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Lieber Fidel - Maritas Geschichte

Kinostart: 26.10.2000
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Filmhandlung und Hintergrund

Spannende Doku über Marita Lorenz, die mit Fidel Castro zusammenlebte und zur CIA-Agentin wurde.

Dokumentarfilm über das bewegte Leben von Marita Lorenz, die mit 19 Jahren kurz nach der Kuba-Revolution Fidel Castro traf und erst seine Geliebte, dann von US-Geheimdiensten als Agentin angeheuert wurde.

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Darsteller und Crew

  • Klaus Doldinger
    Klaus Doldinger
    Infos zum Star
  • Marita Lorenz
    Marita Lorenz
  • Harold Austin
    Harold Austin
  • Henry K. Ell
    Henry K. Ell
  • Dave Townsend
    Dave Townsend
  • Wilfried Huismann
    Wilfried Huismann
  • Yvonne Ruocco
    Yvonne Ruocco
  • Detlef Ziegert
    Detlef Ziegert
  • Reinhard Gossmann
    Reinhard Gossmann
  • Margot Löhlein
    Margot Löhlein
  • Kirsten Becker
    Kirsten Becker

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Lieber Fidel - Maritas Geschichte: Spannende Doku über Marita Lorenz, die mit Fidel Castro zusammenlebte und zur CIA-Agentin wurde.

    Das Leben schreibt oft genug die spannendsten Geschichten. Nicht ganz so oft werden daraus spannende Dokumentarfilme - der von Wilfried Huismann ist einer. Die Frau, die einst ein paar Monate Fidel Castros Geliebte war und dann von CIA und FBI in Dienst gestellt wurde, erzählt und resümiert ohne jede Hemmung ihr abenteuerliches Leben an den heißesten Brennpunkten höchster Politik und Zeitgeschichte. Weil Huismann sich auf sie und weitere Zeitzeugen kenntnisreich einlässt, ist ein verblüffend fesselnder Dokuthriller entstanden.

    Marita Lorenz ist 19, als sie Fidel Castro trifft. Sie ist die Tochter einer Amerikanerin und eines deutschen Kapitäns, mit dessen Schiff sie 1959 nach Kuba kommt, gerade erst ein paar Wochen nach der Revolution. Castro kommt an Bord - Marita bleibt als seine Geliebte in Havanna, wird schwanger und im sechsten Monat in einer Nacht- und Nebelaktion zur Abtreibung gezwungen. Doch das ist erst der Beginn einer sonderbaren Leidenschaft für ein Leben im Fahrwasser möglicher Politthriller. Huismann lässt die heute von Sozialhilfe in einem verarmten Stadtteil New Yorks lebende Marita Lorenz erzählen, belegt den Wahrheitsgehalt ihrer unverblümt beim Namen genannten Erlebnisse mit Archivaufnahmen aus der großen Politik, dass man als Zuschauer im Kino mehr als einmal in Atem hält. Denn irgendwie war diese erstaunliche Frau immer in der Nähe von Brennpunkten der Geschichte, ließ sich in einer bizarren Mischung aus naiver Unwissenheit und neugieriger Lust auf Gefahr als willkommenes Werkzeug von CIA und FBI für brisante Missionen einsetzen. Sie hatte Kuba nach der erzwungenen Abtreibung verlassen, wurde in Miami einer intensiven Gehirnwäsche unterzogen und reiste eines Tages zurück auf die Karibikinsel mit dem CIA-Auftrag, Castro zu ermorden, warf die Giftkapsel jedoch ins Hotelbidet. „Die Liebe war stärker“, sagt sie in Huismanns Film. In den Sümpfen Floridas trainiert sie und gehört einer CIA-Terroreinheit an, hat eine Affäre mit dem Ex-Diktator Venezuelas, Marcos Pérez Jiménez und mit ihm die Tochter Monica. Aber sie fährt mit ihrer Einheit auch kurz vor der Ermordung Kennedys 1963 nach Dallas, schwerstbewaffnet. Es klingt wie ziemlich starker Toback, wenn man Marita Lorenz so erzählen hört und sieht, doch die entwaffnende Art, mit der sie in ihrem mittlerweile leicht amerikanisch eingefärbten einfachen Deutsch die Augenblicke der Erinnerung beschreibt, hat bemerkenswerte Authentizität. Diese Frau, nicht mehr von bester Gesundheit, ist, wie sie da mit ihrem 30jährigen Sohn (aus der Ehe mit einem FBI-Beamten) durch die Straßen des heutigen Havanna schlendert, sie selbst. Und das ist das Beste, was einem Dokumentarfilmer passieren kann. Wilfried Huismann, Mitarbeiter von Klaus Bednarz kritisch engagiertem TV-Magazin „Monitor“, hat zunächst selbst an Seemannsgarn geglaubt, als er von Maritas Geschichte hörte. Die persönliche Begegnung mit ihr hat ihn vom Gegenteil überzeugt. Mit seinem Film kann er jetzt das Kinopublikum überzeugen, das spannende Geschichten liebt. Diese hier hat den Vorzug, wahr zu sein. fh.

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