Filmhandlung und Hintergrund

Melodram um eine Hamburger Anwältin, die in ihr Heimatdorf zurückkehrt, sich dort ihrer Vergangenheit stellen und letztlich zwischen zwei Männern entscheiden muss.

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    Kritikerrezensionen

    • Liebesschuld: Melodram um eine Hamburger Anwältin, die in ihr Heimatdorf zurückkehrt, sich dort ihrer Vergangenheit stellen und letztlich zwischen zwei Männern entscheiden muss.

      Nanu, wird sich mancher treue ARD-Zuschauer am Sendeabend überrascht gefragt haben: Ist denn schon Freitag? Schließlich haben Melodramen in der ARD ihren festen Termin. Auch „Liebesschuld“ hätte sich vorzüglich auf jenem Sendeplatz gemacht, den das „Erste“ für die Rührseligkeiten der ARD-Tochter Degeto reserviert hat. Für „Liebesschuld“ aber war der NDR ganz allein verantwortlich. Der Film erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die durch mannigfaltige Wirren des Schicksals unter die Räder gekommen ist. Ein Kind verliert erst seine Mutter und findet dann eine neue, einem Anwalt kommt die Freundin abhanden, und ein Bauer wird nach Jahren der Einsamkeit für seine Unerschütterlichkeit mit der großen Liebe belohnt.

      Klingt komplex; dabei ist die Geschichte eigentlich ganz einfach. Autorin Barbara Engelke glaubte allerdings, sie müsste sie mutwillig verzwickt erzählen. Der Schuss geht jedoch nach hinten los: weil man schon ziemlich rasch ahnt, wer wann mit wem; und natürlich auch, wie’s ausgehen wird.

      Im Zentrum der Handlung steht die junge Hamburger Anwältin Anke (Bibiana Beglau), die von ihrem Freund und Chef Stefan (Dominique Horwitz) soeben zur Partnerin gekürt worden ist. Da ereilt sie ein Hilferuf aus Holstein: Ihre Mutter (Ulrike Kriener) ist schwerkrank. Die Atmosphäre zwischen den beiden Frauen ist allerdings mehr als unterkühlt. Auch Alex (Kai Scheve), heute alleinerziehender Vater und einst Ankes große Liebe, bekommt eine eiskalte Breitseite verpasst. Trotzdem lässt sie sich von ihm engagieren: Alex‘ Schwiegereltern (Monica Bleibtreu, Martin Lüttge) wollen ihm das Kind wegnehmen, weil er angeblich schuld am Tod ihrer Tochter ist.

      Natürlich spekuliert Engelke auf die Neugier des Zuschauers: Warum lässt Anke ihren früheren Schwarm so kühl abblitzen? Was hat ihre Mutter und sie einst so entzweit? Warum reagiert Anke auch auf Stefans Annäherungsversuche immer so abweisend? Für Freunde des gepflegten Melodrams liegen die Antworten alsbald auf der Hand, alle anderen brauchen vielleicht etwas länger – wenn sie überhaupt so lange durchhalten. Denn Regisseur Ulrich Stark inszeniert das Rührstück mitunter derart ungelenk, dass sich das Mitleid mit Anke ohnehin in Grenzen hält. Immer wieder muss Bibiana Beglau innehalten und ihren Blick sinnend in die Ferne richten. Und damit man auch merkt, wann’s richtig rührselig wird, gibt es stets rechtzeitig einen Zoom in die Großaufnahme. Ein Übriges tut die Musik von Birger Heymann, die grundsätzlich viel zu dick aufträgt. Einzig sehenswert sind die Bilder von Kameramann Wolf Siegelmann, dem einige äußerst hübsche Einstellungen gelungen sind. tpg.

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