Liebling, weck die Hühner auf

  

Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung der Familienkomödie "Liebling, bring die Hühner ins Bett".

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Liebling, weck die Hühner auf: Fortsetzung der Familienkomödie "Liebling, bring die Hühner ins Bett".

    In „Liebling, bring die Hühner ins Bett!“ war es der Zuzug einer Großstadtfamilie, die bei der argwöhnischen Dorfgemeinschaft von Krummenwalde für Unruhe sorgte. Mittlerweise sind die Teuffels in ihrer neuen Umgebung heimisch geworden. In der Fortsetzung löst der Fund einer sagenhaften Goldmünze und die Anwesenheit eines misstrauischen Denkmalschützers Verwicklungen aus.

    Verweist bereits die verschmitzt-ironische Umkehrung des Titels auf eine Verbindung zu der 2002 gedrehten Familienkomödie „Liebling, bring die Hühner ins Bett!“, bestätigt die Eröffnungsszenerie mit der Vorstellung der einzelnen Familienmitglieder zunächst die inhaltliche Anknüpfung an den Vorgängerfilm. So haben die Familienmitglieder mit ähnlichen Problemen wie im ersten Teil zu tun: Beate Teuffel (Katja Flint) ist noch immer Chefin der Krummenwalder Getränkefabrik und kämpft um den Erhalt des Unternehmens. Steffen Teuffel (Axel Milberg), ein nicht übermäßig erfolgreicher Schriftsteller, schreibt an seinem neuen Buch, Sohn Kai (Ludwig Blochberger) befindet sich nach dem Abitur in einer beruflichen Orientierungsphase und jobbt zum Leidwesen seines Vaters in der Kneipe statt sich um eine Lehrstelle zu kümmern. Tochter Lisa (Cornelia Gröschel) wird bald achtzehn und sucht dringend einen Mann, und Sophie (Paula Hartmann), die jüngste in der Familie, hat immer noch ein Herz für Tiere. Als sie eine Goldmünze im See findet, setzt sie damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben im Ort verändern.

    Aus dieser Ausgangssituation haben die Drehbuchautoren Lothar Kurzawa und Rainer Kaufmann mehrere Erzählstränge entwickelt und zu einer stimmigen Geschichte verknüpft, die um einen sagenhaften Schatz im See und Steffen Teuffels Weinberg-Ambitionen kreist. Zu den Qualitäten des Scripts gehört auch, dass es Anleihen aus dem Vorgängerfilm macht und vertraute Elemente zugleich auf humorvolle Weise in neue Zusammenhänge stellt, ebenso scheinbar beiläufig verwendete Dialoge und Handlungen, deren Sinn sich erst im weiteren Verlauf erschließen. Hinzu kommt ein souveränes Spiel mit dem Schatzmotiv, das die Erwartungen der Zuschauer immer wieder unterläuft.

    Dass die Geschichte um den Goldschatz und den Weinberg in ihren episodischen Verästelungen glaubhaft ist, dafür sorgt das souverän und überzeugend agierende Schauspieler-Ensemble, insbesondere Axel Milberg , Katja Flint, Thomas Thieme, Kai Wiesinger und Andreas Schmidt. Die ausgezeichnet besetzten Nebenfiguren wie Simone von Zglinicke als schwatzhafte Frau Mutz und Astrid Meyerfeldt als schlafwandelnde Ehefrau des Bürgermeisters fügen sich nahtlos zu den Hauptrollen: Axel Milberg liefert eine facettenreiche Darstellung des Schriftstellers Steffen Teuffel mit seinem Traum vom eigenen Weinberg; Katja Flint verkörpert vortrefflich seine Ehefrau, die als Hauptgeschäftsführerin der „Krummenwalder Quelle“ die resolute und nüchtern kalkulierende Unternehmerin mit dem Wunsch nach mehr Romantik in ihrem Eheleben verbindet. Darstellerische Glanzpunkte setzen auch Thomas Thieme als knurriger Bürgermeister Gerd Jänicke, zugleich Kneipenwirt und Betreiber der einzigen Autowerkstatt im Ort, und Kai Wiesinger als scheinbar unnahbarer Denkmalschützer Lorenz Thiel, der als Ex-Beziehung von Beate Teuffel ihr Eheleben durcheinander bringt. Alle Darsteller verleihen ihren Figuren besondere Eigenheiten, ohne durch Überzeichnung ins Karikaturhafte abzugleiten. Matthias Steurer wiederum beweist bei der Inszenierung ein Gespür für komisches Timing.

    Am Ende zeigt sich, dass es eine Lösung für alle Probleme gibt, und „Liebling, weck die Hühner auf“ mündet in einem Happyend für alle Beteiligten; aber geschickt gesetzte ironische Kontrapunkte verhindern, dass die Komödie in allzu seichtes Fahrwasser abgleitet. mh.

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