Filmhandlung und Hintergrund

TV-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Amelie Fried um Liebesirrungen und Midlife-Krisen.

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Kritikerrezensionen

  • Liebes Leid und Lust: TV-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Amelie Fried um Liebesirrungen und Midlife-Krisen.

    Der Titel mag konstruiert klingen und die Geschichte ist nicht neu; aber Julia Dietze ist eine Wucht.

    Hanna ist Schauspielerin, Mitte zwanzig und eine impulsive junge Frau. Wenn ihr danach ist, löst sie am Abhang die Handbremse und braust mit ihrem Cabrio drauf los; mal sehen, wohin die Reise geht. Hanna braucht den Kick; ihr Leben ist ein Tanz am Abgrund. Ursache ist ein Kindheitstrauma: Seit einst ihre Schwester an den Folgen eines Unfalls starb, hat sie Schuldgefühle; Ella war Papas Liebling, Hanna hatte ihr den Tod gewünscht. Sie kommt erst zu sich, als sie sich in ihren Therapeuten verliebt; die letztlich negative Erfahrung öffnet ihr die Augen für das Glück, das die ganze Zeit zum Greifen nahe war.

    Die schlichte Geschichte erinnert an die romantischen Konstrukte, mit denen die ARD freitags ihr Publikum beglückt. Allerdings sind die Figuren dort in der Regel doppelt so alt wie Hanna und ihre Darstellerinnen entsprechend etabliert. Hier aber kann man eine echte Entdeckung machen: Julia Dietze hat zwar bereits eine eindrucksvolle Filmografie zu bieten, doch mit dieser Rolle spielt sie sich kräftig in den Vordergrund. Kein Wunder: Amelie Frieds Romanvorlage, wie üblich von Ehemann Peter Probst zum Drehbuch umgearbeitet, ist voll und ganz auf die weibliche Hauptfigur ausgerichtet. Selbst Liebhaber André (Merab Ninidze) ist nur Mittel zum Zweck. Das ist fast ein bisschen schade, denn die vermeintlich glückliche Ehe des Therapeuten kommt auf diese Weise etwas zu kurz: Andrés Frau ist ausgerechnet jene Schauspielagentin (Katharina Müller-Elmau), die Hanna zum Durchbruch verhelfen möchte. Allerdings weiß das Trio nicht, wer wen wie gut kennt; bis man sich zu einem gemeinsamen Wochenende auf einer Hütte in den Bergen trifft.

    Gerade zu Beginn klingen die Dialoge mitunter zu sehr nach gedrucktem Papier, und die erotischen Szenen wirken ziemlich hölzern. Aber Julia Dietze, von Regisseur Ulrich Zrenner ansonsten hervorragend geführt, fegt mit ihrem federleichten Spiel zwischen mädchenhafter Naivität und fraulicher Raffinesse alle Einwände hinweg. Und das furiose Finale, bei dem sich der Film endgültig zur Theatralik bekennt, entschädigt ohnehin für einige Momente, in denen der Tiefgang bloß vorgegaukelt war. tpg.

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