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Liebe mit Risiko

   Kinostart: 30.10.2003
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  • Kinostart: 30.10.2003
  • Dauer: 121 Min
  • Genre: Komödie
  • FSK: ab 12
  • Produktionsland: USA
  • Filmverleih: Columbia Tristar

Filmhandlung und Hintergrund

Romantische Gangster-Komödie , in der Ben Affleck als Kleinkrimineller von Jennifer Lopez lernt, wie eine Entführung funktioniert - und sich dabei verliebt.

Gangster Louis und sein Mafia-Partner Starkman (Al Pacino) haben Ärger mit der Staatsanwaltschaft. Also beauftragt Louis seinen unfähigen Hitman Gigli (Ben Affleck) damit, den autistischen Brian, seines Zeichens Bruder des Staatsanwaltes, aus dem Heim zu kidnappen, um auf diese wenig subtile Weise den Ehrgeiz der Ermittler zu dämpfen. Um sicher zu gehen, dass Gigli dabei nicht wieder Mist baut, schickt er ihm die lesbische Killerin Ricki (Jennifer Lopez) hinterher. Es kommt, wie es kommen muss: Gigli verliebt sich in die Lesbe, und beiden tut der behinderte Junge leid. Das bringt Punkte zwar beim lieben Gott, doch über kurz oder lang auch jede Menge Ärger mit dem organisierten Verbrechen.

Schwung, Charme und überraschender Wortwitz kennzeichnen das in Amerika wüst verrissene Kinodebüt des Yellow-Press-Traumpaares Affleck/Lopez. Martin Brest („Midnight Run„) liefert solide Kriminalkomödienkost, und was den hauptagierenden Unterwelt-Todesboten an Glaubwürdigkeit fehlt, gleicht eine exzellent besetzte Co-Darstellerriege (Walken! Pacino!!) mehr als aus.

Der Kleinkriminelle Larry Gigli soll den behinderten Bruder eines Staatsanwalts kidnappen. Als der Plan schief geht, ruft Giglis Boss ausgerechnet die hinreißende Gaunerin Ricki zu Hilfe, in die sich Gigli sofort verliebt - was seinem professionellen Verhalten erst recht nicht zu Gute kommt.

Der halbseidene Kleinganove Larry Gigli wird angeheuert, den behinderten Sohn eines Staatsanwalts zu entführen, der dem Unterweltboss Starkman im Nacken sitzt. Als Unterstützung gibt Starkman dem coolen Gigli die toughe Gangsterbraut Ricki an die Seite, die dafür sorgen soll, dass der aufgeblasene Gockel den Job nicht vermasselt. Fortan bekriegen sich der eitle Macho und die unerschütterliche Lesbe, bis das Leben - und ihr liebenswertes Entführungsopfer Brian - den beiden einige wichtige Lektionen erteilt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Liebe mit Risiko: Romantische Gangster-Komödie , in der Ben Affleck als Kleinkrimineller von Jennifer Lopez lernt, wie eine Entführung funktioniert - und sich dabei verliebt.

    Der Grund, warum „Gigli“ neugierig macht, ist wohl die Tatsache, dass das Yellow-Press-Traumpaar Jennifer Lopez und Ben Affleck hier erstmals gemeinsam vor der Kamera stand (noch vor Kevin Smiths „Jersey Girl“). Darüber hinaus mag es interessant sein, dass es sich hier um ein Drehbuch und eine Inszenierung von Martin Brest handelt, der unter anderem mit „Der Duft der Frauen“ und „Rendezvous mit Joe Black“ ins Herz des Publikums zielte; und der schon immer zu den Hollywood-Filmemachern gehörte, die sich eher auf Dialog und Charakterzeichnung als auf Hau-Drauf-Action verlassen - was in diesen Tagen eine angenehme Abwechslung sein kann. Das mag damit auch für die sommerleichte dünne Ganoven-Story gelten, die auf ihrer menschlichen Ebene durchaus Spaß bereitet.

