Life In A Day

Kinostart: 09.06.2011

Life In A Day: Ein Tag aus dem World Wide Web in 95 Minuten. Kevin Macdonald kompilierte YouTube-Videos.

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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Tag aus dem World Wide Web in 95 Minuten. Kevin Macdonald kompilierte YouTube-Videos.

Ein Projekt der Brüder Ridley und Tony Scott mit YouTube: Aufgefordert, einen Tag aus ihrem Leben zu dokumentieren, stellten User aus 197 Ländern ca. 80.000 Clips ins Netz. Man sieht Hula-Hoop-Tänzer in Mexiko, vier Inder auf einem Motorrad, einen Vater, der im Kreißsaal in Ohnmacht fällt, oder einen Koreaner, der seit neun Jahren um die Welt radelt - für die Wiedervereinigung seines Landes. Nicht zu vergessen die Bilder einer Katastrophe: Am besagten Tag, dem 24. Juli 2010, fand in Duisburg gerade die Loveparade statt.

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Kritikerrezensionen

  • Life In A Day: Ein Tag aus dem World Wide Web in 95 Minuten. Kevin Macdonald kompilierte YouTube-Videos.

    Kevin Macdonald reist mit YouTube per Mausclick um die Welt: Ein Tag aus dem World Wide Web in 95 Minuten - gerade heraus, ungeschminkt und vor allem wahr.

    Die Scott-Brüder, Ridley und Tony, und ihre englische Produktionsfirma haben das Projekt gemeinsam mit YouTube initiiert: „Life in a Day“. Internetuser sollten dokumentieren, was ihnen an einem bestimmten Tag, in diesem Fall am 24. Juli 2010, ins Auge stach oder einfach ihre Kreativität demonstrieren. Rund 80.000 Menschen aus 197 Ländern machten mit und stellten ihre Filme ins Netz, Regisseur Kevin Macdonald („Der letzte König von Schottland“) wurde dazu auserkoren, die 4.500 Stunden Material auf Spielfilmlänge, auf 95 Minuten, zu stutzen. Eine gute Wahl, hatte der Schotte doch 1999 für „Ein Tag im September“, seine Dokumentation über das Olympiaattentat von München, einen Oscar gewonnen.

    Er kategorisierte zunächst mit seinen Mitarbeitern die Bilderflut, brachte sie in den richtigen zeitlichen Ablauf und filterte Themenschwerpunkte heraus. Viel Überraschendes ist dabei nicht zu Tage gekommen. Aber das war auch nicht zu erwarten. So wird weltweit aufgestanden, fleißig Zähne geputzt und zur Arbeit gegangen. Alltagstrott, den jeder kennt. Wie auch die junge Amerikanerin aus dem Mittleren Westen, die den ganzen Tag gewartet hat, dass etwas passiert. Aber es ist nichts passiert, wie sie nachts resigniert feststellt, bei ihr. Am anderen Ende des Erdballs schon, in Duisburg, bei der Loveparade. 19 Tote gab’s und Hunderte Verletzte. So eine Katastrophe hatten sich die Macher sicherlich nicht gewünscht.

    Primär positiv ist ihr Blick auf die Welt und eindeutig westlich geprägt. Kein Netzjournalismus aus dem Iran oder Libyen, viel mehr Hula-Hoop-Tänzer aus Mexiko, vier Inder, die auf einem Motorrad durch die Gegend brausen, ein Papa, der im Kreißsaal bei der Geburt seines Kindes in Ohnmacht fällt, und ein Koreaner, der seit neun Jahren mit dem Rad die Welt umkreist - für die Wiedervereinigung seines Landes. Schön und flüssig hat Macdonald seine Clips montiert, Harry Gregson-Williams und Matthew Herbert treffen in ihrem Score stets den richtigen Ton. Ein Home Movie der anderen Art, kompilierte digitale Privatvideos, die technisch Kinoqualität besitzen. Ein modernes (Film-)Tagebuch, Teil eines kollektiven Gedächtnisses, das stündlich anwächst. Film direkt, persönlich, emotional und unverstellt. Und die Stars? Jeder, der mitgemacht hat. Andy Warhol wäre begeistert. geh.

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