaum wird der Berufsdieb und Liliputaner Calvin Sims (Marlon Wayans) aus dem Knast entlassen, steckt er schon wieder im nächsten Schlamassel: Ein Diamantenraub für den grimmigen Mobster Walken (Chazz Palminteri) geht schief, und der Klunker landet im Besitz des freundlichen Vorstadtbewohners Daryl (Shawn Wayans). Und weil sich Daryl gar so sehr ein Baby wünscht, setzt sich Calvin selbst im Körbchen vor dessen Schwelle ab - mit turbulenten Folgen.

Wenn man als baumlanger schwarzer Bad-Taste-Comedian beinahe glaubwürdig „White Chicks“ verkörpern kann, warum dann nicht auch ein Baby. Die Wayans-Brüder bescherten uns bereits die „Scary Movie„-Filme und lassen auch hier wenig Tabus aus.

Ein junger Mann erträumt sich nichts mehr, als endlich Vater zu werden. Als er auf einen aus dem Gefängnis entflohenen Liliputaner mit Babygesicht trifft, nimmt er ihn bei sich zu Hause als Adoptivsohn auf. Doch das Baby hat recht ungewöhnliche Angewohnheiten, die sich zum Problem auswachsen, als auch noch dessen Kollegin eines Juwelenraubs auftaucht, um mit ihm zu fliehen und den gestohlenen Diamanten aufzutreiben.

Der kleinwüchsige Calvin tut sich mit seinem trotteligen Kumpanen Percy zusammen, um einen Juwelier auszurauben. Der Coup geht jedoch gründlich schief, ein wertvoller Diamant landet in den Händen des frisch verheirateten Paares Vanessa und Darryl. Die wünschen sich sehnlichst Nachwuchs und greifen deshalb gerne zu, als der kleine Calvin in Baby-Klamotten plötzlich auf ihrer Türschwelle auftaucht. Beglückt ob ihres neuen Lieblings, irritieren weder die seltsamen Tattoos noch dessen ganz unkindliche Libido die jungen Eltern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Fest steht. Ernst nehmen darf man hier nichts. Dass ein knapp vierzigjähriger, tätowierter und mit Messerstich-Narben verzierter kleinwüchsiger Mann von sämtlichen Beteiligten für ein - zwar seltsames, aber doch leibhaftiges – Baby gehalten wird, ist nur die Blüte des blühenden Unsinns, der mit diesem Film verzapft wurde.

      Von misslungenen Dialogen oder dramaturgischen Unfällen braucht hier wohl kaum berichtet zu werden, denn etwas anderes hätte man – ehrlich gesagt – von diesem Film auch nicht erwartet. Sobald das Licht im Kinosaal oder Wohnzimmer ausgeht, sollte auch das Gehirn ausgeschaltet werden.

      Zugegebenermaßen ist es ganz lustig, wenn eine ältere – weiße – Geschäftsfrau versucht, einen Gangsta-Rapper zu imitieren, um ein Verkaufsgespräch in Gang zu bringen. Ein solcher Humor, der aus dem nach wie vor bestehenden Rassendenken der US-Amerikaner resultiert, ist allerdings auch das einige, was den durchschnittlichen Kinozuschauer zum Lachen animieren dürfte. Ansonsten wird er wohl – ähnlich wie Calvin im Film – nach einer dreiviertel Stunde wegdämmern.

      Ausgenommen sind nun allerdings diejenigen unter den Zuschauern, denen die bloße Aneinanderreihung von Sex- und Fäkalienwitzen des untersten Niveaus reichen, um sich knapp 100 Minuten lang unterhalten zu fühlen. Es ist sehr schade, dass dem Publikum nicht mehr Intelligenz zugetraut wird. Und es bleibt zu hoffen, dass sich dies bei der nächsten Produktion des Duos ändern wird. Groß ist diese Hoffnung allerdings nicht.

      Fazit: Ein niveauloser, unterhaltungsarmer Film für eine sehr spezielle Zielgruppe.
    2. Little Man: Überzogener Bad-Taste-Spaß über einen jungen Mann, der einen aus dem Gefängnis entflohenen Liliputaner als Adoptivsohn bei sich aufnimmt.

      Ultrakrude Komödie aus der Slapstick-Schmiede der Wayans-Brüder („Scary Movie 1 & 2“), in der Marlon Wayans mittels Computereffekt einen kleinwüchsigen kriminellen Giftzwerg mimt, der als Baby posiert.

      Wie in ihrer letzten Gimmick-Komödie „White Chicks“, in der die schwarzen Wayans-Brüder durch Ganzkörper-Makeup in zwei weiße Societymiezen à la Paris Hilton verwandelt wurden, dient in „Little Man“ gleichfalls ein einziger (optisch ähnlich unüberzeugender) visueller Gag als Aufhänger für einen gesamten Film. In diesem Fall wurde Marlon Wayans maßstabgerecht geschrumpfter Kopf digital auf den Körper eines neunjährigen Jungdarstellers verpflanzt. Eingeführt wird er als der übellaunige, Ohrfeigen austeilende 60-Zentimeter-Mann Calvin Sims, der im Knast stattlichen Männern das Fürchten beibringt. Kaum wieder auf freiem Fuß, führt er mit seinem tumben Komplizen einen Diamantendiebstahl aus, den er auf der Flucht vor den Cops in der Handtasche von Vanessa (Kerry Washington) versteckt. Um die Beute zurückzuerlangen, verkleidet er sich als kleines Baby, das von Vanessa und ihrem Verlobten Daryll (Shawn Wayans) an ihrer Türschwelle aufgefunden wird. Daraus ergibt sich ein vulgäres Szenario mit gezielt niedrigem Niveau, bei dem sich die Wayans-Clique genüsslich in viel Fäkalhumor, brutalem Slapsticksadismus (unzählige Fußtritte in den Genitalbereich), diversen Sexwitzen und in jeder Menge analfixierten Albernheiten suhlt. So sollen das Trinken von Brustmilch, Pupsen in der Badewanne, ungebetener Sex mit dem Mini-Wüstling und der energische Einsatz eines Rektalthermometers amüsieren, um nur ansatzweise einen Einblick in die resolute Humorauffassung der Wayans‘ (Keenan Ivory führte Regie, das Drehbuch entstand als Familienwerk) zu geben. Zusätzliche Erheiterung bieten Gastauftritte der ehemaligen „Saturday Night Live“-Kollegen Molly Shannon und Rob Schneider, die als gemeingefährlich Auto fahrende Hausfraumutter und als gedemütigter Kinderentertainer zum Einsatz kommen. Erniedrigungskomik ist auch Programm für den Rest der Nebendarsteller, darunter John Witherspoon („Friday“-Filme) als grummeliger Großvater, Tracy Morgan als flotte Freundin, die vom „Baby“ am Busen begrapscht und einem Zungenkuss ausgesetzt wird, und Chazz Palminteri (der gängige Mafioso für alle Gelegenheiten), der im „Kevin“-inspirierten Finale zu leiden hat. Zum Schieflachen komisch werden dieses Derbheiten-Derby vor allem pubertierende Jünglinge finden. ara.

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