    Der knappe Plot ist dieser: Ein Gangsterboss denkt sich, der beste Weg einen angeheuerten Ganoven dazu zu bringen, seinen Job korrekt auszuführen, besteht darin, ihm die heiße, lesbische Kollegin Ricki (Jennifer Lopez) als Aufpasserin auf den Hals zu hetzen, die sich auch mit Yoga und asiatischer Philosophie gut auskennt. Der Job: Larry Gigli (Ben Affleck), dessen Name sich auf „really“ reimt, soll den behinderten Sohn (Justin Bartha) eines Staatsanwalts kidnappen, der einem Unterweltboss (Al Pacino) das Leben schwer macht.

    So weit so gut, geht es letztlich interessanterweise darum (und das mag wiederum problematisch für Ben-Affleck-Fans sein), dass der sich äußerlich tough gebende Gigli hier seine versteckte weibliche Seite entdeckt - in Gegenwart einer tatsächlich toughen Frau, die ihre Männlichkeit auslebt, um schließlich im Aufeinandertreffen mit ihm ihrer femininen Ader nachzugeben. Höhepunkt des Geschlechterkampfs ist Rickis langer Monolog über die ästhetischen und praktischen Vorzüge der Vagina gegenüber dem männlichen Geschlechtsteil. Die Ansprache endet nach ihrer liebreizenden Aufforderung „It’s turkey time“ tatsächlich mit Sex, bei dem selbstverständlich sie die männliche Rolle einnimmt, bis er an ihrer Brust einschlummert.

    Zugegeben ist es vielleicht nicht besonders gut, aber definitiv amüsant, wie sich Affleck in der Rolle des harten Typen wie ein stolzer Hahn aufplustert, während dagegen seine klar dominierende Partnerin an alte „Out of Sight“-Zeiten anknüpft. In dieser Hinsicht scheint Affleck qualifiziert für die Rolle des Einfaltspinsels, der sich für wichtiger und talentierter hält, als er ist. Dabei wirkt er in seinen viel zu großen Gangster-Klamotten (ein Lob an die Kostüm-Abteilung) - klein.

    Die Behinderung des „Idioten“ Brian ist irgendwo zwischen Autismus, Tourette-Syndrom und dem Weißen-Rapper-Syndrom angesiedelt: Brian rezitiert Rap-Hits aus den Achtzigern und Neunzigern, gipfelnd in einer Interpretation von L.L. Cool J.’s Ballade „I Need Love“, und den Home-Boy-Tanzstil beherrscht er auch ziemlich gut. Lustigerweise ist seine einzige Reaktion auf seinen Kidnapper, diesen permanent einen Idioten zu nennen. Ansonsten ist seine Performance stark an „Rain Man“ und „Baywatch“ orientiert: Eine Nebenhandlung schickt ihn auf die Suche nach dem Strand der bekannten TV-Serie, an dem er im Traum eine Freundin im Bikini findet. Tatsächlich ist Justin Bartha trotz des völlig unlogischen Handicaps bezaubernd, rührend und komisch und füllt die Schwächen des Drehbuchs mit Licht und unschuldiger Menschlichkeit.

    Ebenso gut ist daneben die Lopez in Gegenwart der großen Schauspieler Christopher Walken und Al Pacino, die in der handwerklich soliden und übrigens ganz brillant von Robert Elswit („Punch-Drunk Love“) fotografierten Inszenierung mit zwei Starauftritten glänzen, bei denen sie all das tun, was sie am besten können: Walken irritiert Gigli mit einem geschmeidigen Überfall als Cop („You don’t know nuthin‘ - I can tell just by lookin‘ atcha.“), und Pacino ist der einschüchternde Mafiosi, dem ein Menschenleben nichts bedeutet. In diesen zwei Szenen scheint die Schauspielerin Lopez Pacinos und Walkens unglaubliche Energie ganz aufzusaugen - schade nur, dass davon die zwischen J.Lo und B.Aff angeblich bestehende Chemie auf der Leinwand überhaupt nicht entzündet wird. cm.
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