Liebe für Fortgeschrittene

  1. Ø 0
   2009
Liebe für Fortgeschrittene Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe für Fortgeschrittene: Liebes- und Familienkomödie für reifere Semester.

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Kritikerrezensionen

  • Die Geschichte vom Patriarchen, der sich einfach nicht aus dem Familienbetrieb zurückziehen will, war schon oft Stoff für Dramen und Komödien. Im Grunde erzählt die Schauspielerin Konstanze Breitebner, seit einigen Jahren auch erfolgreiche Drehbuchautorin, mit der Geschichte „Liebe für Fortgeschrittene“ also nichts Neues – mit einem Unterschied: Im Zentrum ihrer Handlung steht eine Frau.

    Erika Backströhm (Heidelinde Weis) führt ihre Grazer Uhrenfabrik mit fester Hand. Tochter Vanessa (Katharina Stemberger) stünde längst bereit, das Unternehmen zu übernehmen, doch Erika blockt ihre Modernisierungspläne immer wieder ab. Vanessa würde das Sortiment gern erweitern und neben den Luxusstücken auch preiswertere Uhren für eine breitere Käuferschicht produzieren. Einen potenten Partner hätte sie bereits, aber Erika bleibt stur. Als die Mutter das Firmenfest in einem auswärtigen Schlosshotel kurzerhand in einen Urlaub verlängert, weil sie sich in den bärbeißigen Gärtner und Blues-Liebhaber Otto (Günther Maria Halmer) verguckt hat, ziehen Vanessa und ihr Bruder Markus (Florian Teichtmeister) die Geschäftserweiterung kurzerhand ohne Erika durch. Die hat ihr mobiles Telefon versehentlich in einem Blumentopf vergraben und ohnehin gerade ganz andere Dinge im Kopf. Als sie, von der treuen Sekretärin alarmiert, doch noch von dem Deal erfährt, will sie kurzerhand alles rückgängig machen. Aber nun entpuppt sich Vanessa als ebenbürtige Gegnerin; und das keineswegs bloß, was die Sturheit angeht.

    Sehr hübsch kombiniert Breitebner die wirtschaftliche Ebene mit den diversen zwischenmenschlichen Unmöglichkeiten. Otto zum Beispiel muss sich von den schockierten Kindern prompt unterstellen lassen, er habe es bloß auf Erikas Vermögen abgesehen. Andererseits ist er der einzige, der der Patriarchin auch mal die Meinung sagt. Das Zusammenspiel von Heidelinde Weis und Günther Maria Halmer sorgt sowieso für die besten Momente dieses Films, zumal sich Otto anfangs einen Spaß draus macht, die Städterin hingebungsvoll zu triezen.

    Während die beiden Routiniers eher nuanciert arbeiten, neigt Regisseur Walter Bannert mitunter zum Überinszenieren und setzt noch mal groß und deutlich ins Bild, was man zuvor längst wahrgenommen hat. Die betuliche Szenenmusik könnte ohnehin aus einem Freitagsfilm der ARD stammen, zumal die diversen Blues-Passagen für krasse Gegensätze sorgen. Die schon oft gespielte Rolle des Grantlers mit Herz schließlich dürfte für Halmer keine besondere Herausforderung dargestellt haben. Aber wie Otto allen möglichen Avancen und Forderungen stoisch mit dem Satz „Ich bin nur der Gärtner“ begegnet: Das hat Stil. tpg.

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