Liebe nach Rezept

  1. Ø 3
   2007
Liebe nach Rezept Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe nach Rezept: TV-Komödie: Durch Zauberkräuter ausgelöster Liebesreigen frei nach Shakespeares "Sommernachtstraum".

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Stammpublikum der Freitagsfilme im „Ersten“ ist erstens weiblich und zweitens eher älter. Die Damen werden sich daher noch gut an die Werbespots für Lenor erinnern. Darin wurden Hausfrauen vom personifizierten schlechten Gewissen geplagt, weil sie sich den Weichspüler gespart hatten und ihre Familie in kratzigen Klamotten rumlaufen musste.

    Seither hat das Fernsehen innere Monologe aus gutem Grund hinter sich gelassen: Es wirkt einfach nicht besonders elegant, wenn die handelnden Personen ständig die Handlung kommentieren. Autorin Rodica Döhnert war das offenbar egal: Ihre Hauptfiguren plappern fröhlich in sich hinein. Man ist daher ganz froh, als Corinna Fürstenberg (Sonsee Neu) versehentlich jene Kräuter vertilgt, die eigentlich dem Gatten zugedacht waren: weil sie dann endlich die innere Klappe hält. Die Mischung hat aber noch eine weitere Wirkung: Kaum verdaut, entfacht sie die große Liebe zum erstbesten Mannsbild. Zu dumm, dass dies mitnichten Corinnas Mann Michael (Kai Wiesinger), sondern der Fischhändler Hansen (Uwe Ochsenknecht) ist.

    Wem’s bekannt vorkommt: Shakespeares „Sommernachtstraum“ stand Pate für Döhnerts Drehbuch. Den Puck spielt hier eine rumänische Putzfrau, die der eingeschlafenen Ehe ihrer Arbeitgeber ein bisschen auf die Sprünge helfen wollte. Nun trifft die Liebeswucht den falschen. Hansen weiß zwar nicht, wie ihm geschieht, wehrt sich der Form halber aber nach Leibeskräften; zunächst zumindest. Gattin Monika (Petra Kleinert) ist ob der amourösen Nachstellungen Corinnas verständlicherweise empört; bis Michael mit einem Strauß Rosen vor der Tür steht. Der hat die Kräuter für Koriander gehalten und damit Muffins gewürzt, selbige nun bis auf den letzten Krümel vertilgt und sich unsterblich in die erste Frau verliebt, die ihm unter die Augen kam: Monika.

    Die Handlung ist zwar überschaubar, aber Döhnert und Regisseur Jorgo Papavassiliou („Die Sturmflut“) ergänzen sie um einige hübsche Details. Anders als bei ihrer letzten Zusammenarbeit, der hübschen Fantasy-Komödie „Albert – mein unsichtbarer Freund“ (Sat.1), verzichten sie diesmal allerdings auf jeden Schnickschnack. Der Film konzentriert sich voll und ganz auf sein größtes Kapital, die vier Hauptdarsteller. Schade nur, dass nach dem Genuss eines Likörs, der die hemmungslose Verliebtheit rückgängig macht, auch das innere Geschwafel wieder losgeht. Prompt verliert Corinna zudem ihre betörende Aura: Hübsch anzuschauen war sie ja auch vorher schon, aber nach dem Verzehr des Muffins ist sie verdammt sexy. tpg.

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