Liebe.Macht.Blind

Filmhandlung und Hintergrund

Geschichte um einen Betrüger, der sich in ein Opfer verliebt. Auf der gemeinsamen Flucht in den afrikanischen Dschungel geraten sie in ein gefährliches Abenteuer. Angelehnt an den Fall des Konsul Weyer.

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Kritikerrezensionen

  • Liebe.Macht.Blind: Geschichte um einen Betrüger, der sich in ein Opfer verliebt. Auf der gemeinsamen Flucht in den afrikanischen Dschungel geraten sie in ein gefährliches Abenteuer. Angelehnt an den Fall des Konsul Weyer.

    Der Titel ist ein wenig irreführend, denn in diesem Film wissen alle ganz genau, was sie tun; Liebe mag zwar im Spiel sein, und Honorarkonsul Stahlberg erblindet tatsächlich vorübergehend, doch dies aufgrund eines perfiden Anschlags.

    Dabei ist „Liebe. Macht. Blind.“ zunächst alles andere als ein Thriller: Der Film beginnt als beschwingte Gaunerkomödie, in der zwei Hochstapler versuchen, sich gegenseitig ‚reinzulegen. Im Mittelpunkt der Ballade von den betrogenen Betrügern stehen besagter Honorarkonsul (Götz George), der akademische Titel und Adelsprädikate an neureiche Emporkömmlinge wie den polternden Tierfutterfabrikanten mit dem durchaus zutreffenden Namen Brummer (Armin Rohde) verkauft. Als Stahlberg eine Scheinehe zwischen Brummer und einer verarmten Gräfin vermitteln will, trifft er endlich auf eine ebenbürtige Gegnerin: Die vermeintliche Anna von Wallenberg (Barbara Auer), eigens aus Afrika zur Heirat eingeflogen, ist eine bezaubernde Schwindlerin. Und da das Gesetz dem Hochstapler allzu nah auf die Pelle rückt, vertröstet er den Fabrikanten und schnappt sich die „Gräfin“ höchstselbst. Die schöne Anna ist zwar kaum begeistert, lässt sich jedoch angesichts einer halben Million guter Gründe umstimmen. In Afrika aber erwartet Stahlberg eine unliebsame Überraschung: Annas vermeintlicher Bruder (Sylvester Groth) will den Nebenbuhler beseitigen.

    Götz George, Barbara Auer und Regisseur Thorsten Näter erklären übereinstimmend, dass sie vor allem der abrupte Genrewechsel mitten in der Geschichte (Buch: Sascha Arango) gereizt habe. Seltsamerweise gelingt Näter trotz seiner großen Thriller-Erfahrung der erste Teil deutlich besser. Wenn sich der Konsul und sein Opfer angiften, vermitteln George und Auer die misstrauische Zuneigung der beiden Figuren viel überzeugender als später in Südafrika, wo reißende Stromschnellen, die sengende Sonne, baufällige Brücken und tödliche Skorpione die Personen in den Hintergrund drängen. Und auch wenn in diesem Film niemand ist, was er zu sein scheint: Die Figuren bleiben nur so lange faszinierend, wie ihr Geheimnis nicht gelüftet ist. Dramaturgisch kommt das Dreiecksverhältnis, das gerade der zweiten Hälfte doch die innere Spannung verleihen soll, ohnehin nicht zustande, weil Groth als „Bruder“ kaum Konturen entwickelt. Die Geschichte zerrissen, Götz George unterfordert, Armin Rohde geradezu verschwendet: schade drum. Aber der Schluss ist wieder sehr hübsch. tpg.

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