Liebe ist Verhandlungssache

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   2008
Liebe ist Verhandlungssache Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe ist Verhandlungssache: TV-Komödie: Ein Hochzeitsplaner und eine Paartherapeutin müssen sich zusammenraufen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Erneut eine Kampfprogrammierung des ZDF, das diese Romanze gegen den ARD-Mittwochsfilm „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“ zeigen wird. Letztlich schadet die öffentlich-rechtliche Selbstzerfleischung dem Gebührenzahler, aber natürlich auch den Filmen, denn die ungleich leichtere Kost des ZDF ist des öfteren ebenfalls sehenswert. Selbst wenn Sebastian Orlac (sein erstes Langfilmdrehbuch) und Sven Bohse (Regie) ihre Geschichte mitunter etwas zu kompliziert erzählen und Heikko Deutschmann einen eher albernen als männlich-markant wirkenden Oberlippenbart zur Schau trägt: Auch die Komödie „Liebe ist Verhandlungssache“ hat durchaus ihre Momente, zumal sich Deutschmann und Aglaia Szyszkowitz als Paar bestens ergänzen.

    Die Kombination der Figuren ist gleichfalls recht reizvoll: Deutschmann spielt Max, einen Hochzeitsarrangeur (neudeutsch Wedding-Planner), der in der ganzen Welt für prominente Kunden traumhafte Feste organisiert, persönlich aber noch solo ist. Außerdem leidet er unter einem veritablen Hochzeitstrauma, seit ihm einst die Verlobte vom Altar weglief. Szyszkowitz wiederum ist Paartherapeutin Thea und gleichfalls ledig, weil sie mit sicherem Gespür Beziehungen eingeht, die von vornherein keine Zukunft haben. Als Max im heimischen Baden-Baden vorbeischaut, laufen die beiden einander ein paar Mal über den Weg. Aus dem Kurzbesuch werden allerdings mehrere Wochen: Max soll für einen alten Kumpel (Pierre Besson) Max und dessen Freundin (Rike Schmid) die Hochzeit arrangieren. Thea, die sich an der Seite ihres französischen Freundes in der Betragne wähnt, überlässt Max großzügig ihre Praxis. Doch der Franzose entpuppt sich als verheiratet und Thea muss notgedrungen mit ihrem Untermieter klarkommen.

    Hier der zwar enttäuschte, aber dennoch unverbesserliche Romantiker, dort die frustrierte Beraterin, die ihren Klienten mehr oder weniger offen zur Trennung rät (exemplarisch Kirsten Block und Michael Gwsidek in wunderbar gespielten Eheszenen): Natürlich weiß man, wie das enden wird. Größeres Problem des Films aber ist sein Tempo. Baden-Baden ist hübsches Städtchen, leidet jedoch erheblich (und nicht ganz zu Unrecht) unter seinem Rentner-Image. Das wiederum hat Folgen für die Filme, die hier gedreht werden; schon die einige Wochen zuvor gezeigte ARD-Romanze „Von ganzem Herzen“ litt ganz erheblich an Tempoverschleppung. Da hat Bohse die Zeitgeistgeschichten „Verrückt nach Clara“ (ProSieben, 2007) ungleich flotter inszeniert, was den Totalflop der Serie allerdings auch nicht verhindern konnte. tpg.

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